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MASTER

NEGA TIVE

NO. 92-80531

L.ak-i»iarAi«i>B»>'gMa.^ifr.ae

MICROFILMED 1992 COLUMBIA UNIVERSITY LIBRARIES/NEW YORK

as part of the "Foundations of Western Civilization Preservation Project"

Funded by the NATIONAL ENDOWMENT FOR THE HUMANITIES

Reproductions may not be made without permission from

Columbia University Library

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AUTHOR:

CORDATUS, KONRAD

TITLE:

TAGEBUCH ÜBER DR. MARTIN LUTHER. ZUM

PLACE:

HALLE

DA TE :

1885

COLUMBIA UNIVERSITY LIBRARIES PRESERVATION DEPARTMENT

Master Negative #

V 'Bo53/ - ^

BIBLIOGRAPHIC MICROFORM TARGET

Original Material as Filincd - I-xisting Bibliographie Record

3(13.ü\5 Co-rd?»tus, Co^nTs^d. 1476-1546 _—-

LB 5 A- . Ts^gebuch über 33r Ms^rtm Luthe>:

H^llelS&l OT '4*5^

Tex-t. in Latin

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DR. MÄHT IN LUTHER

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Uli. roXlJAl) (VOI^DAIHIS

15;]7.

ZUM KRSIKN MALE II IvK AL'S(4 E(; KHEN

VON

DR. H. WRAMPELMEYER,

ÜBKHLKHHEK AM K«)NI«JL (iVMNASIllM ZI CLAUSTHAL.

HALLE.

MAX NIEMEYER.

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Melirt'aclien Antragen i^e^enüber die Naehriclit, (las8 die Vorrede später erscheint.

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1. In der ersten Lieferung sind mehrere Druckfehler zu corrigieren.

Es ist zu lesen:

X 7 Z.4 eciuanimiter. N. 7 Note Z. 2 praedicatio. N.9 Z. 2 Judeis. N 1) N(>n'Z.2 si (luis di(cat). N. Z. 1 ae(|naiiiiniter. N. 14 Z.:i ventun sunt. N M) Z 1 heist recht. N. :U Note Z. 2 findet siel« aueh. X. ii.i Xote Z. 4 Lrl. A. (•,•> 142 X :t7 Z.2 perdiderit. X.:.l Xote Z. 4 gefeiertste. X. 52 Xote Z. 1 Lrz- bi'sehof und Z. 2 Erl. A. «;u, 221. X. öö Z. 7 ad (luod und Z. s respondebat. X 5r, Xote Z. :\ cy phos. X. 57 Xote Z. 4 des Altm. Ver. f. G. N. (10 Z. 4 trit und fürst. X. 00 Xote Z. 1> vorigen. X. (>1 Z. 5 reaeditiean.- X. 61 Xote Z. < destrueretur. N. 65 Xote Z. 2 Erl. A. r,l, 14.5. N. 67 Z.2 reeurrendum. Tn. <o Xote Z. 2 zun Thess. und 1. Tliess. 2, IM. X. 70 Z. 8 tunc meeum. X. 1 11 ist Z. 1 « die Zaid 7 liinter feret zu tilgen und hinter suggerit zu setzen, femer zu lesen praecepto»*) X. \\:\ Xote Z. 2 lies 547, 754. X. 125 Z.21 ego certe non negassem. X i:^l N. l.H paeatani. X. 1:14 Xote Z. 11 p. 117 d. M. X. 142 Z. 5 tilge die Zahl :j. N. 17S NoteZ. 1 lies Köm. 5. 1. X. 2o«> Z. 5 das es alszo. N. 216 ^'ote Z 1 \gl. n •>4 u Mi" X.249 Z. •{ paeientiani, Z. 6 paeientia. N. 258 XoteZ.:i ^Müller 111 . X 26S Z.4 quieciuaui. X. 276 Xote Z. 2 .Dieser und die folgenden^ X\ :U)7 Z. 2 (lua utilissime, Xote Z. 4 111,781. X. :{:U) Z. 6 ist sint am Ende der Zeile aus- gefallen. X. 342 Z. S komen. X.:M4 Xote Z. 1 .dies Wort\ N. 346 Z. 1 Lm- seruni»). N. 352 Z.2 Reformator.

IL Eine nochmalige genaue Vergleichung der Handschrift hat folgendes Resultat gehabt. Es ist zu lesen:

N 57 Z. 1 llausmannum, Z. 3 assidentibus. X. 65 Z. 10 vnd treten uns zu Lhon (= uns zum Lohn) mit fussen. X. 6<» Z.2 hommi neciuam , womit der erste Teil von Xote 1 wegfällt. X. U6 Z. 1 wenn ich noch eins treyen must {= müsste). X. IIP' eontraverti, vgl. n. 5:i, 131, i:M)ff., von Cordatus meistens eontrovertere gesehrieben. X. 125 Z.2 praesumentissimam. X. 2(M Z. 3 velut quando Leges eonseribit, vgl. Z. 2. X. 268 Z. 22 von eim Ding. X. 32U Z. 1 aula esse oportere.

111. Nachträge und Berichtigungen. X.5 Z. 3 erwartet man entweder „vi tentare „vi tentans simili est aud '^

similis est audaeia" oder

X.9 z.2. Einfacher erscheint die Verbesserung: ,.perinde suntJudeps (sc. illa verba) atcpie fuerit Christianis, si (piis etc."

X. 14Z.6. Cordatus schreibt stets ob ul um. ^ gl. n. 160.

X 17 Z ^ Der Textfehler (vgl. Xote 7) wird dem Zusammenhange nach rich- tiger uiit ..(lui volunt ferri seu vucari nomine Dominj = die geduldet sein oder Christen genannt sein wollen" zu emendieren sein. Vgl. n. 2(i6. . ,. ,

X •>•> Vgl. Veit Dietrich eoUecta ex collo(i. p. 69 „Ich wollte mein Ketha uit umb* Frankreich tV." Am Rande hat Veit D. hinzugefügt „Cordatus ex-

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11

scripsit". \Vl.St'iaiMuaiin,Slu'hsJvirolienMnulSeliiinn. lsT(;,p.:t5l^

Mittt'iliin'? aus dein noch uiu'duTtcii Mamiscripti- (Ut colkrta ex ^^^ '<>M- !»!:\; ^^

Dietr in der Nürnh. Stadthibliotlick vordanke u-1. der (inW des Hrn. 1 rot. ki)sthn.

N -»^ Das Wort Altcnstoiss vermag' ii-li lexikallseli nielit zu l»olej?en.

N*. "jsist das auch schon bei IMautus (nierc. prol. .il) vorkonnnende niultih.- nuium vielleicht mit IMappertasehe /u übersetzen. .

N. 5:j. Wenn tiir das am Ende der Zeile stehende alle|.;ant -elesen wurde alle i? an s = „erwähnend, berührend", so würde mit dieser leichten Aen.lerun^^ ein passendersinn gewonnen werden. Note 7 nmss es natnrhch heissen: Wohl

im Sinne von ae(iue.

N. 55. Am Ende der Note m^G lunzu: „\ gl. Kostlm H, ;>«»»' ^ , ^ . ^ N.C3. Statt „sc. pullos" (Note 2) lies: „das Sem oder das Leben im

arac^tst -pj^^^^^^^^^,^ ^y,,^^^, ^,^,jg pj-alterii et scopus" etc. finden sich, wie Prof. Köstlin mir mitteilt, fast -leichlauteud eingetragen von einer Hand der damaligeii Zeit in einem ihm vorgelegten Psalter, Nürnberg 15.Ti mit der l nterschritt

" nM Z 4. Das Compendium ist aufzulösen mit Philippi Melanthouis. Der „germanus frater' ist dann der leibliche Bruder Melanthons. An diesen l.ruder hat Mel. eine Keihe von P.riefen geschrieben.

N. in. Vgl. Veit Dietrich p. 7:t. *• .. v i- i: wf

N 1-^5 Z.S ist zu lesen: (^^id (oder quem) igitur nuncium ters :• Z. Li lasst sieh ebenfalls das handschriftliche possum nicht halten. Es winl zu lesen sein: Puto me istius modi homiucs passum (sc. esse) plus minus sexaginta = Ich glaube, dass es wohl an secjhzig derartige ^t'Vte gewesen sind, mit denen ich es zu thun gehabt habe. Vgh lündsed collo.i. 111 .i>2: ,Kgo his •2U annis i)lus quam ([uinquaginta sectarios habui me docentes". ^\ gl. auclMlen An- fang des Absatzes: ,.onmes. quos colloquentes jjassus sum etc. ^ u

N. l.ioZ.a wird zu lesen sein: „et non esse utilitatem m ea . Der handschriftl. Text giebt einen matten bedanken". . , ^ , , , , •• , i- i ,

N. i:U Note l. Das handschriftl. iUum liisst sich halten als nachdrücklicher Hinweis auf das vorhergi'heude hominem.

N. 134. Vgl. Veit Dietrich p. H>1. . , ... , »,

N 141 Hr Pr(»f. Köstlin meint, dass hier nur m dem Smne an aitlicrs Namen zu denken sei, in welchem auch wir sagen. Die Verehrung vu'ler Lutheraner tür Luther sei blosse Verehrung seines Namens, nicht seines Lvangelmms.

N. 14S Z.5 wird die Lesart ..multo enim rectius dici potuissent" besseren Sinn als das handschriftl. multa geitt'u.

N. L)0. Vgl. die abweichende Fassung Erl. A. (12,32.

N. 153 Z. 1. Vielleicht ist zu lesen: „quos adversus me scripserunt .

N. lt>0. Vgl. Xeander, Dogmengesch. 11, KM tV. Die „pura naturalia- sind cm in der Scholastik ganz gebräuchlicher Ausdruck. Note Z. :i lies: „\ gl. in l.ezug

auf den Vers: Nemo etc." . ^ i \ ,. i

N. lt)3. In patiam könnte auch politiam =-^ fittnoxoaTim' stecken. Auch

Cord. p. 11(> steht potentia wohl richtiger in allgemeinem Smne.

N. 175. Bei adeo noch eine Steigerung anzunehmen, erscheint nicht mjtig. N. 2«7. Am Ende der Note ist durch ein Versehen tolgender >cliluss-

satz ausgefallen: ^ ,, , ^ . , i^ , m r i. .

\n einer anderen Stelle jedoch (IL ?; »iM wird P.rm-k eine ähnliche \eusseriing zugeschrieben. 'Scckeu(U)rf lügt freiUch hinzu, sie sei wohl wahrscheinlicher am Schlüsse des Keidistages getliau. In der I hat berichtet er (II, ?; T^, :.), dass Pruck in einer seiner h'tzten Keplicatumen gesagt habe: doctrinae suae Confessionem cum Verlu) Dei c.mvenire, eui ne inferorum (luidem portae possent resistere. Dieselben Worte werden aber gleich darauf (Seek. IL ?j TS, 7) nach ^palatin dein den Reichstag verlassenden Kurtlirsten J»)hann v. Sachsen in den .Mund

•'"ele^'t." N. 2^72 Z.t) ist das handschriftliche seminantis ganz richtig. Der Sinn ist: „Solche (sc. talsi fratres) sind das Wort des Saemanns, welches t^.'

N.2S4 Notel. Es wird zu lesen sein: „quid eniiu vidimus :Uiud quam

etc."; was auch Pinds. colloq. 11,302 hat. , ,- i v .i iw..

N. 2S5 scheinthinterich weiss ein nicht zu fehlen. N.2^. vgl. Lri.A. Ol, Ibu.

m

N -".n Z.3 ist nach Erl. A. 5s, 277 zu lesen „minis et id gcniis alijs". N. 2«is Note 4. Der handschrittliche Fehler ist nach einer schart sinn igen V<'rinutung meines hiesigen Collegen Dr. Polich, dem ich überhaupt mehri're ähnliche Emendationen verdanke, zu corrigieren mit der Lesart: haec illius in terra Dei sententia fuit = das war die Meinung jenes Gottes auf Erden (sc. Leonis Papae), dass die Wahrheit des wahren Gottes nieman- den frölich tV." . . , 1

N. 3(17 Z. 2 könnte sartoria auch als Adject. autgetasst und aus dem vor- hergehenden artificia dazu arte .siipidiert werden, worauf die Lesart der deutsch. Tischr. Erl. A. 57, 14S hinzuweisen scheint. . . r, .,•

N. 333 Z. 4. Es wird zu lesen sein: ,,paucis Episcopis in Conciho magis perversa cogitantibus (piani aFuiuis vir ferre possit". Das Wort cogitantibus steht am Ende der Zeile.

N. 343 Note Z. 10 lies: „12 (sc. anno 1512)". ,

N. 348 der vollständige Titel des Buches des Cochlaeus heisst:

Sieben köpfte Martin Luthers von acht hohen Sachen des Christi, glau- bens durch Doct. Jo. Cocleum 1529. Unter dem Titel die Figur dcis „septicipis Lutheri". Geben zu Dreszden den 1 Tag Aprilis 1521)." Auch unter folgendem Titel: „Sieben köpfte M. L. von sieben sachen des christlichen glaubens durch Doct. Jo. Cocleum 1520. Unter dem litel ebenfalls die Figur des ..septicipis Lutheri". (iedrugkt zu Dreszden durch Wolrtgang Stöckel 1520 am XXI tag May jm 1520 jare." P.eide P.ücher sind in Wolfenbüttel vorhanden.

N 350 Nach der Ansicht des Hrn. Prof. Köstlin erwartete Luther den Unt«Tgang des röm. deutschen Kaisertums mehr im Zusammenhange mit seinen eschat7)logischen Erwartungen und Berechnungen. Vgl. K(»stlin II, 500, Theol. Stud. und Kritiken ls7b p. 125. Cordatus n. 540, 551.

IV. Vom 2. Bog:cii der 2. Lieferung" an konnte der Herausgeber auch die vonHindseil aus der Halliselien Handschrift von i:)i)0(?) heraus^^e- irebenen c(.ll(M|uia lat (III vol.l8(>:i. 180G), die ihm von der (nittinger P.ildiotlieksverwaltung- iiütii;'st zur Vertuirun.^- i;estellt sind, mit zur \'iM-g:leieliung: lioranzielien. Die wielitig-eren Stücke, welche Cordatus P>o«cen 1— (3'^uiid IJindseil colloq. (\\nt diesen stimmen die Keben- stoekschen meistens Uberein) «;emeinsam haben, sind folgende:

Cord. n. 45 u. Binds. III, 24.1. C. n. r,5 ii. B. IlL 50. |;. "• ^'f^,"' n' "'mw C. n. 14S -1.50 u. B. ll,03ft-. C. n. 170 u. B. 11, 25. C. n. 181 u. B. III, 131 C. n 102 u. B. IL 107. C. n. lOs u. B. IL 343. C. n. 240-242 ii. B. I 24o. C. n. 243 u. B. 111, 13^ C. n. 240 u. P.. HL 107. C. n. 250 u. B. I, 101 (bis intriiserunt). C.n. 201,205 u. B.I,20. (.11.271.271- ii. P>. IL 300. C. n. 270. 277 u. !'>• /; Vir' ? .' C n •>v> u B IL 111. U. n. 2^3. 2sl u. P.. IL 302. C. n. 2^5, 2S0 u. B. III, 110. c;n.'2s7"u.P.. il,337. C.n.üMi u. B. 1I,34:<. C. n. 205 u. B.I,2. C. n. 20S u h II 4 1,374. C. n. 33S u. B. 111. 100. C. n.330 u. P.. II, ^S (nur die ersten Zeilen . C n. 340 u. P». 1. 35 (mit Ausnalime des letzten Satzes). C. n. 344 u b. 111. nL C! n. 345 n. B. 1, 157. C. n. 310 u. B. 1. 140. C. n. 347, 3ls u Kl, FL 148 C n 34M 350 u B IL 330. C. n. :<52 u. B. 1. 200. C.n. 301 u. B. 111,220. C. n. 302 u;B.in;22.».22l C:n.37s u. B. 11,200. C. n. 370 u. B. II, 201, 202. C. n^ 381 u. P. I :;0-> C n 3s2 u. P.. 1,303. C. n. 3s7 u. B. HL loo. C. u. 300 u. B. 1,2dL C.' n. 404' u. B. 1.434, 234. ('.n.4I2 u. B. 11, l^L C.n.410 u. B. 1,185, ISO In den meisten Fällen weichen die colloq. lat. ed. Bindseil von Cor- datus mehr oder minder inhaltlich sowohl wie tormell ab.

V. In der zweiten Lieferung wolle man folgende Druekfehler

corrigieren :

N 350 Note Z. 2 lies „Bindseil colhxi. 1,230". N. 300 Z. 2 fornicatione. N. 30O Note Z.5 ..Bindseil l, 24o-. N. 300 Z. 8 Aegyp t lorum.

N. 382 Z. 0 (juas si transgrederetur. N. 414 Z.3 Icuoneiu.

N. 420 Z. 2 figmentum.

IV

VI. Nachträge zur zweiten Lieferung.

N 'iöl Note 1 Vielleicht lässt sich die handschriftl. Lesart e des halten, wenn kus dem Vorij^en cogitationes als Snbi. suppliert und tentati als ben. Sing aufgetasst wird = „dann weigern sieh die Gedanken das Haus des Angefoch- tenen zu verlassen oder zu verachten" i^. . . . .^ . -v \

N. :iG7 Note 7. Die handschriftl. Lesart probentur, in <.uo (statt in quibus) würde selbst tür das damalige Latein wohl eine zu grosse ^'^7 ^^It'^'^V»^.";^;";,^^' wird daher besser zu lesen sein probetur, wenn man nicht die Aenderung in

(luibu^ vorzieht^. ^^^^ ^^^ handschriftl. cedit ist eher cedet zu erwarten, was

Binds. ^onoci. ljj^^;;;f;;;^,|!^-pj,,. ,,,,,, ,, aen Worten „Wen die laus im grind

steckt", will ich anderen zur Entscheidung überlassen. .

\ 41») Wie in jener Zeit üblich, so schreibt auch Cordatus (z.B. p 2i4,.i22) idolatria fiir idololatria. Es ist daher vielleicht auch absichtlich >^/>;;;;tra tur idololatra geschrieben, wie p. 32S und au anderen Stellen, wiewohl Du Cange II 10 keine Belegstelle datÜr anführt. ,. .. .. i a\

N.4S1Z. 4 Es ist zu lesen quasi diceret. Das Coinpendium {i\. d.) kommt' auch sonst vor. Vgl. Cord. p. 218, 411. v ,*;.„. ;tf..n.'n

\ 50S Hierzu kann ich folgende merkwürdige Notiz mitte Un, die ich in einer Predigtsammlung finde: Er (Matthias) erlitt ^!;^» Jj»'^,,'';"";; Jl^^^ zu iherusalem. Sin horlich gebeine uam helena vnd vurtis ^^^ j/ , ^^ ^^7^^,^^ tinopolim; von danuen miam er zu triere .... vnd \!^.f ^„^^'^ ^^"/^/^'^^^^^

quame, das wizze got selben". Deutsche Predigten des \ III und \l\ . Jahrh. herausgegeben von Herm. Leyser, Quedlinburg und Leipzig Ib.ib.

. •_ ... » »

VORWORT.

I. Tebor die ('alvörsclio Kirclioiibililiothek in Zellorfeld und die in derselben aufgefundene Handschrift.

Der Begründer der Zeller fehl er Kirchenbibliothek ist Casi)ar Calvör, eine für seine Zeit und für den Oberliarz wichtige Persönlich- keit >), der von Henning Calvör, dem Verfasser des bekannten noch beute geschätzten l)ergwissenscbaftlicben Werkes: „acta bist, cbronol. mecbanica circa nietallurgiani in Hercynia superiore oder bist, cbronol. Nachriebt und praktische Beschreibung des Maschinenwesens im Oberbarze 1763. 2 v. foL", und von dessen Sobnc Caspar Calvör'-^) zu unterscheiden ist. Er wurde geboren am G. Nov. lGr)0 zu Hilde sbcim.3) Sein Vater, Joachim Calvör, der aus Glindenberg im Magdeburgiscben stammte, ist 1693 als Pastor an der St. Andreaskirebe in Braunscbweig gestorben. Caspar Calvör besuchte zuerst die Schule in Hildesheim, wo sein Vater damals Rektor war, darauf die Katbariuenscbule zu Braunscbweig. 1668 bezieht er die Universität Jena und den -">. Juli 1672 die Juliana in Helmstädt. Hier borte er Friedrieb Ulrich Calixt, den Sobn des berübmten Georg Calixt, ferner den Orientalisten Job. Sauber, den Pbilologen Cbristian Seb rader und den bekannten Polybistor Hermann Conring. In Helmstädt legte er den Orund zu seiner staunenswerten über viele

1) Näheres über Calvör, sein Leben, seine Schritten, sowie über die von ihm gegründete und später der Zellerfelder Kirche vermachte Bibliothek in der Zeitschr. d. Harzvereius f. (Jesch. lSb4. XVII. S. 51 Ü'.

2) Ueber die verschiedenen den Namen Calvör tragenden Persönlichkeiten vgl. Festschrift zum Lutherjubiläum. Clausthal 1SS3. S. 1. Note 1.

3) Ausser den Festschrift z. Lutherjub. S. 1 angege])cnen C,Miellen sind noch benutzt worden das Testament ('alvörs, welches in Zellerfeld in mehreren Abschriften vorhanden ist, sowie n. 2S des C'hristl. Sonntagsblattes v. 1S45, herausgegcl»en v.Woltmann und Lührs.

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? i'^v.W^ijn ich zucrt^t die Frage beautvvorten soll, wie die erwäliute Haiadsehriff iüMic Calvoeriana irekoinnieü ist, so kann darüber mir eine Vermutung ausgesproehen werden. Da jedoch Calvocr in Uelni- städt unter der Leitung des Tlieok^gen Friedrich Ulrich Calixt, dessen Lieblingsschiiler er gewesen sein soll, studierte, da es ferner nicht unbekannt ist, dass Friedrich Ulrich Calixt und Calvoer in langjährigen nahen Beziehungen zu einander gestanden haben, da sich endlich viele Schriften und Briefe beider Calixte in der Calvoeriana befinden, so ist es wohl nicht unwahrscheinlich, dass die Handschrift aus llelmstädt stammt. Hierhin mag sie der ältere Calixt gebracht haben, der auf seinen beiden grossen Reisen, die er 1009 und lülo machte, wertvolle literarische Erwerbungen, wie es heisst, machte. Von seinem Sohne Friedrich Ulrich Calixt wird sie in den Besitz Calvoers

gelangt sein.

Das Manuscript, ein stattlicher Quart])and, ist sehr gut erhalten. Ehemals befanden sich Messingschli^sser daran, deren Beste noch heute sichtbar sind. Der Einband (Holzdeckel mit aufgeklebtem, gepresstem Pergament) ist unversehrt und trägt noch jetzt die Spuren einstiger Pracht und Schimheit. Die 0])erllächen der beiden Deckel zeigen in der Mitte ein Rechteck, dessen Felder, so weit dies noch zu erkennen ist, in der bekannten Weise der damaligen Zeit, allegorische und mythologische Darstellungen, Personifikationen von Tugenden IV. ent- halten, während die Aussenseiten desselben von Medaillons umgeben sind, welche die typischen historischen, noch deutlich kenntlichen und mit Namensunterschrift versehenen Portraits von Männern einschliessen, die wie Luther, I\Ielanthon, Erasmus, Friedrich der Weise tV. in der Geschichte der Reformation eine hervorragende Rolle gespielt haben.

angehörige Hand ist darin vertreten. Diese hat z. B. auf einigen ursprünglich leer gelassenen Blättern zumeist mit wenig Glück eine Abschrift von einzelnen Teilen des handschriftlichen Textes angefertigt. Auch sonst erscheint sie m einigen Bemerkuugen, von welchen mehrere nicht richtig sind. Ferner war mir bereits vom Herrn Geh. Justizrat Dr. Meyer, dem jetzigen Priisideutjj^n des Landesc.onsistoriums in Hannover, der die Handschrift schon als junger Mann in seiner Heimat Zellerfeld gekannt hat, die Mitteilung gemacht worden, dass auch früher bereits ein Versuch gemacht sei das Manuscript zu bearbeiten. Dies ist vor 15 Jahren geschehen, und zwar von Seiten des Herrn Superintendenten Grosse in Zellerfeld, jetzt in Markoldendorf. Dieser hat, wie er mir in- zwischen brietlich mitzuteilen die Güte hatte, nach vorausgegangener Begutachtung des Manuscripts durch den Prof. Muther in Rostock in einer an das konigl. Consistorium zu Hannover gerichteten 18 Seiten umfassenden Dissertation, die jedoch damals eingetretener Umstände wegen ihren Bestimmungsort nicht erreicht hat, sich über den Wert und den Inhalt der Hdschr. verbreitet. Dabei ist es denn allerdings auch geblieben, so dass von einer früheren an die Oeffentlichkeit gelangten Bearbeitung des Manuscriptes nicht die Rede sein kann.

Auf der Vorderseite des oberen Deckels ist inzwischen nach Entfernung des Schmutzes oben und unten am Saume des vorhin erwähnten Rechtecks eine wichtige in das Perga- ment hineingepresste Inschrift zu Tage getreten. Oben ist noch Folgendes lesbar: C--D--US, während unten 1537 steht.

Auf der Innenseite des oberen Deckels stand der Name eines ehemaligen Besitzers. Ein späterer Besitzer vielleicht war es Calvoer selbst hat diesen dermassen durch Kreuz und Querstriche getilgt, dass nur noch Einzelnes zu erkennen ist. Mit Mühe entzitfert man

noch: 1604 Anno 1GG4. Joh. Otto von B . Auf dem

inneren Rande des Buches steht endlich kaum noch lesbar: Apophteg- mata Lutheri.

Was nun das Innere des Manuscripts betrifft, so enthält dasselbe 730 Seiten auf vortrefflichem dauerhaftem Papier. Je 8 Blätter bilden einen Quaternio und sind als solcher von der Hand des Schreibers unten am Rande mit den fortlaufenden Buchstaben des Alphabets be- zeichnet, S. 273 wieder mit A a von vorn beginnend. Die ersten 74 Seiten (Quaternio A F) sind oben nicht i)aginiert. Dies beginnt erst mit dem llau])tinhalte der Handschrift, und zwar von späterer, aber alter Hand bis S. 329 ausgeführt, von viel Jüngerer von S. 329 (353. Der Inhalt stellt sich von Quat. G. S. 1 ff. in grösseren und kleineren Absätzen dar, die fast immer ein in sich abgeschlossenes Ganze bilden. Auf S. 1 des Quat. A. hat ein alter Besitzer folgende Inhaltsangabe gemacht: Apophtegmata Syncerissimi Theologi et apostoli Jesu Christi et Ultimi praeconis EuangeliJ de Christo, Doc- tissimi doctoris Martini Lutheri Reverendissimi patris nostri. Darauf folgt ein „Herz" (oder ein Blatt), und darunter stehen die Worte: Andreas Reine est verus dominus huius libri. S. 2 16 des Quaternio A sind unbeschrieben, S. 13 und 14 herausgeschnitten. Nur ein schmaler Streifen ist noch davon vorhanden. Von Quat. B ist S. 1 3 beschrie])en, während S. 4 leer ist und S. 5 IG fehlen. Quat. C ist dagegen auf S. 1 8 beschrieben, während S. G 16 nicht mehr vor- banden sind. Quat. D bietet S. 1 9 handschriftlichen Text, S. 10 16 wurden dagegen ursprünglich leer gelassen. Quat. E enthält 16 Seiten Text, Quat. F. aber nur auf S. 1 3, während S. 4 16 un])eschrieben sind. Mit Quat. (r (oben als S. 1 ])aginiert), beginnen dann die Apophthegmata Lutheri bis Quat. a (nach Quat. Zz), von S. 1 653. In der Mitte des Manuscr. ist S. 373 leer, ebenso S. 14 1() des letzten Quat. (Die drei letzten Seiten von S. 653 an).

Die Schrift des Schreibers, eine gewandte, im ganzen zierliche Gelehrtenhand, die sich recht wohl mit der lateinischen, dagegen sehr

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wenig mit der grieeliiselieii Spniehe vertraut zeigt, ist besonders in der zweiten Hälfte des Manuserivts schwer zu lesen. An sieh gut und gleiehmässig erschwert sie d(»eh durch zahlreiche, oft ungewidudiche Abkürzungen, auch durch llngleichmässigkeit und Undeutlichkeit, die schnelles Schreiben hervorruft, auch ftir (leUbtere das Lesen nicht selten in hohem Grade. Der Text ist lateinisch, jedoch nnt vielem eingestreuten Deutsch. Fehler finden sich zahlreich, besonders m der ersten Hälfte des Manuscripts (vgl. z. B. S. 240-250). Meistens sind es jedoch Nachlässigkeiten und Flüchtigkeiten von Seiten des Schrei- bers, der augenscheinlich sehr schnell schrieb. Schwerere Verderbnisse des Textes sind seltener. Solche linden sich z. H. n. 26 (vgl. Nach- träge II), n. 110, 169, 2<X\, 298, 328, 333, 406, 513, 538, 830 (vgl. Nach- träge II) dieses Tagebuches. Nicht selten fehlen auch einzelne ^\(»rter, die" der Schreiber am Ende der Zeile ausliess, grössere Auslassungen kommen dagegen wenig oder gar nicht vor. Von S. 1-656 zeigt das Papier als Fabrikzeichen ein Rad mit drei Speichen und einem

darauf errichteten Kreuze.

Was endlich die Orthographie und Interpunktion betrilU, so ist beides willkürlich. Bald heisst es z. B. Hieroninius, bald Jeronimus, bald Satan, bald Satlian tf. So finden sich ferner die Formen \Vittemberg,Wittenwerck,Witemberga,\Vitenbergan.,

auch Wormbs, Worms, Wormatia tV., Augsburg, Auspurg, Aus- purck, Auspurk, Augspurga, Augusta tV., Aegiptus, Ae-iptcn, Egiptus ff. Nicht selten ist die Orthographie aber auch cuuseciucnt. So schreibt der Schreiber stets caussa, Absolon, Chrisostomus ff., auch fast immer AntiChristus. Eine weitere Eigentündichkeit ist es, wenn in sehr zahlreichen Fällen Appellativa und andere Wörter ohne allen ersichtlichen Grund nutten im Texte nnt grossen Anfangs- buchstaben geschrieben werden. Nicht minder willküriich ist auch die Interpunktion. Oft genug ist sie falsch oder führt irre. Nur dann zeigt sich Conse(iuenz, dass da, wo wir eine stärkere InterT)unktion ei-wai-ten, meistens nur ein Komma gesetzt, und dann mit einem grossen Anfangsbuchstaben fortgefahren wird.

Ich komme nun zu dem eigentlichen Inhalte der Handschrift. Dieser ist nun ein äusserst wertvoller und zwar folgender:

1) Eine praefatio Dr. Martin Luthers. 1537. Original- Manuscript Luthers. Quaternii» B. S. 1—3.

2) Eine deutsche Vorrede Dr. Martin Luthers, gerichtet an Nicolaus v. Arasdorf, die Stassfurter Historie betreffend. 1535. Original-Manuscript Luthers. Quat. C. S. 1— 8.

3) Eine kleinere ungedruckte Abhandlung Dr. Phil. Me- lanthons. Original-Manuscript Melanthons. Quat. D. S. 1—9.

4) Eine grössere ungedruckte Abhandlung Dr. Philipp Melanthons, welche den Titel führt: Quomodo concionator novitius concionem suain informare debeat. Geschrieben von der Hand des Schreibers der folgenden Num. Quat E. Quat. F.

S. 1 3.

5) Apophthegmata Lutheri. Umfangreiche bis jetzt nicht bekannte Aufzeichnungen über Dr. Mart. Luther. Nach der Subscriptio S. 653 abgeschlossen 1537. Quat. G Zz, a

S. 1—653.0

IL Dr. Coiirail Cordatus und sein Veiiiältiiis zu Dr. Martin Luther.

Die Apophthegmata Lutheri sind der umfangreichste und wertvollste Teil der Handschrift. Es fragt sicli nun zuerst: Wer ist der Sammler und wer hat diese umfangreichen Aufzeich- nungen über Lutlier gemacht? Wo sind sie gemacht? In welcher Weise zu Papier gebracht, und endlich: In welche Zeit fallen dieselben?

Der Sammler und Aufzeichner ist Dr. Conrad Cordatus, 2) ein aus der Geschichte der Reformation uns wohlbekannter Mann. Dies geht ganz unzweifelhaft aus n. 56 und 133 dieses Tagebuches hervor. Er hat Luthers Worte selbst aufgezeichnet und nicht erst von andern gesammelt. =») Sodann giebt u. 133'' darüber sehr interessanten Auf- schluss, wo und in welcher Weise diese Aufzeichnungen gemaclit sind. Da hören wir Folgendes aus dem Munde des Sammlers selbst: ^Ego quidem semper intelligebam. audax facinus esse, quoties vel stabam ante mensam vel sederem conviva, et (ut) scri- berem omnia. quae audiebam, at pudorem vincebat utilitas,

1) Xumiuer 1—4 sind von mir im .1. IbS:« heniusgeji^cben. Das Nähere liieriiber Festschrift z. Luth. Jub. S. i:i-2(J. Ueber n. 1 hat eine alte Hand Fol^^endes mit roter Tinte geschrieben: Anno Christi 15:{7 mense Marcio. Manns synce- rissimi Theologi et apostoli Christi Jesn (ut ego sentio), iiltimi prae- conisKuangelii de Christo, doctissimi doctoris M. Lutheri Re vercn- dissimi patris'nostri. Eine andere etwas jünj^ere Hand hat bei n. 2 oben an den Kand jreschrieben : ,l)r. Lutheri eigene Hand." n. :i trägt endlich folgende alte Inschrift: Manns praeceptoris nostri Philippi Melanthonis. Ihese Hand scheint mit der des Andreas Keine, der Quart. A. S 1. die erwähnte Inhaltsangabe f^emacht hat, identiscli zu sein.

2) \^\. auch die vorhin erwähnte Inschrift auf dem oberen llandschriftcn- deckel, die nichts anders heissen soll als: COHDATrS. 15:n.

,3) n. 5H „Ad nie, cum Vitember^'ae ajrerem propter Verbum, (juoties dixit: Cordate, Si vos pecuniam ncm habetis etc., n. \'X\. ..Tandem dabam ei illas (sc.

tabellas, quibus solebam audita inscribere), «luibus iuscribcbat:

Omnia non prodest Cordate inscribere chartis etc."

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Doctor autem nunquaiii nc verbo quidem sij;uifieavit, ei hoc factum meum displicere, Imo viam alijs feei, quod idem jiudereut, Maxime M. Vitus TheodoricuH et Joannes Tiirbi- cida, quorum micas (ut spero) illis meis coniuuxero, omnis multitudo piorum gratis mihi erit.'*

Hieraus geht mit Sicherheit Folgendes hervor: „Cordatus hat seine Aufzeichnungen in Luthers Hause und an Luthers Tische gemacht. Er that dies zuerst. Andere haben ihm dann nachgeahmt. Unter diesen macht er Veit Dietrich uudJoh. Tur- bicida namhaft. Er hofft die pietätvoll gemachten Aufzeichnungen dieser beiden Männer mit den seiuigen vereinigt zu liaben.

Auch darüber lässt uns Cordatus an derselben Stelle nicht in Ungewissheit, in welcher Weise es ihm gelang seine umfangreichen Aufzeichnungen zu Papier zu bringen. Er liat alles, was er hi'^rte, mochte er als Gast am Tische sitzen oder nicht, sogleich nieder- geschrieben (ut scriberem omnia, quae audiebam quoties vel stabam ante mensam vel sederem conviva), und zwar, wie es n. 13S' weiter heisst, animo simplici ac caudido d. h. treuen und reinen Herzens, mit Treue und heiligem Ernste. Sodann erfahren wir aus n. 133, dass er dazu, wie es scheint, nicht etwa einzelne Zettel oder Blätter, son- dern tabu las suas benutzte, womit wohl ein Taschen- oder Notiz- buch gemeint ist. Er berichtet nämlich bei Gelegenheit eines interes- santen Vorfalles mit Melanthon: Sc ripser am in tabulasmeas»)

1) Die Ausdrücke t a b u 1 a e und hernach t a b e U a e , die auch mit T a g e b u c h übersetzt werden können, sind der Gnind gewesen, weshalb diesem Buche der Titel Tagebuch über Dr. Martin Luther" gegeben worden ist. Denn allerdings können Cordatus Aufzeichnungen ein Tagebuch in dem Sinne genannt werden, als er längere Zeit täglich Aufzeichnungen in Luthers Hause machte, wenn er auch den einzelnen Abschnitten das betretende Datum nicht vorgesetzt hat. Mit grösserem Rechte hiitte jedoch der Titel lauten müssen: Dr. Conrad Cor- datus Aufzeichnungen über Dr. Martin Luther, oder Dr. Mart. Tisch- reden bis zum Jahre IS.iT nach den Autzeichnungen des Dr. Conrad

Nach einer Mitteilung des Herrn Prof. Kawerau betindet sich in der Königl. Bibliothek zu Berlin ebentalls handschriftlich noch eine andere Tischreden- sammlung des Cordatus, die zuerst als eine Abschrift der Zellertelder Hand- schrift bezeichnet wurde. Nach den Proben jedoch, die ich der (Uite des mzwischen verstorbenen Oberbibliothekars Geh. Kat. Dr. Lepsius verdanke, ist diese von einem gewissen uns unbekannten Sebastian Redlich, der sich Bernoensis (BernensisV) nennt, löbO und 15(17 geschriebene llandschritt (Manuscript. lat. Quart 97) keinesweges eine Kopie der Zellertelder. Sie enthält auch nur zum kleineren Teil colloquia Lutheri, die möglicher Weise als ein Excerpt aus der Zellerfelder Handschrift anzusehen sind, aber bereits vielfache Abweichungen auch im lat. Texte bieten , während das eingestreute Deutsch schon viel jüngere Formen zeigt. Vgl. z. B. n. 7()(i und fol. 33 der Berl. Handschr., n. bOO und fol. 10*.

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haec verba, Luther ad Philiijpum : Tu Ketor es scribeudo non dicendo. Placebat enim mihi candor tum loquentis tum etiam audicntis, qui volebat persuadere Lutherum, ne rursus responderet libeUo edito ])er pastorem in Coln, (luem Luther vocat Meuchler von Trasen. tSed quae scripseram Philippo non placebant, Ideo petitis et repetitis saei)e a nie tabellis, quibus solebam audita in- scribere, tandem dabam ei illas, quibus ipse parum lectis hoc disticon inscribebat:

Omnia non prodest Cordate inscribere chartis, Sed quaedam tacitum dissimulare decet.

Cordatus hat also das GehiJrte jedesmal in ein Taschen- oder Notizbuch geschrieben. Dies geht aus seinen eigenen Worten mit Sicherheit hervor.

In welche Zeit fallen nun die Aufzeichnungen des Cor- datus V Auch hierüber ist sicherer Aufschluss zu erlangen. Wohl ist den einzelnen Abschnitten wie in dem Tagebuche des Antonius Lauterbach kein Datum beigefügt. Gleichwohl lässt sich aus dem Inlialte zahlreicher Gespräche ein Schluss auf die Zeit machen, in welcher Luthers Worte ges])rochen sind. Auf den ersten Blick sieht man, dass eine grosse Menge der aufgezeichneten colloquia in die Jahre 1531 1533 fällt. Suchen wir nach einem terminus a quo, so geht z.B. aus n. 56 mit Sicherheit hervor, dass Luthers Worte l)ereits 1524 oder 1525 an Cordatus gerichtet wurden. Eine frühere Zeit ist nicht vertreten. Einen bestimmten terminus ad (luem giebt aber die Subscriptio der Handschrift S. (353. Sie lautet nämlich: De hoc fine hab Gott lob vnd danck, den ich iiab mich Ja schier die helfft zu todt geschrieben vnd doch nicht wollen nachlassen. Dens mens restituet mihi latus dextrum, quod stupore tactum est, quum immodice scribebam 1537.

Folgendes Nähere über diese Berl. Hdschr. dürfte von Interesse sein: Sie enthält 309 Blätter. Die Apophthcgmata Lutheri beginnen fol. 3 mit den Worten: „Modus concionandi. Conrad Cordatus ad Dr. Marti- nuni Lutherum. Ke verendissime Domine pater, Lheret mich Ein kurtze weise zu predigen" und endigen fol. Ui'A, wo es heisst: „Fiuis colIo(iuiorum familiarium D. Lutheri. Reverendus in Christo pater

D. M. Luther decessit in invocationis (?) nominis divini

Sepultus Vuitebergae in templo arcis 22. Fehr Cuius funeri

interfuerunt multi Ke verendissimi Doctores. Dann folgen von fol. 13:i bis fol. an«.» Briefe und kleinere Schriften Luthers und andere Sammlungen und Notizen, sämtlich geschrieben von der Hand desselben Sebastian Redlich. Das ganze Manuscript ist absatzweise geschrieben. Die einzelnen Abschnitte haben bereits Ueberschriften wie bei Lauterbach und in den späteren lat. und deutscheu Tischreden.

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Dco Gloria. Fini». Dunintor ein Her/, (oder ein Hlatt) and eine Traube.') Dazn kommt noch die vorl.iu bereits «"vh .nte lu- 8finift auf dem oberen Deekel der llaudselirift. w,. ebentall» lo37 als chronolu{:i'<«l'e Hestimniung angegeben ist.

Mit Sicberlieit ist bieraus zu folgern, dass die Aufzeiebnungcn des Cordatus niebt Über das Jahr 1537 binansgeben. und dass d,e Zusamn.enstellung derselben in der uns vorliegenden llandsebritt in demselben Jahre 1537 erfolgt ist. Let/ieres wird aueh anderweitig - bestätigt. Am ^^cblusse einer Reihe von ein/.elnen Absätzen buden sieb nämlich Zusätze in der llundsebrift, die mit Ausnahme der Mibseripti.» von Cordatus herrllhreu (siehe das Nähere weiter unten), und zu den voraufgewendeu Worten Luthers gen.aeht werden. Hier kommen be- sonders n. 174 und 371 in Betraebt. Während es n. 3-1 heisst: baee nrophetia verifieata est anno 1537 ete., wird n. 174 dasselbe Jahr mehrere Male mit den Worten: .Tnream. .,«i boe anno Austriam rursus iiopulatur', feiner -porro falsos fratres nunciuan. ante tortiores habcmns quam anno (= hoc anno)' und .Sed «tiam b.e üeus crit adiutor noster. Amen. 1537" bezeiebnet. Ua beide Zusätze weder ein früheres noeh ein späteres Jahr angeben, so könueu sie nur gleiehzeitig mit der Zusammenstellung der Aufzeichnungen Hber-

hauiit gemacht sein, also 1537.

Es würde sieb nun fragen, ob die uns vorliegende Hand- schrift Original-Manuscript des Cordatus ist oder niebt. In der Festschrift zum Luther Jubiläum S. 3 war ausgesprochen dass das Alter, sowie die ganze Beschaffenheit des Maiiuscnpts die hchnft, das Papier mit seinem Fabrikzciciien. die in den C-mpcndien zur An- wendung kommende ratio, der Wortlaut der Subs.-riptio, der Zusammen- hang (siehe unten), in welchem namentlich das ( »ngu.al-Manuscnpt der erwähnten lateinischen praefatio Luthers zn den Autzeichnungeu des Cordatus steht, endlich der Umstand, dass si_eh ^'f ««; ';«;''" öfters im Gegensatz zu Luther z. 15. n. 33. 55, 56. 57, /4. -5, 11 , HC. 133 133" 161 162 ff. in der eisten Person nennt, die Annalimc zu- lasse, dass das Original des Cordatus selbst vorliege. Von dies^cr Ansicht, die jedoch auch damals nicht ganz zweifellos fui mich war (vergl. Festschrift S. 3). bin ich inzwischen zurück- gekommen, und zwar nach längerer genauer Vergleichung der von

1) Eine noch wunderlkO.ere Untcrscl.rilf fin.lot sich unter einer Sanmihmf; von Biettitr. des Cordntus, die In einer Abschrift ..Wollen .....o,"-.». AHKust fol. «2r, aufbewahrt wird, aus weleher Bretsehno.der in. Cor .. Kot. 111, .... ff. fein enigcs mitgeteilt hat. .'^ie hu.tet: o.unia ^"--""■.-"*7 .;■;;;•; ^ et descripta per Conradum (Jordatu.n vice co.n.tem palat.num anno 1537. Kolde Analeeta Lutherana. S. 2B4.

der K.'inigl. Bibliotheksverwaltung zu Berlin au mich gesandten Facsi- milcs welche den Anfang und den Schluss der beiden Originalbriefe des C(.rdat.is ') enthalten , die er 1543 an den Kurbrandenbnrgiscbeu Kanzler We i n 1 a u b geschrieben bat. U i e i n d i e s e n b e i d c u B r i e f e u erscheinende Handschrift ist bei aller Aehnlichkeit nicht identisch mit derjenigen in dem Zellerfelder Manuscript. Ks ist vielmehr anzunehmen, dass Cordatus im Jahre 1537, wohl vor seiner llebersiedelung nach Eisleben, seine Anfzeiehnnngeu zusammen-^ stellte. Er ordnete den Inhalt seiner Taschen- oder Notizbücher, fügte iiie und da eine Bemerkung hinzu und Hess dann das Ganze von kundi^^er Hand abschreiiieu, und zwar in so beschleunigtem Tempo, dass der Schreiber sieh .sebier die helffte zu todt schrieb' und Gott bittet ,ihm seine rechte Seite wieder zu kurieren, da sie vom übermässigen Schreiben ganz gelähmt sei'. Dann sorgte er flir eine würdige Ausstattung der angefertigten Abschrift. Ein l'racbtband war es. in den er sie hüllte. Cordatus 1537 j.rangte auf demselben. Zugleich Hess er die ihm zum (jeschenk gemachten ( Iriginale, die lat. praef. und die deutsche Vorrede Luthers, die kleinere Abhandlung Mclanthons. die grössere Abhandlung desselben in Ab- schrift mit hineinbinden, Stücke, die zum Teil mehr oder weniger mit seinen Aufzeichnungen in Veri.indung stehen. Das so vollendete (ianze wurde dann als tbeures Andenken aufbewahrt.

Cordatus Lebensschieksale sind im allgemeinen bekaunt.^) Das Wichtigste möge hier jedoch mitgeteilt sein. Dr. Conrad C.rdatus wurde 147C. zu Weissenkirchen in Oestcrreieh von bäuerlichen der Sekte der Hussiten angehörigen Eltern geboren. Er studierte Tbeo- lo.'ie in Wien zwischen 1501 und 1508. Hier war besonders C..nrad Celtis sein Lehrer.') Bald darauf begab er sich nach Fcrrara, wo er Thomas von A(iuino und Gerson «eissig studierte und anch pro-

I) Man.iscript. Boruss. fol. 221. «. 127. 12'.l.

■>\ Das bisher über ihn Hekani.te findet sich am besten /.UBammengestclIt bei

1 udwiK Götze im XIV. .lal.resb. d. Altmiirk. Vereins f.desch. u. Altert.imskunde

S 57 fl-.S.al7.wedel 18.11. A..dere Quelle., sind: Cordatus deutsche 1 ost.lle,

d'h seine von Mclanthou ir..-,4 mit einer Vorrede herausgegebenen h.nl.rlassencn

'; di; "., ..ie er eü.st ... Nien.egU i... ... LVU (vgl. Kestsc^.rift S. :U1 Note ., gehalten

hat ferner Kolde Analecta L,.therana Gotha Iss:., der a.,s der WoUo..b,.t ler lia;.hr 11 1... A..g. fol. .uehrere Hriefe des (U.rdatus veröftentlicht h.at. Ma..ches Neue ist a.'.ch in diesem Tagebuche über Dr. Marti.. Luther cthalteu.

•n Vnd ist .lieser C'o..rad..s (■onlat..s h. Oesterreich geboren vnd ha ...n sei,.er i ,gent i.. der löblichen V..l..ersität /.,. Wien st.,.licr., die zeyt, da der hoch- .elcrf v..d berl......bt ».an Conrad..« Celtis ein L.-g..n. .h. gew.^sen .st von welchen.

er Ih-h in .,an.i.,ischer sprach etwas gebcss... hat." .Mehu.tho,, XonM. z.. Cordat..s rostille.

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movierte.O Dann finden wir ihn in Rom, vielleicht 1508-1509. Hier hörte er nach n. 250 seines Tagebuches eine aufrührerische Predigt des Augustinermönches Egidius, der die Römer gegen Julius IL aufhetzte und sie aufforderte die Engelsburg zu stürmen. Hier sah er auch, wie er n. 1536 zu berichten weiss, dass derselbe Tapst alle Fenster und Thüren, an denen das Wappen seines Vorgängers Alexander VI. an- gebracht war, hatte herausreissen lassen. 1510 wird er in Ofen an- gestellt. Hier bekleidete er ein einträgliches Amt, dessen bare Ein- künfte er selbst auf 200 Gulden angiel^t."^) Als er sich aber nach 1517 der reformatorischen Bewegung anschloss, wurde er abgesetzt, ein- gezogen und lange Zeit gefangen gehalten, schliesslich jedoch wieder

entlassen.

Flüchtig und mittellos =0 kam er 1524 nach Wittenberg, um evangelische Theologie zu studieren. Hier schloss er sich besonders an Luther an, dessen energische Natur ihm sympathisch war. 1525 wagte es Cordatus wieder in seine Heimat zurückzukehren. Kaum aber hatte er begonnen als Prediger des Evangeliums aufzutreten, so wurde er wiederum ins Geflingnis geworfen und sein Vermögen cou- tisciert.^) In einem finsteren Turme, wo Dunkelheit und Schlangen ihn ängstigten und (luälten^), sah er dem Tode ins Angesicht. Ehe sein Process aber beendet war, verhalf ihm sein mitleidiger Wächter nach einer Gefangenschaft von 38 Wochen zur Freiheit«)

Am 1. Juli 1526 ist er dann wieder in Wittenberg. Sehr bald triflt ihn hier der Ruf des Herzogs Friedrich II. von Liegnitz und Brieg der Lehrer sucht für seine neu gegründete Akademie. Cordatus geht nach Liegnitz. Die Akademie kommt aber nicht dauernd zu Stande. Die eben angestellten Lehrer gehen bald nach allen Seiten hin auseinander. Auch Cordatus verlässt Schlesien bereits im April 152/. Zum zweiten Male wagt er es jetzt in seine Heimat zurückzukehren - und diesmal ohne Furcht und mit Hoffnung im Herzen. Hatte ihm doch die Königin Maria selbst, die vSchwester Carls V. und Fe r-

1) „Ist auch in derselbigeii Vniuersität Doctor geworden". Mclanthon Vor- rede zu Cord. Post. , ,

*>) 200 Vngarischen Gulden, essen, trinken, wie ein grosser Herr vnd dazu ein histige Behaussung, hab ich in Hungern gehabt zu Offen vnd grössere Lhr, denn mir wol anstände zu sagen." Cordatus Post. I, :i(M. \gl. auch Post. H, .t:. >.

3) Vgl. n. 50 des Tagebuchs.

4) „Vnd hat jhm Vierhundert Hungerisch guklen genommen. Melanthon

Vorrede. w i i tr ^ m..

5) .,Vnd als jhm die Schlangen im Tum vil angst gemacht haben tf. Mc- lanthon Vorrede. , ,. ,, », ^i

(}) Emach hat jhm Gott durch diesen Wecliter ausgeholfen.' Melanthon Vorrede. "„Vnd wie die Vngarn .is Wochen mich gefangen hielten. IN.stillc II, M.\.

\

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dinands von Oester reich, die nach dem in der Schlacht bei Mo- bäcz 1520 erfolgten Tode ihres Gemahls, des Königs Ludwig IL, sich dem Evangelium zuzuwenden schien, Aussicht auf Anstellung in Ungarn eröffnet. Diese zerschlug sich indes. Daher finden wir Cordatus 1528 schon wieder in Witttenberg. Hier verweilte er jetzt, von Luther l)esonders eingeladen, längere Zeit. 1529 erhielt er durch dessen Ver- mittlung die Stelle eines zweiten Predigers au der Marienkirche in Zwickau, ein Amt, welches er unter schwierigen Verhältnissen bis zum Jahre 1531 bekleidete. Aergerliche Streitigkeiten mit dem Rate der Stadt, der sich mit dem liürgermeister Hermann Mülphord und dem Stadtsyndikus Stephan Roth an der Spitze wiederholt willkürliche Eingriffe in die Gerechtsame der Geistlichkeit erlaubte, Streitigkeiten, bei denen Cordatus wegen seines hitzigen Temperaments wohl nicht immer die ncitige Mässigung bewahrt zu haben scheint, veranlassten ihn auf Luthers dringenden Rat „jenes Babel, jene Spelunke** mit dem ersten Pastor Nico laus Hausmann zu verlassen und „den Zwickauer Bestien und Klötzen** Lebewohl zu sagen.

Jetzt kehrte er nach Wittenberg zurück. Es muss dies in der Zeit vom 10. Juli bis zum 18. August 1531 geschehen sein i), und diesmal scheint er sich noch längere Zeit (vielleicht 10—12 Monate) als Gast in Luthers Hause aufgehalten zu haben. 1532 verschafft ihm Luther eine Pfarrstelle in Niemegk bei Wittenberg, wo Georg Witzcl, der wieder zur alten Kirche zurückgekehrt war, sein Amt hatte aufgeben müssen. Hier wirkte er bis 1537 in wenig einträglicher Stellung, wie es scheint. 2) Auch hier hatte er wie in allen seinen Stellungen mit Schwierigkeiten zu kämpfen. So klagt er n. 1402 des Tagebuches seine Not und wird darauf von Luther getröstet.*^) Oft besuchte er von Niemegk aus seine Freunde im nahen Wittenberg und wohnte deren Vorlesungen bei, oft weilte er als Gast in Luthers Hause. 1536 begann er einen heftigen theologischen Streit mit Melanthon, einen Streit, den er leidenschaftlich führte, weil er eine der Hauptlehren Luthers, die Lehre von der göttlichen Gnade, durch jenen gefährdet

1) Götze S. 07 führt den Beweis, dass Cordatus in dieser Zeit Zwickau ver- lassen hat. Doch liisst sich mit grosser Wahrscheinlichkeit diese Zeitgrenze noch enger ziehen. Aus n. 107 seines Tagebuches, wo der grosse Komet im August 1531 erwähnt wird, geht uämlich hervor, dass Cordatus schon einige Zeit Aufzeich- nungen über Luther machte. Er ist daher wohl im Anfang August schon in Wittenberg gewesen.

2) Postille, II, 352: „ich muss mir selbs rübensatt bawen, wil ich mir sat Hüben essen." Vgl. auch Post. II, 102.

3) Cum v.^i) ab eo interrogatus essi'ui , (luomodo se res haberet in conditione et praetUcatione mea et respondissem nieas niolestias, intirmitatem etc."

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glaubte 0 Schon wollte Melandithon, dem dieser -rosRCS Aufseben erre-cnde Streit sebwere Stunden bereitete, Wittenberg verlassen sebon war%lie Saebe der Entsebeidung des Kurftirsten anheinif^n^stellt als Lutber der grossen Eintiuss auf Cordatus ausgeübt zu baben sebeint, den zJrnigen Mann, man weiss niebt wie, zur Hube und zum Sebweigeu braebte Im Mai 1537 erbält Cordatus einen Uut naeb Eisleben. Noeb vor seiner Uebersiedeluug naeb dem neuen Uestimnuingsorte sebeint er in aller Eile seine Aufzeiebnungen über Lutber zusaniu.en- 'frestellt zu baben. Am 0. Juli 1537 trat er bereits sein neues Amt an.-) In Eisleben sollte er Jobann Agrieola, der naeb Wittenberg gezogen war und später die Stelle eines Hofpredigers zu Uerlin und (.eneral- superintendenten der Kurmark erbielt, ersetzen, sowie gegen \Vitzel i>redi-en der in Eisleben dureb die katboliseb gebliebene Linie der Gräften von Mansfeld neben dem Frediger Caspar GUttelO Stellung gefunden batte. Aueb bier ist seines Bleibens "i^'^^t l^";?^n^t 'm waren die Verbältnisse sebwierig und mlibevoll. Em Liebtbiek fallt in die Zeit seines Aufentbalts zu Eisleben. Er versöhnte sieb Nm'der mit dem sebwer gekränkten Melantbon, und von nun an bheben beule tcute Freunde. Aueb seine Promotion zum Doktor der evangeliseben Theologie muss in diese Zeit fallen. Freilieb sind wir wenig darüber unterriebtet. Es ist anzunehmen, dass die Promotion in Wittenberg stat gefunden hat, wenn auch das von Förstemann herausgegebene W ei^ Liber Decanorum nichts darüber mitteilt. 1540 wird erendhchas Superintendent über alle Geistlichen und als Vicedechant des Domstifts /.tt Stendal vom Kirfürsten Joachim IL von Brandenburg berufen unter Zusicherung eines Gehaltes von 200 (hüden nebst freier Wohnung und einigen andern Emolumenten.^) Es war seine letzte Stellung, und zugleich die schwierigste von allen. Strenge ging er hier gegen das sittenlose Leben der noch der alten Kirche angehörigen (.eistlicben vor erfuhr aber dat\ir solche Anfeindungen, dass er in seinen Bneten an Luther und andere Freunde in Wittenberg fast verzweifelte Wohl suchte ihn Luther zu trösten mit den Worten des 110 Psalms Jlerrscbe inmitten Deiner Feinde- ^), aber immer ertönen seine Klagen wieder.

iTwTe leidenschaftlich er ihn führte, geht aus einer Aeusserung hervor die sich in einem Briete von ihm (Kolde, Anal. Luth. S. 279) an Luther vom ^J^^^'^-;^^ findet. „Nullo enim modo, sagt er, admittendum est ut cancer die latu.s s pat in sanctam crucem Christi.'^ Vgl. über diesen Streit das Nähere be, (,otze S. (/.» ff. Köstlin, Martin Luther II, 455. n. 221 dieses Tageb. nebst Noten

2) Corp. Kef. III, loMK Luther Briefe v. de Wette und Seulemann V, fi.>.

3) Vgl Caspar Güttel, Ein Lebensbihl aus LuthersM^>eundeskreise. \ on G. Kawerau in der Zeitschr. d. Harzver. f. Gesch. u A. XI\ 1^S2, S. .U tt.

n Visitationsrecess über das Domstift zu Stendal vom U.. Nov. l.»4o. Original im Uegierungsarchive zu Magdeburg, abgedruckt bei Götze S. 30 ff. 5) Luther-Briefe V, 230.

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Bis zum Februar 1540 hat Cordatus unter schweren Sorgen und Mühen sein Amt in Stendal verwaltet. Da erging ein ehrenvoller Ruf an ihn von Seiten seines Landesherrn, des Kurfürsten von Brandenburg. In Frankfurt an der Oder sollte er eine Promotion vollziehen. Aber auf der Reise dorthin ist er, wie Melantbon sagt»;, krank geworden, als ein alter Mann von grosser kelt vnd hernach in Christ- lichem trost auss diser sterblichen weit zu der ewigen Kirchen im Himmel abgeschieden. So hat denn auch er nicht lange nach Luthers Tode sein kami^fesmUdes Haupt niedergelegt zur ewigen lUibe im Frühjahr \:M. Im Dome zu Stendal soll er be- graben sein.

Was nun im einzelnen sein Verhältnis zu Luther und seine Persönlichkeit anbetrifft, so deutet ja schon der Umstand, dass Cordatus seine Aufzeiebnungen in Luthers Hause und an Luthers Tische machen konnte und durfte, auf ein nahes i)ersön liebes Ver- hältnis beider Männer bin. Fnd in der That - Cordatus ist einer der vertrautesten und treuesten Freunde Luthers gewesen ja er bat diesem, wie sich aus manchem scbliessen lässt. vielleicht von allen am nächsten gestanden. ,Cum tu sis mihi iuter meos sum- m(»s amicos non postremus'' sagt Luther^), und einer allerdings späteren Nachricht zuf<dge soll er einmal geäussert haben: ^Wenn ich ins Feuer gehen müsste, so ginge Dr. Pommer mit bis an die Flamme, aber Cordatus mitten hinein.- •^) Auch weiss Cordatus recht gut, dass er Luthers treuer Freund ist. S(» nennt er sich und Hausmann n. 57 seines Tagebuches die ^proximos Lutberi\ Dazu kommt, dass Cordatus sich zu wiederh(dten Malen längere Zeit als Gast in Luthers Hause aufgehalten bat. Als er 1524 llücbtig und mittellos nach Witten- berg kommt, ist es Luther, der sich seiner annimmt. ,Wie oft, ruft Cordatus dankbar aus*), sagte er zu mir. als ich mich des Evan- geliums wegen in Wittenberg aufhielt: Cordatus, wenn Ihr kein Geld mehr habt, so habe ich noch einige silberne Becher.'' So lieb batte er ihn bereits gewonnen! Ja, als Cordatus nach dem Zwickauer Handel mit Hausmann heil und gesund an Luthers Tische sitzt, so giebt dieser seiner Freude dadurch Ausdruck, dass er

1) Melauthon, Vorrede zu Cordatus Postille.

2) I^riefe V, 702.

3) Christian Schnitze, Auff vud Ahuahuie der Stadt Gardelegen. Sten- «Ul HUJb.

4) 11.50 „Ad lue tum Wrtembergue agenmi propter verbum, «luoties dixit: Cordate, Si v»>s peeuiiiam nun habetis, ego ali.juot adhue habeo

argeuteos cyphos.''

2

18

erklärt, ein Geldgesclienk von Cm Onlden würde weni^a'r Wert für ilm haben als der Anblick der beiden Freunde.^)

An der grossen durch Luthers Versiniliehkeit vor allem repräsen- tierten kirchliehen Bewegung des Ki. Jahrtiunderts hat er den lebhaf- testen Anteil genommen und .oft und viel, wie Melanthon sagt'^), mit ihm selbst von allen artickeln christlicher 1er geredet. •* Oefters geht aus seinen Aufzeichnungen hervor, dass er es gewesen ist, an welchen Luther Worte, die zum '\V\\ entstellt und ab- weichend auch in den späteren Tischreden Norkmnmen. genchtet hat. 80 wird u. ^ des Tageb. (vergl. auch n. «>89. 14(i8j zwischen Luther und Cordatus die Frage erörtert, ob Sahnui» selig geworden sei oder nicht. Die schönen n. 111, 111'. UV' mitgeteilten (iespräche werden besonders mit Cordatus geführt. Als alle Anwesenden von Luthers Worten tief ergriffen sind und das Essen darül)er vergessen, fährt Frau Käthe dazwischen und ruft aus: Was heisst denn das, dass ihr fortwährend redet und nichts esset V Als Luther ärgerlich über die Störung seiner Frau ihr den Hat giebt, sie möge lieber, ehe sie zu predigen beginne, ein Paternoster sprechen, bemüht sich Cordatus Luther wieder auf das v(»rige Thema zu bringen, was alle mit Aus- nahme der Frau Käthe so tief ergriffen hatte, und kommt auf Cam- panus und seine Plerophorie zu sprechen. 3) Ein andermal w^ird n. 74 u. 75 die Frage eingehend erörtert, ob das (iesetz ohne Ein-

1) n. 57 „Cum ego praedicatorem Ilausnianninn pa.storcin Zwiecaviae se<iuutus fuissem, popul'umetingratumetseditiosumamlMxlescri^utes, diccbat, nobis ei assidentibus, Non tarn ehari esseüt mihi scxcenti d.niat 1 floreni, quam eharum mihi est utrumciue vestrum alnjisse, vos sal- vos, et utrumque mecum scdere."

2) Melanthon, Vorrede zu Cord. Post.

3) „Dum talia lo(iueretur in mensa ex pleno et aeeonso eorde sub prandio, respondebat uxor, Quid hoc est, <iuod sine intermis- sione loquamini et non editisV At ipse, Ich w<.lt noch heut des taj^es gerne, ut antequam inciperent eoncionari mulieres, orareut, Ein Paternoster solt ihr zuvor sprechen. Deinde ego studens eum revocare ad priorem mentem interrogabam, (luid respondeudum esset illi, qui adeo urgeret pler«»phoriam ut CampanusV''

Von Frau Käthe scheint Cordatus nicht viel gehalten zu haben, .ledeutalls ist sie ihm wie auch dem V eit Dietrich und anderen (Vgl. Köstiin 11, I'.m;) nicht sehr sympathisch gewesen. So fragt er Luther, der zu seinem lUdauern seinen Freund Hausmann nicht so, wie er es möchte, mit barem Gelde tur den Augen- blick unterstützen kann, warum er denn seiner Frau erlaubt habe einen (iarteu anzukaufen. Luther antwortet , er k ö n n e i h r e n B i 1 1 e n u n d l h r a u e n n i c h t widerstehen. Sehrbissig ist aber die Bemerkung, dieCordatus n. 2o über Luthers Frau macht. Da heisst es: „Voeabat autem hoc nomine (sc. mulierum pradicationes) longos logos uxoris, quibus ipsaperpetuo optima verba eius interturbabat, Et Dr. Jonas eadem erat virtute.

19

Wirkung des heiligen (ieistes reehttertige oder nicht, während n. 115 u. IIT) ein N'orfall besprochen wird, der Luther einst in Kahla be- gegnete, wobei Cordatus an Luther die Frage richtet, wie es ihm möglich gewesen sei der Frechheit der Bilderstürmer gegenüber ruhig zu bleiben. Dagegen will ('ordatus n. It51 Auskunft haben über „con- eupisceutia oculorum^ und n. 162 über den katholischen Festtag Maria Himmelfahrt. Beide sprechen n. 253 über das Auftreten und die Verdienste von Johann Huss^). n. 259 ist das vierte Buch Esra (legenstand ihres (lespräches. und n. 1537 erzählt ihm Luther von einer schönen Antwort, die er vor Zeiten während des Bauernkrieges vom Kurfürsten erhalten habe. Dagegen wird Cordatus n. 843 von Luther an die Hinfälligkeit des Menschen erinnert, n. 1114 sieht er, wie Luther etwas in sein Gedenk buch schreibt, n. 1240 sprechen sie über das starke Trinken der Deutschen, wobei Luther witzig zu erklären weiss, wie es komme, dass sie gleichwohl gesund dabei blieben, n. 1462 klagt Cordatus über Schwierigkeiten und Unannelnnlichkeiten in seinem Amte in Niemegk. über geringe Leistungen auf der Kanzel und Luther tröstet ihn dann mit dem Hinweis auf sich selbst und

Staupitz f!'.

Im übrigen ist Cordatus Persönlichkeit interessant genug. Für die gewaltige geistige Bewegung des 16. Jalirhunderts ist seine Be- deutung keine geringe. Freilich eine der grossen treibenden Kräfte ist er nicht. Im Aufstellen und Ausbauen eigener Gedanken und Systeme ist er kein Luther, auf wissenschaftlichem Gebiete kein Me- lanthon. Gleichwohl darf seine Bedeutung nicht unterschätzt werden. Diese liegt ausser der Seelsorge, der er sich mit aller Kraft gewidmet zu haben scheint, besonders in dem engen Anschluss an Luthers Lehre, und diese auszubreiten, zu verteidigen, von allen abweichenden Lehr- sätzen und Deutungen, und mochten sie gar von einem Melanthon herrühren, frei zu halten das hielt er für die Aufgabe seines Lebens, l nd diesem Grundsatze ist er treu geblieben bis an den Tod. Er war ein unerschrockener Vorkämpfer des Evangeliums, glühender Eifer für die neue Lehre beseelte ihn, und mehr als einmal hat er zwischen linstern Kerkermauern dem Tode ins Auge geschaut. Man irrt, wenn man glaubt, Luther hätte diese Bedeutung des (-ordatus nicht gekannt und gewürdigt. ,Wen ich nhu tod bin. sagt er Fol. 13 der bereits erwähnten kleineren vielleicht aus diesem Tagebuche excerpierten Tisehredensanimlung des Sebastian Kedlich, so lasse ich noch drei Theologos hinder mich, alss Pomeranum, Breutium,

1) Vgl. auch u. *^:il«, ITsi, 1^2M <les Tagi'buchcs. wo ebenfalls von Huss die

Uede ist.

2*

20

Cordatum').- u. 378 dieses Tafceb. empfiehlt 1-utl.er den Cordatus als einen Mann, der in Versuehungen und Anfechtungen '"^»fen und raten könne, .als zur göttlichen Gnade gehörig- bezeichnet er n. 14* sich selbst, Philipvus, Hausmann und Cordatus, n. 134 nennt er lUn

srar einen .legatum Dei.' .

Ihn so zu nennen - dazu hatte Lnther wohl ein Recht. I)cnn ein Gebiet gab es, auf de«. Cordatns Meister war. Schon seine Zeit- genossen erklärten ihn für einen der grössten Kanzel redner. Aeusserte doch Luther selbst einmal, dass Dr. Job. Förster m Wittenberg ihm erklärt habe, ,es gebe nnr drei Männer, deren Predigt ihm ans Herz -egangen sei, uämlich Luther. Cordatns und Rörer« -i) Und dieses Urteil rechtfertigen seine v.m Mclauthon heraus- gegebeneu deutschen Predigten. Frisch und naiv, einfach un.l ernst sprechen sie noch jetzt zu Herzen.

Anch andere Zeitgenossen erkennen die Bedeutung des .Mannes willig an. Ur. Bugenhageu nennt ihn in einem Briefe v">" '•";»; 1544») einen ,clarissiinuin et diguissimum virnm-. Mclanth.n>, de. einst so heftig vo.. iL... angegriffene Freund, bezeichnet .l.n ... der Vorrede zu den v..n ih.n heransgegebenen deutscheu Predigten als .einen ehrwürdigen Herrn, einen treuen Mann von christ- lichen Tugenden, der christliche 1er gepredigt hat. und .rossen ernst gezeygt hat wider alle falsche ler und wider lue auffrUrerische fttrneme«, an dessen zeugn.ss s.ch andere stercken mögen', (ilänzend ist aber die . ne.kcnuu..g. die Melanthon ihm in dem Schreiben vom 12.Octol.er lo4(M wonn er dem Kuibraudenburgischen Kanzler Weiulaub zur AnsteUung .n Stendal empfohlen wird, zu teil werde., lässt. Da w.rd er ein ,ho- nestns vir bene eruditus in ecciesiastica doctrina, p.us. s.ngular. .-o..-

1) Am n. October 153« behielt Luther Cordatns be. s,.- , /.».u ^'»-:=^J^ hurte Cordatus, wie Kolde Anu.ecta I.u.berana S. 2«.-, u.me.l. '"'•?-' ^-^P;' zwischen Luther «ud seine.« Uie..er WoH S.eberBcr "'';;.';^ ';;„•' faceres (sc. dicebat Luther), si ego morcrer brevi, velles et.aui » aner Ipud .n au, uxorcuv Kespondi. Wulff: Nesc.o, •"-."'.;;" «" eiiam cuperem mori te, o pa.er, mortuo. .la, inqui. Luther, «a> :aetnest;rwas werden ^irdt, wenn Ich nu thu tod, sc.nV ln«c.«n.,

''*"'-2rVgl\..7,» .- -et .ueus Forster dicit, -•'-'';;"';,";,';;;: affectumesse, ame, Cordato et M. Korer, et quod »"-f .;';;; ';; n«n afficit, differentia facit instrumen.oru.u, B'«"'' «"■/■'" "7.^*; besser schneid den das ander". V«l. auch Erl. A. D., m, t»rst. u. B. U, ,.,..,

corp. Kef. III, n. ISUU.

3) Corp. Kef. V, 3040. « -„ m,

4) Corp. Kef. 111,2(127, auch ahgedr. bei (üitzc. M\..lahrcsb. S. ... «M'.

21

stantia lidei pracditns« genannt. ,Nichtw sei wtinsehenswerter, als dass Gott solcher Diener viele zur Ernte berufe und aussende.' Nachdem Melanthon noch hinzugeftigt hat, dass Cordatus ,acerrime defendisse doctrinae puritatem adversus omnes fanaticas opiniones', unterzeichnet er sich ,Dr. Cordati frater in Christo i>ropter sineeriorem Christi doc- trina... Phil. Melanthon." Und als .inn die Nachricht von Cordatns Tode in Wittenberg anlaugte, da fühlte .nan erst recht den Wert des Mannes, den man verloren. Wiederum ist es Melanthon, der diesem (ietMhle einen lebhaften .Ausdruck giebt und unter dem 6. Apnl lo4(J •m .iustus Jonas schreibt: .memorian. mo.-tis Lutheri alia piorum doctorum f.iuera et revocant et tristiora taciunt. Nam intra duos menses amisimus Lutherum. Cordatum. Loenerum etc."), .m l^^- ^vu- ,.i<.er der da.nali« Kector der Iniveisität stellt ihn in einem öffent- lichen Zuschlage im Febr. 1547 mit den grössten Männern zusammen, die der Herr I54t) abberufen habc^ .Esaias. heisst es .n demselben, iiniuit iust..s colligi. uc videaut mala. Cu.u igitnr fatalis inutatio orbi terrarum in.pcndcvt. Des p.aerii...it venientibus calam.tatibus hoc ipso anno multos viros in bis regiouibus vi.tute ,,.-aestantes. reverendun. i)r Maitinun. Luthcrun.. Fridericum Mycouium. Cordatum' etc. Vehulichcs spricht endlich auch die (i.abschrift des Mag. Peter Hu be- rin.is. des ersten L'-OT vc.storbcucn evangelischen Pred.gers an SL Marien zu Stendal, in folgenden Vcisen ans:

Huc ego l.eucoriis'') olim mittebar ab oris Sediilns ut Christi Pastor in aede forem. yuod .nihi Cordatus maudavit et ipse Lutherus. Pareudum tautis quis ueget esse virisV etc. Freilich auch Sti.nmc.i des Tadels (imleu sich. Das Chronicon Cv.'ueum^) nennt Cordatus einen wnndcriichen Mann. Während des crbUfcrtcn Stieitcs mit Mclantho.. belegt ihn dieser mit alleriei Ehren- titel« Da wi.-d er .-in -iiomo quadratus. I.ostis meus, ein a.Tm6rvT0c, oin oo,,<or,}.. xrr,xö.-, ein Sykopha.,t ff." genannt, da winl ferner von ihn. heha.iptet. er säe Drachenzähne. Dergleichen lässt Cordatus frei- li,h nicht unerwidert. Dies spiegelt sich besonders in mehreren Znsätze., wieder, die er zu seine.. Anfzeichuunge.. gemacht hat. uuid bic PhilippusV Quid hie Aristoteles d.ceret.^ ruft er n 221 aus. während er «. ir.(>7 hinzufügt: hoc non credunt eaus- .arij Id. h. unfähige Leute). Ironisch setzt er n. 1450 den Worten

1) Corp. Ref. VI, 3435.

3! WUteioI^f-^'ist'geniciu.. Uie schöne Grabschrift vgl. .»an weiter bei liotze, XIV. .lahresbericht S.W.

4) Chronik von Zwickau 1656. L S. :.9u.

22

T.uthers hinzu: Tlactenns Philippus illo cuni siui novitate. n. 133 macht er Mchinthou den Vorwurf, das» er sich seine Aufzeich- nungen nur flüchtig angesehen habe. n. 133' fühlt er sich durch dessen Distichon (vgl. n. 133) beleidigt. Ja n. 174 wird er ganz grob und nennt Melanthon am Schlüsse des Absatzes einen ,ducem caussari- orum und t'alsorum fratrum, qui nunc philosophantur de a r t i c u 1 o i u s t i f i c a t i 0 n i s l •*

In der That er ist ein trotziger, schnitVer. hitziger Tharakter, ebenso zornig und aufbrausend, ebenso derb wie Luther, namentlich, wenn es sich um (ilaubenssachen handelt. Luther beurteilt ihn ganz richtig, wenn er n. 134 dieses Tageb. sagt: ,rursus ([uuni Legato Dens indiget, ((ui res suas serio i)roi)onat et ausit corri- pere immorigeros, utitur iracundia irati alicuius, velut Cordati, hominis, qui durus est verbis et moribus etc., .ja Cordatus kennt sich selbst ganz genau, wenn er erklärt'). .^\ <\^^^^ est, qui putet, me natura durum haec agere et scribere, huic respondeo verum esse, sed spiritum Christi naturam nie am mutasse, non abstulisse." Auch andere kennen ihn von derselben Seite. Für die Conferenz in Sachen der Zwickauer, an der auch Cordatus nach n. 390 d. Tageb. Teil genommen hat, emptiehlt ihm Melanthon ,patientiam non solitam^). uml Jonas fragt ihn während des Streites mit Melanthon. ob er nach Jenem kleinen Feuer- brande in Zwickau eine grosse Feuersbrunst in Wittenberg anzünden

wolle.3)

Keineswegs wird man ihm aber in dem (irade wie es wohl ge- schehen ist, hochfahrendes Wesen. Streitsucht, Stolz und Eitelkeit ver- werfen können. S])uren davon müssen jedoch schon seine Zeitgenossen an ihm wahrgenommen haben. Fnd zwar ist es kein geringerer als Luther selbst, sein treuer Freund, dem bisweilen ein allzugrosses Selbst- vertrauen, eine gewisse Ueberhebung an ihm nicht gefallt. Nur s(» wird es sich erklären lassen, dass Luther ihn einige Male kurzc*r Hand abfertigen zu müssen glaubt. So fragt Cordatus n. 101 . was «con- cupiscentia ocuhuunr sei. Luther will diese Frage als eine gänzlich überflüssige bezeichnen und antwortet ihm ganz trocken ,Es sei nicht nötig noch Wasser in die Elbe zu tragen, sie müsste denn ausgetr<»cknet sein." In n. 1462 erwidert er auf allerlei Klagen, die Cordatus in Bezug auf Schwierigkeiten und Fnannehndichkeiten im Amte vorbringt:

1) Corp. Kot" lU, 1500.

2) n. :VM) „Cum in Torj^aw Mvat Corchitus a«l Coiisiliaturcs i)riiuii)is, qui iudicatiiri eraut de Caussa Zuici-aviana, Dixit Phüippus, D. Cordate, e^o opto vobis pacientiam non solitani".

3) Corp. Ref III, 1500.

23

.At tu vis statin! esse Magister ac forte laudeni quaeris, et ide(» sie tentaris!'* Melanthon endlich war überhaupt nicht ganz damit einverstanden, dass Cordatus an Luthers Tische Aufzeich- nungen machte. Er mochte wohl eine nicht ganz berechtigte Neugier oder eine Art von Zudringlichkeit darin erblicken, wenn Cordatus alles, was er hörte, sofort niederschrieb. So liess er sich denn auch einmal, als Cordatus gerade eine hübsche Aeusserung Luthers über ihn aufgezeichnet hatte, von diesem das Taschenbuch geben, was je- d«K'h erst auf wiederholtes Drängen geschah. Nun wurde Cordatus auch von Melanthon abgefertigt, und zwar in ironischer Weise. Der praece])tor Germaniae schrieb ihm nämlich Jenes schon mehrfach er- wähnte Distichon (n. 133) in sein Taschenbuch, welches ihm zu Ge- niüte führen sollte, dass es ül)erfiüssig sei alles zu Papier zu bringen, da es auch Dinge gebe, die man verschweigen müsse. Cordatus fühlt den Stich und meint n. 133«^ Jiaec ideo volui adscribere, (püa valde confundebar ])oetica Philii)pi.*

Dennoch s])richt sein ganzes bewegtes Leben und seine vielen Schicksale dagegen, dass es nur Streitsucht, Stolz und Eitelkeit ge- wesen, die ihn getrieben. Denn immer tritt seine Person in den Hinter- irrund, wenn es sich um wichtige Dinge handelt. Cut und Blut alles giebt er freudig hin für das Evangelium. Auch bei dem heftigen Handel mit Melanthon versichert er unter den heiligsten Eidschwüren an Jonas und Melanthon selbst, dass ihn keine Leidenschaft, kein unlauterer Beweggrund, sondern nur die Sache selbst treibe. Wäre jenes der Fall, ho solle ihm diese Sünde nie vergeben werden.^) Selbst in seinem Streite mit den Zwickauern. mag er auch noch so eckig und schrort' aufgetreten sein, hat er im Grunde doch nur die Gerecht- same der Kirche und der Geistlichkeit verteidigt.

Im Gegenteil aus seinen Predigten lernen wir ihn von ganz anderer Seite kennen. Da tritt er uns zuerst als ein friedliebender, duldsamer Mann entgegen. ,Es heiss schweygen vnd leyden, sagt er Postille II, 254, vnd nachgeben, wiltu vnter den leuten woneu vnd zu zeytten ein guttes friedsames stündlin haben, zu dem ist keiner so gar schön, er hat ein mackel an seinem leybe, darumb heist es, gib mir nach, vber einkleynes, will ich dir nachgeben, vnd vinbs friedes willen schweygen, das friede sei zwischen dem Mann vnd seiner Frawen, dem Herrn vnd dem Knechte, vnter Burgermeister vnd seinen Burgern. ja auch wol vnter Fürsten vnd seinen Vnterthanen. Darumb hat Keyser Friedrich'^) ein gut Sprichwort gehabt:

1) Corp. Uef. 111, n. 156<»— 15(>T.

2) Wohl Friedrich 111. von Oestreieli.

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Wer nicht scbweygen vnd leydtMi kann. Menget nicht eyserne Thüren au. Vnsers guten freund Vntugend sollen wir wissen, nicht hassen-. Und wie sauer mögen ilim die Zwickauer einst das Leben gemacht haben, wenn Cordatus Postille II. 156 Fidgendes aussprechen kann: ^Ich aber sag von heymlicheni Weinen, dann das hab ich Co'rdatus erfahren, das ein Prediger aus grossem vnd Christlichem mitleyden, so er hatte vber ein verstocket vnd grobVolck wider das Euangelium, etlieh mal öffentlich inn der predigt weynete, dem sie vnter die Augen sagten. Er wolte den gemeinen Pöfel an sich ziehen vnd eine Autf- ruhr anrichten wider den achtbaren vnd weysen Er (Herrn) Burgermeister vnd einen gantzen Erbaren Kath^

Xein Streitsucht. Hoffart und Eitelkeit hat er nicht zur Uicht- schnur seines Denkens und Handelns gemacht. Wohl aber zeichnet ihn tiefe Demut aus. .So ist auch gewis. sagt er PostiUc I. 68, das sich keiner erkennet on durch Creutz. Was ich für ein geselle bin. das wissen andere leute wol von mir, aber ich kenne mich selbs nit. es komme denn der Schulmeister vber mich, der mit namen , alles ungluck'^ heyst. der kan vns auch all zu betten leren \ Aehnliches spriclit er Postille 11. 207 aus. Aber das letzte ist das Beste, meint er. das wir vom Zöllner lernen, Gott sey mir sunder gnedig*. Postille I. 56 heisst es dagegen ,Ein heiloss tttckisch Ding vber alles ist das hertz. Wer kan es ergrllndenV Ich der Herr kan es er- gründen. Alle Vnart aus dem hertzen fegen heyst das hertz beschneyden. Ja. sagt einer, heyst das hertz beschneyden. so bleib^ ich wol vnbescbnitten. Den ich hab erfaren. das ich offt den kleinsten zorn nicht hab mögen auss dem hertzen rotten noch widerstehen. Lieber, diese Beschueidung ist nicht ein arbeit eines tages, sondern deines gantzen lebens^ Und Luther stellt er endlich hoch über sich. .Das ich aber, sagt er Postille U, 267, so wenig von Christo sage, thue ich darumb. die weyl man besser ding zu lesen hat, als ich mag reden. Denn Doctor Martinus Luther hat vber diesen Psalm ge- sehrieben-, vnd Postille II. 1^0 tasst er sein Verhältnis zu Luther in folgende Worte zusammen «denn ich weyss einen anderen meyster, der jhn speiss muss kochen vnd an muss richten, er heist Doktor Martinus Luther. Ich wil ein gesindekoch bleiben vnd dem gemeinen Mann hiemit vnd auch zu andern zeytten, so vil ich kan, mit meinem fleyss dienen\ n. 253 dieses Tagebuches stellt er Luther mit Recht hoch über Johannes

25

Hussi). ia n. ir^8" achtet er Luthers Worte höher als Apollinis oracula^) und Jonas antwortet er einmal, er verdiene nur eine .priva- tam ecclesiolam regere"»).

Nach allem diesen aber steht das Bild des Mannes klar vor unserer Seele. Er ist eine zuverlässige, consequente. treue Natur, der es heiliger Ernst ist mit allem, was sie für wahr erkannt hat. Er ist Luther symi)athisch und geistig verwandt und ebenso kernig, ebenso energisch und entschlossen, ebenso kühn und furchtlos, ebenso trotzig, aufbrausend und hitzig wie dieser. Als die Stimme des Wittenberger Mönclies auch bis ins ferne Ungarland dringt, schliesst er sich freudig der religiiJsen Bewegung an, er verliert ein einträgliches Amt. sein Hab und (ait. zwischen tinstern Kerkermauern erwartet er qualvollen Tod. Das Mitleid des Wächters verhilft ihm zur Freiheit. Nun isst er das Brot der Armut und Verbannung, ruhelos wandert er lange von einem Orte zum andern, unstät und flüchtig, und als er endlich eine gesicherte Existenz gefunden hat. da sind die Tage der Mühe und Arbeit, der Not und Entbehrung, des Streites und des Kampfes viel zahlreicher als die des Friedens und der Freude. Seinem Namen Cordatus hat er in Wahrheit Ehre gemacht.

Folgende Schriften hat Cordatus hinterlassen: 1. Ursache, warumb Unicarn verstört ist vnd jetzt Oesterreich bekrieget wird. Zwickau 1529. 2. Vorrede vor Mich. Celii Vorlegung neuer Irrthumb vnd Schwermerey. Wittenberg. 1584. 3. Eine deutsche Postille, Predig-ten enthaltend, die Cordatus im Jahre L534 in Niemegk gehalten hat. Mit einer Vorrede von Melanthon in 2 B. herausü-egeben Nüraberg 1554.

Ferner hat Kolde^) in neuester Zeit mehrere Briefe des Cordatus aus einer VVolfenbütteler HandschrifUM bekannt gemacht, die sich auf seinen Streit mit Melanthon im Jahre 1586 beziehen. Auch sonst ist noch Handschnftliches von Cordatus vorhanden, dessen Benutzung mir jedoch nicht möglich war. Zu Niemegk. Stendal. Eisleben, wo er geweilt hat. hat sich nach den Mitteilungen, die mir auf mein BefraL^en gemacht sind, nichts erhalten, aber im Hatsarchiv zu Zwickau

1) .Cum eg<» (lixissem, ip8iuii loiigi' plura efticere contra Papaiu, «luam

Huss otc.'' . ,,. 1

2) et laudet mecum verba Luthori maj?is (luam Apollinis oracula

(so ist wohl statt niiracula, welches die Handschrift bietet, zu lesen) \erba

in.,ua,n non tantum illa seria et theologica, verum etiaui in spetiem luciicra

et levia*. , . , „^,,»

3) Corp. Kef. lll, l.'>'»<' .»H^ iwi»:»»', '1"^-'" privatam ecclesiolam regert

oporteret".

4) Analecta Luth. Gotha 18S3. S. 204 fL.

5) 11, 10 cod. August, fol.

2r^

liegen unter dem Titel: rfaffensaelicn wegen T.aiirentii Sorani, Predigers rt'. noch eine Reihe von Hriefen von ihm. die jedenfalls seinen Streit mit den Zwiekauern angelien'). Kndlieh linden sieh, wie bereits oben envähnt ist. in der Königl. Bibliothek /u IJerlin zwei Ori^'inalbriefe von ihm an den Kurbrandenbiirgisehen Kanzler Wein-

1 a u b.

Seine gedruckten Schriften sind, wie es scheint, sehr selten geworden. Selbst Güttingen und Wernigerode kimnen nichts davim aufweisen. Im allgemeinen scheint er vom lUicherschreiben nicht viel gehalten zu haben. In der N'orrede wenigstens zu der Schrift: , Ursache, warum!) ff., meint er ,er sei bisher allen vergeblichen i»apir- kleckcrn von Hertzen feind gewesen". Diese Sclirift. die übrigens tVir seine Lebensgeschichte wenig bietet, ist in WolfenbUttel vorhanden, ebenso die für sein Leben und Wirken so wichtige und wegen ihres Ubrif>-en Inhalts, auch sprachlich so interessante deutsche Postille, aus der Dr. Schneider in seiner Schrift Über Schwenkfeld friilier bereits einiges mitgeteilt hat 2). Melanthons Vorrede zu dieser Postille, welche wichtige Notizen über Cordatus enthalt, ist erst in neuester Zeit aus dem Wolfenbüttler Exemplar wieder abgedruckt, und zwar bei liindseil in seinem Supplementsbande zum Corpus lleform.^O l^»^' Vorrede end- lich ,vor Mich. Celii Vorlegung - fi. war nirgend zu bekommen. Auch^iabe ich sie nicht citiert gefunden. Nur Seckendorf^) erwähnt dieselbe, teilt mit, dass sie ebenso wie die Schrift des (^elius selbst gegen den damals in Eisleben sich aufhaltenden Apostaten Witze! gericlitet gewesen sei, nennt sie ^prolixam" und gedenkt der He- sc!irei!)ung einer Scene daraus, die sicli während des Collo(iuiums zu Augsburg L530 zwisclien Eck und CSa'lilaeus abgespielt !ia!)e.

Weit wiclitiger al>er als alles dieses sind Cordatus umfang- reiche und wertvolle Aufzeichnungen iU»er Lutlier. die nuu- mehr nach Jalirhunderte langer Ruhe das Licht der Welt erblicken.

IIL Das Veiiiältuis der Autzeiehiiuiigeii des Cordatus zu den späteren bis jetzt bekannten und gedruckten lateinisehen und

deutscheu Tischreden Luthers.

Hier kommen vor allem in Betracht: Die sogenannten deutsclieu Tisclireden, wie sie in den älteren Ausga!)en eines Aurifa!)er (1566 ff.), Stangwald, Selueccer, Walch ff'., sodann in neueren z. B. von

1) Kolde, Anal. Luth. S. 204 Note.

2) Pro^rauiin der Kijnigl. Realschule zu Herlin l^«»».

3) Phil. Melanth. epistol. etc., (luae iu CoH). Kef. desiderantur. 1874. 6.360—364.

4) Historia Luther, .supplem. ad indicem I. u. XVII.

27

i.

Forstemann und Bindseil A!>tei!. 1 -IV. sowie in der Erlanger

Ausga!)e B. .')7— 62 vorliegen. Ferner geluh-t liierher: Ant. Lauter-

l)ac!is Tagelmcii auf das Jalir 1538. herausgegeben von Seidemaun,

dann die von Kummer weiland Tastor in Ortrand L554 zusammen-

nestellten Tischreden Luthers, von denen Seidemann in seiner Aus-

^^abe des Lauterbachschen Tagebuchs in den Noten unter dem Texte eine

Keilie vor!ier unljckannter mitgeteilt liat. endlich die umfangreiclien

Tiscliredensammlungen. die Bindseil von 1863— 186G aus einer Hand-

sclirift des Halleschen Waisenliauses von 1560 (V) und die. welclie der

Pfarrer Peter Kebenstock zu Escherslieim l)ei Frankfurt a. Main

1571 ver(Hrentlic!»t luvt. AVä!irend der letztere alles bis auf wenige

Worte in seiner Ausga!»e latinisiert liat, !)ieten K ummer und Lauter-

l»acli. sowie die !ia!l. llandscli rift einen ursprüngliclieren Text,

der wie !»ei CN>rdatus !ateinisc!ie Form liat. a!)er mit vielem Deutscli

gennscht ist').

V(m diesen Sanmilungen ist die des Antonius Lauterbacli die älteste. ii!)er welche Seidemann in der Vorrede zu Lauter!). 1\igel)ueb das Näliere mitteilt. Da C\>rdatus seine Aufzeiclmungen mit 1537 schliesst, wäiirend Lauterl)aelis Tagel)ucli die von diesem ge- sammelten collofiuia des Jahres 1538 enthält, so ist das \'erliältnis. in welcliem Cordatus und Lauterbach stellen, klar. Sie haben eben nichts anderes mit einander gemein als dass !)eide in älin- liclier Weise an Luthers Tische Aufzeiclmungen gemacht

1) Die Orijjcinal-Aufzeiclmungen des XUniberKers Veit Dietrich, von deuen ji. \X\* dieses Tagebuchs die Rede ist, die neben Cordatus die ältesten sein werden und. wie es scheint, dieselben Jahre umfassen, sind uns, wie bekannt, in einer spiiter zusaniniengestellteu Handschrift der Nürnberger Stadtbibliothek (coUecta ex coUo.iuiis) erhalten. Dieses Nürnberger Manuscript ist bis Jetzt noch nicht «MÜert. jedoch bereits von Köstlin tür die 2. Aufl. seines Luther nach einer Ab- sehrift, die der verstorbene Seideinann davon genommen hat, benutzt. In \\elcliem Verliiiltnis nun die Autzeichnungen Veit Dietrichs und die des Cordatus zu einander stehen, ob sie namentHch einen grösseren gemeinsamen Kern ent- lialten oder nicht, darüber lässt sich, wenn wir auch annehmen, dass die u. 133'* von Cordatus ausgesprochene Hoffnung den Thatsachen entspricht, nicht eher mit Sicherheit ein Frteil füllen, als bis die Aufzeichnungen beider Männer gedruckt vor- liegen. Nach mündlichen Mitteilungen des Herrn Prof. Kawerau befindet sich die Seidi'maunsche Abschrift zur Zeit in seinen Händen, um neben u .deren in neuerer Zeit ans Licht getretenen ursprünglicheren Aufzeichnungen Lutherscher Tischreden, welche Köstlin in der Vorrede zu der 2. Aufl. seines Luther, sowie 1. 774, II, 4s7, erwähnt, für die Herausgabe vorbereitet zu werden. Vielleicht werden sich dann aus der Vergleichung der Aufzeichnungen Veit Dietrichs und des Cordatus inter- essante und wichtige Kesultate ergeben. Kinige Parallelen zwischen beiden vgl. n. Ü2, 9h, b.V2, 052», 155>, auch Nachträge und Her. S. II zu n. 22, 111, 134, Fest- schrift zum Luther .Tub. S. 27.

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haben 0- Wohl aber ist die priieise und frische Fassung und Form bei Vordsitm trotz mancher Flttchtig:keit , trotz der vielfach holprigen Latinität meistens vorzuziehen. Ja der j;anze Text scheint bei ihm be- sonders in dem einjrestreuten Deutsch in noch höherem (irade den Charakter der Ursprünglichkeit zu tragen als bei Lauterbach. Dass Lauterbach und Cordatus einander nicht unbekannt gewesen sind und sich bereits von L531— 153:i in Luthers Hause begegnet sind, geht aus 11. 792 dieses Tagebuches (vgl. auch die Noten zu n. 14(>5. 127(» und 902) deutlich hervor. Denn dieses Oespriich kann nur von Lauter- bach herrühren, der den betreffenden Vorfall aus dem Leben seines Vaters an Luthers IMsche erzählte, wo Cordatus ihn hörte, autzeichnete und in seine Sammlung aufnahm. Selbst Aufzeichnungen über Luther zu machen begann Lauterbach erst 1538. nachdem er von 1533—1537 als Diakonus in Leisnig gewirkt hatte und durch Luthers Vermitt- lung als zweiter Diakonus im Laufe des Jahres 1537 nach Wittenberg zurückgekehi-t war. Vielleicht war es grade Cordatus. der ihn dazu angeregt hat. Dieser hatte seine Sammlungen 1537 geschlossen und war im Juli desselben Jahres nach KisleluMi übergesiedelt. Am I.Jan. 1538 beginnt dann Lauterbach mit seinen Vutzeiclmungen. .Nunc nemo nos imitatur- sagt Cordatus daher u. VXV^ ganz richtig m dem grösseren Zusätze, den er bei der Zusammenstellung seines Tage- buchs im Jahre 1537 gemacht hat. Es gab al8<» eine Zeit, wo keine \ufzeichnungen bei Luther gemacht wurden. Und in der That - aus dem Jahre 1537 dUrtteu wohl nicht viele Tischirden Luthers über- liefert sein!

Am nächsten von allen Tischretleusauimlern .«stehen sich Cordatus

und Knmmer. dieser wie jener ein Destreicher und ein Flüchtling um des Evangeliums willen. Es ist merkwürdig - fast alle collociuia. die Seidemann aus der Kummerschen Sammlung zum Teil sind es zuvor nicht bekannte - bei Laiiterbach mitteilt, linden sich auch bei Cordatus' Nicht wenige derselben sind nur von Kummer und Cordatus überliefert. Vgl. n. 343, 385. 392, 393. 3%. 408. 431. 432, 442, 444. 447 448 451 474. 485. 497, 507. 528, 545, 581, t>l4 <)30, <)35. 63H. iSSl] i'»48. 784. 785. 1430, 1484. 1489. U92, 1493. 1497. 1498, 1571, 1041. Auch kommt Kummer nicht selten in Fassung und Form Cor-

1) Nur einige Male k<mjmt bei Laiiterbach Aeliiiliche.K vor. V»cl. /• K. "• 31 dieses Tageb. und Lauterh. 8. 19, n. 2o8 und L. S. 71, 72. n. S82 und L S ii. n. linK undL S.21, n. 1339 und L. 8. 179, n. 110.» und I1H1 und L. S. 12o, n. 1321 und L. S. 123 n 1571 und L. S 13U. An allen diesen Steüen haben wir jodoc-li niemals dieselben Gespräche vor uns, sondern entweder bietet Lauterbach nur Aehn- liches in anderem Zusammenhange oder es wird etwas Bekanntes wieder erwähnt und berührt.

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datus sehr nahe wie n. 395, 451, 485, 497, 581, 635, 637, 648 rt'. Oleich- wohl Ünden sich auch viele Abweichungen z. B. 408, 442, 528, auch bietet Kummer manches nicht vollständig wie n. 385, 1430, 149/. l041, während das eingestreute Deutsch bereits weit Jüngere Formen zeigt. Letzteres darf freilich nicht Wunder nehmen, da Kummers Tischr. viel s]»äter zusammengestellt sind.

Viel wichtiger ist aber die Frage nach dem Verhältnisse der \ufzeichnungen des Cordatus zu den späteren umtang- reichen lateinischen und deutschen Tischreden. Was die ersteren anbetriftt, so können die Rebenstockschen fast ganz lati- nisierten Tischr. zum (legen st an de einer weiteren Untersuchung nicht wohl -emacht werden. Denn einesteils stimmen sie mit den Hindseilschen aus der Halleschen llandschr. edierten Tisehr. in denjenigen Teilen, welche beiden gemeinsam sind, sachlich last immer überein, andernteils zeigen sie nicht mehr die ursprüngliche Form Ferner wimmelt der Text bei Hebenstock derartig von lehlern, dass die liemitzung dieser Sammlung erschwert wird. Fndlich bietet Kebenstock fast nichts, was ni«d,t bei Bindseil zu finden wäre, während die Hall Hdschr. und dies scheint noch lange nicht genug gewürdigt /u sein - eine grosse Menice von Gesprächen überlietert hat von denen bei Kebenstock keine Spur zu finden ist.

Im allgemeinen haben Cordatus und die späteren latei- nischen und deutschen Tischreden sehr vieles gemeinsam überliefert. Kiue Menge (bespräche Ünden sich m allen drei Sammlungen. Alsdann hat Cordatus vieles aufgezeichnet, was nur bei Bindseil und Kebenstock vorkommt, in den deutschen Tischr da -e gen fehlt. Eine vollständige Aufzählung aller dieser ,olhMiuia wm-de zu weit führen.') Interessant ist es jedoch zu be- obachten, dass auch von denjenigen Tischreden, die sich nur in der Hall Hdschr., nicht aber auch zugleich bei Kebenstock finden, sehr viele bereits von Cordatus aufgezeichnet vvurden. So bieten z. B. Cordatus und Bindseil allein ^^^^^^^]!'^'^; n.387, 569, 599, 61S, r>23, 624, 625, 681, 682. ^29, ^f , ;30, ; 0 829^ 83S 839, S40, S41, 842. 891, 894, 954, 999, lOOO, 1019, 1052, Ol,

n30, 1153, 1184, 1186, 11H7, 118S, 11S9, H^^^" ^i^V^r^lf' So 1247, 1314, 1340, 1473. 1474. 1503. 1514, 1527, L>28, looO, lo70,

1673. 17r>8ff. ^ , . . ,

\nderseits ist aber die Menge derjenigen (bespräche noch viel grösser, die nur bei Cordatus und in den deutschen Tisch- reden erhalten sind, während sie in den lateinischen fehlen.

1) Vgl. darüber die Nuten unter dem Texte der einzelneu Abscliuitte.

.♦

'I

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Hierher i,^eh(iren z. B. ii. 7, 8, 9. 10. 15. 1(3, 17. 22. :»«), 74, 75, 87. m, 94, 100—102, 100. 108—111'', 124, 127, VM, 132, 184, 145, 140, 147, 158. 159, HU, 109, 195, 244, 245, 254, 255, 250. 25S. 260. 291. 301, 302. 307, 308, 3H), 320, 321, 357, 358, 370, 400, 410. 417, 418, 420, 436 439. 440. 453—450, 4(*>1, 470. 473. 47V>, 481, 480. 487. 488. 505, 508, 512. 513. 519, 525, 530, 550, 555, 508. 570, 580. 5S7, 588. 581», 053, 001, ()80, 089, 691, 700. 709. 711. 719. 725, 737. 738. 742, 809. 828, 847, 848, 855. 858, 859, 875, 877, 885, 938,994, 1002, 1000, 1034, 1040, 1044, 1047. llo2, 1118, 1125. 1137, 1138, 1139, 1182, 1185, 1228, 1270, 1284. 1292, 1310, 1311, 1310, 1322. 1323. 1320, 1327. 132S, 1340, 1301, 1302, 1307, 1309, 1381, 1382, 1400, 1407, 1410, 1429, 1431, 1432, 1442, 1443, 1444, 1445. 144(i, 1447, 1448, 1449, 1450. 1495, 150O. 151:'>, 1551, 1553, i:>5(>, 1503, 1504, 1507, 1570, 1003, Kili), 1012, 1057, 1058, 10()6. 1710, 1760, 1809 und viele andere.

Es würde sieh nun fragen, wie sich im einzelnen das Verhältnis gestaltet, iu welchem Cordatus zu den lateinischen und deutschen Tischreden in den gemeinsam überlieferten Teilen steht.

In vielen Fällen ist die Fassung der lateinischen und deutschen Aufzeichnungen eine ähnliche. Diese Aehnlichkeit geht freilich fast niemals so weit, das man von einer wörtlichen Uehereinstimmung der lateinischen Tischr. sprechen oder behaupten könnte, dass ein Absatz der deutscheu Tischr. eine getreue Uebersetzung eines zu Grunde liegenden lateinischen Textes sei. Gleichwohl vgl. man n. 352, 413, 415, 449, 467, 502, 577, 003, 070, 081, 090, 091, 090, 702, 720, 729, 754, 771, 777, 840, 842, 849, 878, 890, 909, 920, 927, 938, 951, 962, 99o', 1009, 1030, 1151, 1182, 1230, 1207, 1299, 1353, 1412, 1453, 1459, 1559, 1575, 1587, 1029 tf. In der Tiiat in allen diesen Fällen bieten entweder die lateinischen oder die deutschen Tischr. nach Form und Inhalt Aehnliches wie Cordatus.

Ferner sind die lateinischen und deutschen Tischr. deshalb ttir uns von Wert, weil sie nicht selten in richtiger Weise Personen als solche bestimmt angeben, die bei Cordatus entweder nur mit Anfangsbuchstaben oder unbestimmt bezeichnet sind. (Vgl. /. H. n. 370. 378. 379, 412, 414, 565, 074 ff.). Auch giebt der Text der späteren Tischr. nicht selten die Mittel an die Hand ältere wohl schon !)ei der Aufzeichnung selbst oder bei der Anfeiüguug der Zellerfelder lldschr. entstandene fehlerhafte Lesarten schwererer Art zu emendieren. So konnte n. 513 dieses Tageb. richtig Danielis statt Kaphaelis, n. 40() Hostien statt Hassia, n. 109 cometis statt poetis, n. 53Slupanar statt lacunar, n. 110 sphaeram statt speram und mensa statt me se hergestellt, auch hier und da eine kleine Lücke mit Hülfe der spät. Tischr. ausgefüllt werden.

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Im übrigen lässt sich aber kaum ein grösserer Gegensatz denken als der, welcher zwischen Cordatus und den späteren Tischr. in dem gemeinsam überlieferten Stoft'e im einzelnen besteht. Die- jenigen, welche die lateinischen und deutschen Tischr. zusammengestellt haben, erlaubten sich dabei die grössten Willkürlichkeiten. Sie rissen die ursprünglichen Aufzeichnungen auseinander, ordneten den Stoff unter allgemeine Kategorien und versahen die einzelnen Abschnitte mit Inhaltsangaben, nicht selten unter Auslassungen und Verschweigen wichtiger Data und Fakta. In besonders reichem Masse ist dies bei der Zusammenstellung der deutschen Tischr. geschehen. Dieses Ver- fahren hat nun aber böse Folgen gehabt. Teils ist früher Zusammeu- gehr>riges auseinandergerissen (vgl. z. B. die Noten zu n. 210, 211, 404, 494, 538, ()49, 849, 882, 983, 1014. 1299, 1479, 1030 ff'.), i) teils hat es zu übertiüssigen Wiederholungen in grossem Massstabe geführt. So stehen wir denn vor der Erscheinung, dass namentlich in den deutschen Tischr. eine Menge (bespräche doppelt vorkommen, ja nicht selten dreimal und öfters (vgl. z. B. die Noten zu n. 443, 558, 091, 843, 800, 130(*). 1419. 1075. 107(*>rt'.). In der That die Masse der eigentlichen Wiederholungen ist so gross, dass nach Ausscheidung derselben der Umfang der deutschen Tischreden wohl auf die Hälfte zu- sammenschmelzen würde.

Eine der schlimmsten Folgen eines solchen Verfahrens ist jedoch dies gewesen: Die getrennten und aus der früheren Ordnung gebrachten, alsdann unter allgemeinen Gesichtspunkten geordneten collo(iuia mussten, da manches nicht zu einander i)asste, gewissermassen in eine neue Verbindung gebracht werden. Das verlangte die neue Anordnung. So sah man sich denn gezwungen eine Menge Zusätze zu machen, die je nachdem Personen. Zeit, Ort und andere Verhältnisse betrafen. In vielen Fällen wird an der Richtigkeit derselben nicht zu zweifeln sein. \'ieltach sind sie aber auch notorisch falsch. Denn vieles reihte man nach dem (Jedächtnisse ein, und ftir vieles hatte man schon bald nach Luthers Tode das Verständnis verloren. So ist z. B. in den deutscheu Tischr. nicht selten ein falsches Datum hinzugesetzt. Da Cordatus Aufzeichnungen nur bis 1537 reichen, respektive in diesem Jahre zusammengestellt sind. S(» kann ja der Inhalt der einzelnen collo(iuia niemals auf eine spätere Zeit Rücksicht nehmen. In der That wird bei Cordatus niemals irgend eines Ereignisses oder irgend welcher Verhältnisse gedacht, die einer spä-

♦J57

1) Vieles, was hc\ Cordiitus gruppeuweise ziisanime.ngeliört, ist auch in deu ätcreii Tischr. bei cinanaer geblieben. Vgl. z. B. n. Sol-hl 1, <)25--iriy, 1)51 -1)53,

«j5'.», 'nc. i»vi, iiin-ii;;:., lus-iio:, iiTi -iitö, u2(i-U24 tf.

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tereii Zeit als 15:^7 angehörten. Dagegen bieten die späteren Tisehr. nieht selten bei gemeinsam überlieferten liespräehen eine spätere Zeitangabe. Dies ist /. B. der Fall bei n. (»1)2. TIS, 789. 848. Iü5(>, 1007, 1125, 1U»2, 1429, 149:5, 1080, 1088 dieses Tagebuehes. Aus dem bei Oordatns angegebenen terminus ad quem geht nun aber deutlieh hervor, dass diese in den späteren Tisehr. mit einem uaeh 15;i7 fallenden Datum versehenen (lesjjräehe gleiehwohl von Cor- datns vor 1537 gehört und aufgezeiehuet sein müssen. Aueb lässt sieh bei einigen derselben (u. 748, 848, 1202. 1493) ohne weiteres die llnriehtigkeit des Datums beweisen. Bei andern (u. 1050, 1125) ist das Jahr 1538 angegeben. Dann wäre doeh wi.hl zu erwarten, dass diese Gespräehe bei Lauterbaeh zu linden seien, was niel.t der Fall ist. Andere [i\. 1U07, 789, 002) zeigen das verkehrte Datum nur in den deutsehen Tisehr., während in den lateinisehen eine Zeitangabe über- haupt fehlt, u. 1080 ist in den lateinisehen Tisehr. verkehrt datiert, während die deutsehen eines Datums entbehren, n. 1429 ist das Datum offenbar ein späterer Zusatz, n. 1088 endlieh steht in den deutsehen Tisehr. zweimal, und zwar einmal mit und einmal (dme Angabe einer

Zeitbestimmung.

Weniger unsehuldig sind nun aber Zusätze folgender Art: Einmal um interessant und pikant zu erseheiuen, sodann aus Küeksiehten des Oesehmaeks, endlieh um dem Verständnis des Lesers zu Hülfe zu kommen, gab mau den Aufzeiehnungen eine möglichst breite Fassung und erweiterte den ursprüngliehen Text dureh allerlei Zusätze, oft bedenklieher Art, und legte somit Luther viele Worte in den Mund, die er niemals gesproehen hat, ja man bekleidete den Text nieht selten mit einer Art von Commentar, und zwar derartig, dass sieh in der That in sehr vielen Fällen nieht mehr unterscheiden lässt, was Luther oder seinen späteren Bearbeitern augehört.

Dergleiehen Zusätze finden sieh in den lateinisehen und deutsehen Tisehreden gradezu massenhaft. Man vgl. vor allem die Noten zu n 45 102(0, 492, 517, 538, 545, 501(1), 0()0, 074(!), 752, 753, 700(!), 808 830, 850, 1020, 1021, 1020(!), 1075, 1080, 1095, 1090, 1098, 11010), 1125 1129, 1144 1153, 1101, 1235, 1230, 1244(1), 1245, 1253, 1280, 1298 1300, 1344, 1345, 1362, 1300, 1368, 1373, 1374, 1383, 1399, 1400 1435. 1407, 1501, 1030, 1038, 1047, 1051(1), 1053, 1007, I07t», 108o', 1092, 1095, 1097, 1709, 1721, 1723, 1731, 1738, 1703 ff.

Nicht minder sind es starke Abweichungen nach Form und Inhalt, ja nieht selten gradezu arge Entstellungen, die uns in den späteren Tisehreden bei gemeinsam überlieferten (iespräehen so sehr oft entgegentreten. Nieht selten wird der Inhalt eines eollo-

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quiums in den lateinischen und deutschen Tischreden erst dureh die Aufzeiehnun- des Cordatus verständlich. Man vgl. z. B. n. 286, 293 350 453A55, 530, 566, 573, 671, 725, 739(1), 751(1), 781, 815(1), 824 9290 932, 945, 947, 980, 1017, 1054, 1055, 1000-1002, 1071, 1082,^091, 1094, 1100, Uli, 1132, 1139, 1328, 1330, 1408, 1428, 1455, 1408, 1473, 1501, 1513, 1(>74(1), 1083, 1722, 1724, 1725, Uöo,

Ueberhaupt weichen die späteren Tisehreden von Cordatus nieht selten derartig ab, dass sie bei einem gemeinsam überlieferten (iespräehe entweder nur einige ähnliebe Gedanken bieten, oder dass die ganze Fassung nur eine dem Gedanken "^le^ abn- iiehe -enanut werden kann. Beispiele hierflir smd n. 10b. 120. 158 159, 574, 814, 818, 875, lull, 1050, 1050. lOOT. 1147. 1154, 1185, 1222, 1252. uns, 1327, 1348, 1301, 1594 ff.

Gross ist sodann die Zahl der einzelnen falschen Lesarten, die sich in den späteren Tischreden finden. Nicht immer ist es Flüchtigkeit oder Nachlässigkeit, welche dieselben hervorgerufen bat Nicht immer fanden die späteren Herausgeber in den ursprünglichen Aufzeichnungen, die sie ihren Ausgaben zu Grunde legten, ünnchtiges vor Vielmehr haben .sie manches gar nicht verstanden. i5o wird z B n 140 ein ursprüngliches imponitur (= decipere) m den späteren Tischreden mit aufgelegt gegeben, n. 945 heisst es eben- daselbst wahrhaft verblüffend von Maximilian I.: .und schlachtete was ihm zuerst begegnete", u. 1510 steht Hoffmeister statt Hochmeister (0, n. 509 ,die Käthe am Narrenseil" statt .der Teufel am N.", n. 581 Banati statt Bavari, n. 1042 sehiess- schläge statt des alten Wortes schirmschläge (= Fechterstieich), u 1473 Icarium statt Latium, n. 1428 de VeneriJ8(!) statt Venetijs u 1583 in socken statt auff stecken, n. 539 Christus wird bleiben, aus manserem esse (= spurium esse) entstanden (!), n. /04 Schlossbeine statt Sehossbeiue. n. 803 pules statt eulex n. o9l Kürass sUtt Kurusz (= Schar, Haufe), endlich n. im die Mut er (iottes zu Pautano statt putanam (= meretricem) (!). Ae^™f findet sich auch an vielen anderen Stellen. Vgl. z. B u '4 7o.^^»' 084, 779, 811, 880, 945, 903. 1049, 1137. 1194, 1488, lod, 1578, lo90,

Endlich ist die Fassung der deutschen und lateinischen Tisch- reden an vielen Stellen unvollständig, wo Cordatus Vol- ständigeres bietet. S.. können z. B. folgende Nummern: n. 22, 111. 111« lll" 125 159. 198, 209, 228, 250, 250, 412, 417, 503, 00<, 04o, 700,' 732, '747, '817, 828, 829, 900, 912. 985. 1014, 1035. 1087, 1102. 1104 1107, 1100. 1167, 1173, 1184, 1211, 1212, 1223, 1248, 12,9,

3

34

1287, 13:58, 1354, 1431, 1440, 1441. 14S0, 1403, 1494. 1497. 1548. 1567, 1571, 1589, 1621, 1646, 1703, 17r>(> ff. zur Krp:äuziiii- iles- j eil igen dienen, was die 8i)ätereu Tischreden überliefert haben.

Im Gegensatz zu den oben erörterten Abweichungen und will- kürlichen Entstellungen der lateinischen und deutschen Tischreden bietet nun Cordatus Luthers eigene Worte, soweit dies über- haupt bei solchen Aufzeichnungen möglich ist. Fast immer spricht Luther in der ersten Person. Alles macht den Eindruck des ohne Vorbereitung unmittelbar (iesin-ochenen und sofort Nieder- geschriebenen. Daher die vielfach abgerissenen Sätze, das Sprung- hafte und Unvermittelte in der Verbindung der Gedanken und Sätze, der blosse Hinweis auf damals bekannte Personen, Verhältnisse, Ereignisse, daher die oft holprige Latinität. die vielen einzelnen, für den Sprach- forscher interessanten deutschen und lateinischen Wörter. Wortformen und Wendungen«), die nicht selten der S])rache des gewidmlichen Lebens entnommen sind. Originell wirkt dabei der stete Wechsel zwischen deutscher und lateinischer Form, wobei die llaui)tgedanken sehr oft in die deutsche Form gekleidet sind. Feberall merkt man. wie der Aufzeichnende das Bestreben gehabt hat. das eigentlich Wichtige in

1) Man beachte z. H. Trstend n. 688, eyblu nie u rauch Iblir), bett- tiss 6S5, seiglochcr 1ö:U, altensteiss '2\ hutzig ITlli, wilkropp «oo, convasaverant I2(H), putana 14*»4, weiglen r»B(i, gratitudo li:»r>, wige- nachten688, kuniszHVH, to x icare 18:t.5, p ofe l 2:iH, aninien 127, .scoria 14», temmen 106, caussarii 174, aiisgeschoren 171, luctarius 243, volpre- t i g 856, s c h o 1 1 e u '\ (— .Steiierpfennige) ^hii, n o h l (--- GüUipteunig) ^^'-i, s c h n a 1 1 c n (= schnellen) 112.'), hanswurst los2, prattzirn l<»7.'>, bro.se lim, brosini- lin 1479, bnici 1481, hastiludiiuii 1126, fotzc I4'.M, verziehen auf 1471, das kurz spielen 1474. schindleich IUI, solchen (= suhhcn d.h. ver- salzen) 1421», soler S45, beheinic r wald 1405, derzitz 146(>, reu .sze (= Sieb- geflecht) \:m), Sehlauraffenland 142v, rottkelgiu i:.7«», schurreysen 873, humpler (= Pfuscher) laä.i), westcrhenibd liii 1:571, knutl i:M, elltisz 15U5, weyssen Reissen (=^ Weissrussen) 1206, girare 1330, vertuninus 133U, /wicken /= piepen) 157U, schartens 12:>2, teyler 12m». niuldcn 12^0, eine gute zeche borgen 12M, leucken lo6.3, kandel Mmii, meltzen 1022, eniessen 1611, ubers seil werfen 1232, einem ein stein in gartten werffen 1235, scheblich 1)12, braseator 8!M, braseare 054, spitluieister (= spitahneister) 1753, anfart 17oo, klopp er 1(;I3. discus (= Schüssel) I57H, zersz (=^ penis) 1494, wandelwertig 258, sartorium 307, calcearius 3o7, aber 176(», rosz- t au sehen (= betrüglichen Pferdehandei treiben) 1097, kodenboden 1766, pfarner2I6, scheisskachen 24o, mictirismus k:{0, sperlich ho5, tiddern 802, ring gering) 788, sincken (= einen Schacht treiben) 779, devotarius 767, fastlnacht 749, die gedencken 750, gemosz 747, sich nerren mit 741, heckenreiter 740, geheyen 751, plintzen 719, die stäupe (-- pranger) 658, ein post629, sein rechnung in der Hand macheu 554, die steltzeu bestreichen 531, mineralia (= Bergwerke) 3S2, und vieles andere.

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frischer und klarer F(»rm und Fassung zu fixieren. In der That man darf sagen, auf den Aufzeichnungen des Cordatus ruht der (Jeist Luthers nach Form und Inhalt!

Ks waren ruhigere Jahre, in welche diese Aufzeichnungen lallen. Nach den gewaltigen Aufregungen der vorhergehenden Zeit war Ruhe fllr Luther ein wohlthuendes Bedürfnis. Auch sein körperliches Be- linden hatte gelitten und litt noch. Fr tnhlte sich matt und müde, mit Undank belohnt, wünschte oft abzuscheiden und glaubte das Ende •liier Dinge nahe. So nahm denn seine Wirksamkeit nach aussen ab, und aufreibende kirchliche Kilmvfe blieben ihm längere Zeit fern Er k..nntc sich ganz dem Verkehr mit seinen Tischgenossen widmen, nachdem er die Sache des Evangeliums durch die Erfolge des Augs- burger Reichstages und durch den Nürnberger Religionsfrieden sicher ..estellt sah. Da fliesst nun von ir,;n- ir>3:>> der Strom semer Rede dahin und in welcher Fülle! Da giebt es wohl kaum em Gebiet des religiösen, politischen und socialen Lebens, welches er nicht behandelt. So ist auch viel von seinem damaligen körperlichen Befinden bei Cordatus die Rede. Dahin gehiuen die n. 40, 453, 547, 55G, o79, 042 085 714 759, 1300^1302, 000, 11:^7. 1180-1192, 1248, 12/0, 1282, r>»80 1380 1671, 1730, 1840. Ferner spricht Luther vom nahen Welt- untergange'n. 805, 951, 952, 953, 548, 549, 551 ff. Gesetz und Evangelium Glauben und gute Werke, der Teufel mit seinen Anfechtungen, Gott und sein Wort und seine Werke, (Uiristus mit seiner Gnade, Predigtamt und Prediger Gebet, Juden und Türken, Könige und Fürsten, Reichstage, der Papst und die Papisten. Ehe. Frau und Kinder, die Welt mit ihrer Art, das ewige Leben, Tod und Verdammnis - alles dieses zieht in buntem Wechsel au uns vorüber in zahlreichen Gesprächen!

Freilich sind es nicht immer Luthers eigene Worte, was wir in diesem Tagebuche lesen. Manches hat Cordatus selbst hinzugefttgt zur Einleitung und Orientierung. Meistens sind es nur wenige Worte, oft nur das Notwendigste. Vgl. z. B. n. 22, 32, 35, 3«, -^^ ^2 ^^3- ^^ 74. 75, 281. 403, 414, 423. 557, 505, 508. 002, o89, 719. ^2^ 7oO 7b., 708 80'> 824 971. 1240, 1400, 1481, 1482, 1491, 1548. 1549, lo6L 1502, 1503, 1501., 1570, 1583, 1597, lOOL 1000, 1007, 1008. 1009,

ir,12, 1837 ff'. . . ^ n A ^r

Manche Absätze sind sogar als eigener Bericht des Cordatus

aufzufassen. Dahin gehört n. 31, 50, 57, 84, 111% HP, Ho, HO, 133,

l^S- 101 102 1190 1192, 1484 ff Hin und wieder taucht auch

einiges auf, was Cordatus nicht selbst gehört und aufgezeichnet hat.

So wird er das n. 1442-1449 mitgeteilte Schreiben an Brenz jm

Melanthon empfangen haben, ebenso die Nachschrift dazu (n. 14o0)

von Luther. Für n. 1190-1192 ist Jonas vielleicht sein Gewahrs-

3*

36

mann, n. 792 endlich hat er einen Vorfall, den Lauterbaeh au Luthers Tische erzählte, in seine Sammlung: aufgenommen.

Auch dadurch wird der Wert seiner Aufzeichnungen nicht im geringsten beeinträchtigt, dass eine Reihe von Gesprächen gleichen oder ähnlichen Inhalt haben. Man vgl. z. B. n. 45 und 1404, n. 65 und 1357, n. 80 und 1715, n. 113 und 1062, n. 104 und 1430, n. 125 und lÖOO, 1061, n. 340 und 1356, n. 344 und 1464, n. 259 und 1293, n. 620 und 1365, n. 40 und 1409, n. 552 und 1267, n. 355 und 1411, n. 357, 358 und 1412, n. 521 und 1124, n. 450 und 638, n. 33 und 1408, n. 1359 und 1437, n. 750 und 1620. Keinesweges handelt es sich hier um Wiederholungen im eigentlichen Sinne. Einige Male ergänzen sich diese Gespräche wie n. 113 und 1062, n. 40 und 1409, n. 33 und 1408. Oefters giebt die an erster Stelle genannte Nummer Vollständigeres als die zweite (vgl. n. 65 und 1357, n. 344 und 1464, n. 355 und 1441, n. 750 und 1620, n. 357, 358 und 1412, n. 620 und 1365). Zuweilen schliesst sich der Inhalt der zweiten Nummer enger an die späteren Tischreden an, wie bei n. 259 und 1293, n. 522 und 1267, auch bei n. 620 und 1365, während bei n. 125 und 1060, 1061, n. 1359 und 1437, n. 104 und 1439 wohl an zwei verschiedene Redak- tionen desselben Inhalts zu denken ist. Stets aber zeigen die Ab- schnitte mehr oder minder abweichende Form. Mit Ausnahme von n. 113, 1359 und 1437 kommen sie alle auch in den lateinischen und deutschen Tischreden vor, n. 450 und 638, n. 40 und 1409 ebenfalls

mehrere Male.

In den meisten Fällen werden diese Wiederholungen so zu erklären sein, dass Luther sich mehrere Male über denselben Gegen- stand in Gegenwart des Cordatus ausgesprochen hat. Dazu konnte der Inhalt von n. 125 und 1060, 1061, n. 450 und 638, n. 259 und 1293^ n. 344 und 1464, n. 521 und 1124, n. 552 und 1267, der Inter- esse*'erregen mochte, wohl Veranlassung gegeben haben. Anders ist aber über eine Reihe weiterer Wiederholungen zu urteilen. Mit Ausnahme nämlich von n. 1781, 1782, 1815 erscheineu von n. 177() an bis n. 1825 eine Reihe von Abschnitten, die bereits auf den ersten Seiten der Handschrift, sowie auf S. 70—125 derselben in anderer Form und fast immer in vollständigerer Fassung vt>r- kamen. ') Die Fassung dieser Abschnitte von u. 1770 1825 ist oft sehr gekürzt, stellenweise nur kommen andere (iedanken vor. Die grosse Anzahl dieser colloquia es sind ihrer 52 Nummern ferner der Inhalt derselben, berechtigt wohl kaum zu der Annahme, dass Luther es ftir passend und nötig erachtet habe dieselben Gegenstände

1) Nur n. 1814 und 1818 bieten im Verhältnis zu den ent.sprechendeii n. 271, 271*, 283 eine ebenso vollständige und, wie es sc-Ueiut, ursprünglichere Fassung."

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zweimal im Kreise seiner Tischgenossen zu behandeln sondern es drängt sich die Vermutung auf, dass hier Teile von Aufzeichnungen eines andern ^ orliej^^en. die Cordatus in seine Sammlung mit auhiahm, S e^ es darunter vorkonunen mochte (vgl. - «• - ^^^^-^^ J^ , IS33-184;i die Cordatus allein überliefert hat), was -ihm selbst aus irgend einem (Uundc aufzuzeichnen nicht möglich gewesen war. Es ist also wohl glaublich, dass hier Aulzeichnungen ^^;;^^7/^^'^f ^^^J vorliegen. v<.n dem derartige Erinnerungen an Luther Ins jetzt n ch ]>ekamit waren. Sagt doch Cordatus n. VXV^ ganz ausdrücklich, dass er horte \ e i t 1) i e t r i c h s und S c h 1 a g i n h a u f f e n s Aufzeichnungen

mit den seinigen vereinigt zu haben. n i + .

Auch den Vorwurf könnte man den Aufzeichnungen des Cordatus ,,aehen. dass sie ebenso wie die späteren IMschreden manches De rbe nu. uns Anstössige enthalten. So viel A«geB w.e^^^ sehen und deutschen Tischreden enthalten sie freilich nicht aber mme^^ <.enug. Hier dürfen wir sicherlich nicht den Massstab der "dt anV". l^uthers Weise ist ..hrlich oft keine feine gewesen \llein er redet die Sprache seines Volkes und seiner Zei "«^l da ta nahm n.an an Solchen Ausdrücken ^^f^J^^^^^^^ sondern zählte sie sogar zu den guten Witzen. ^^^'^^^^'^^ ';f ^^^^^^^^ dorf in seiner (Jesch. des Luth. III, § \M darüber .multa verba et dicteria quae hodie (1694) vilia aut spuria habentui, llo t mpore sine turpitudine dici poterant et in er fa;etias\ion inhonestas locum ^^)^''\ ^ff^ Derbheiten linden sich bei Cordatus z. B n. m, 240 und 13 n^ 4^^ und 47i>. n. 521 und 1124, n. 538, (355, 721^ /b3 ^o«; 11^1' l-^o, 81 14()0 1491 1494, 1531. 1549. 1597, 1603, 1651, 16/4 ff.

Ce^ i^^t ^F^^^^^^ - untersuchen: Am Schlüsse mancher K^Ju^\in^eu^i.^. in diesem Tagebuche Zusätze, die a s;^^^^^^^^ der Worte »^^^thers st.hen. IJl^^^^^^^^^ kommen hier in Betracht: -' ^\'fJZ\s ^^^^^^

von Cordatus selbst herrühren, ^^»^*/^^^*^^"^.4"~ grösseren und so wichtigen Zusätze ^-^'^--^^^^^ ^ ^ bd der

Welcher wie diejenigen am Schlüsse >'on n 174, ^^1, o03 erst bei dei Zusammenstellung des Tagesbuches 153. ^^^^^".^^^^^^ nemo nos imitatur^ sagt Cordatus ferner an derselben Stelle, und

i[^r !: ' m:::. 1.4;. sicU Uem-aeuac /usat. bildet eine ganze Nu.mer für sich.

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damit kann er wieder nur sich, Veit Dit^trieli uud Sehla^- inhauffen meinen. Aiieli der n. 1114 sieh findende Zusatz kann nur von demjenigen berrtihren, der die eben gehörten Worte Luthers nieder- sebrieb, und das ist wieder Cordatns. Die meisten der hier in Frage stehenden Zusätze sind indessen wohl gleich bei der Aut'zeielmnng des Gehörten oder bald darauf gemaeht, nameutlieh wenn es wie n. 33 heisst «hoc respundebat contra me* (»der u. i)87 „hoc ad me dieebat* tf. Von dem n. 888 stehenden Zusätze ist dies sicher, wie in der Note bewiesen ist.') Im übrigen können auch die ii. 120. 807 sich tindenden Zusätze wohl kaum einem anderen zugeschrieben werden, als dem, der das eben Gehörte aufzeichnete, während am Schlüsse von n. 174, 22L 250, 1507, 15a() auf Dinge angespielt wird, die das eigene Sein und Wirken des Cordatus tief beeintiusst haben. Nur der mit n. 1843 bezeichnete Schlusssatz wird geistiges Eigentum eines Abschreibers sein, um so mehr als sich unter der oben bereits erwähnten Briefsammlung des Cordatus in der Wolfen- blitteler Handschrift cod. Aug. fol. 10. 11 eine ähnliche von einem Ab- schreiber stammende Subscrii)tio befindet.

Immerhin gehört aber die grosse Masse dessen, was Cor- datus aufgezeichnet hat, Luther an, und dessen W(>rte sind stets leicht zu scheiden von denen des Cordatus.

Noch ein Punkt würde schliesslich zu erörtern sein. (Jbeu war bereits kurz erwähnt, dass die von Cordatus in Luthers Hause ge- machten Aufzeichnungen, deren einzelne Abschnitte weder Ueber- schrifteu tragen noch nach allgemeinen (4e8ichts])unkten geordnet noch mit bestimmten chronologischen Angaben versehen sind, im allgemeinen die Zeit von 1524—1537 umfassen, und dass die Hau])tmasse, wie aus dem Inhalte geschlossen werden kann, in die Zeit von 1531 1533 fallt. Nun ist den einzelnen Absätzen zwar kein Datum wie bei Lauter- bach hinzugefügt, gleichwohl erscheinen nicht selten im Texte selbst eine Reihe von bestimmten Zeitangaben, uud zwar nicht nur sojciie, die auf frühere dem betreffenden Gespräche vorangegangene Ereignisse iiindeuten, sondern auch solche, die ganz bestimmt die Zeit an- geben, in der Luthers Worte gesprochen sind. Chronologische Bezeichnungen der ersten Art tauchen n. 338, 342. 569. 031, 1180, auf, während der Text der u. 1(37, 328, 549, 551, 7u7, 753, 93*J, 1235 mit den Zahlen 1531, 1532 und 1533 ganz genau die Zeit angiebt, aus der Luther Worte stammen. Cordatus, der zuerst von allen Aufzeichnungen über Luther machte ausdrücklich erklärt er n. 133** selbst : e g o v i a m a 1 ij s f e c i , q u o d i d e m a u d e r e u t begann die-

2) Es betrifft die Worte von tali seiitentia coucepturuui.

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selben wahrscheinlich im August 1 531. Dies geht aus n. 167 hervor (vergl oben Note). Wenn man nun eine umfassende Anzahl von Ge- sprächen von ihrem Inhalt aus auf die Zeit prüft, in welcher sie ge- sprochen sind, und diese in Verbindung mit denjenigen colloquiis, die oine bestimmte Zeitangabe in Bezug auf die Zeit des Gesprächs auf- weisen, an einander reiht, so kommt eine, wenn auch öfters nnterbrochene chronologische Reihenfolge zum Vorschein, die höchst wahrscheinlich der Zeit entspricht, in welcher die einzelnen Abschnitte wirklich gesprochen und auf- gezeichnet worden sind. Diese chronologische Kette würde dann folgende (lestalt gewinnen: ^

n 55 (1531), n. 56 (1524 (Kler 1525), n. 5^ bl, 76, 111; jy» lll'. (1531), n.l67 (August 1531), n. 172, 272, 276-281 ( 53 ) 328 (hoc anno 1531), n. 391 (1534), n. 399, 403, 434 (Herbst 1531), 668 686, 7(»6 (Sommer 1532), 707 (annus 1532 est mihi climae- tericus) n.729 (Sommer 1532). n. 732 (1533?), n. 736, 748 (Som- mer 1532). n. 753 (16. Aug. 1532, die Worte selbst sind wohl etwas später gesprochen), 756 (1632 noch vor dem Tode des Kurfürsten) 764 (1532 bald nach dem Regierungsantritte des neuen Kurfürsten) 775 1534 oder 1535), 848, 854, 865, 888, 895, 903 (Herbst 1532) 017 15;',5), 9311 (Die Michaelis 1532, die Worte selbst smd wohl ;twi spätir gesprochen), 951 (Ende 1532), 961 (1533), 96 (Lnde 1532 oder Anfang 1533), 977 (1533), 984, 985, 98v (Ende 1532), 006 0 534 oder 1535). 1020 und 1021 (Ende November 1532), 1068. 106.) DfcemlKM. 153^ 1122, 1134, n:^7 ,En de 1 532), 1139 (1528 od^^^^ 1520) 1179 1200. 1203 (Ende 1 532), 1235 (2S. Jan. lo33), 1237, 1248, 1262, 1263(Anfang l 533). l235--l282(WahrscheinHch vom 28 Jan bis 12. Febr. 1533), 130O-1302 (Mitte Febr. 1.33), ^^^] (^^^ 1412-1450 (Mai 1531). 1474 (Frühjahr oder Sommer lo32) 14.^0 ^7. Juni 1532-7. Juni 1533), 1509 (ir>28) 1550 J^^ l-^?j)' ^555 (Sommer 1532). 1561 (O.Juni 1532).^ ^^^^(^?:^-^^ (1 535), 1582 (Ende 1 532 oder Anfang 1 533), 1.83 (1 o32 o91 (lo32)^ .597 (Ende 1532 oder Anfang 1533). ^^^00 ( ^'j^X 606

(Ende .luli 1532). 1607 (12. Juli i:>32), ^^ ^.n'',^''^ 1600{15:'>^) 1612. 1613 (Spät-Sommer 1 .32), 1620(1.35), lo83 ^4 End7l532l 1721-:i;28(1521 oder 1525V). Jflf i^haehs 1533) 1732 (1533 oder 1535V). 1765(1534), 181. (der Vorfall 1.31, die Worte sind jedoch später gesprochen). 1835 (1534 oder 1.3o) Vom August 1531 bis Februar 1533 lässt sich also ftlr die

0 Eb.nsu lallen a.ul. wohl .Üe audereu Gespräche, wo von Dürre die Heae isl: n. I4s4, 14.2, im, 149., i:^:, LW, 15H., H196,in den .ommer U.2.

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Gesprädie von n. 1 bis etwa 1400 eine bestinnnte ebronolo^iHche Reihenfolge verfolgen, die bisweilen Jedoeb dureb später oder frliber fallende unterbroeben wird. \'on n. 1400 an lässt sieb aber der ebro- nologiscbe Faden nicbt unnnterbroeben weiter zieben. Die dann fol- genden eolloquia geben wieder zeitlicb zurück und bezieben sieb, ebenfalls mebrfacb dureb trübere oder später fallende unterbroebeu, der Mebrzabl naeb wiederum auf das Jabr 15.'V2, jedocb aueb diese in einer gewissen Reilienfolge bringend. Mit Keebt kann man daber sagen, dass die Aufzeichnungen des Cordatus im grossen und gan- zen der cbronologiscben Anordnung nicbt entbehren, die wohl der Zeit entspricht, in welcher die Gespräche aus Luthers Munde kamen.

Nach allem diesen lägst sich das Urteil über Cordatus Aufzeichnungen dabin zusammenfassen: Die von einem Manne wie Conrad Cordatus, dem treuesten Freunde Luthers, in dessen Hause in der erwähnten Weise gemachten umfang- reichen Aufzeichnungen können die grösste Glaubwürdigkeit beanspruchen und enthalten neben manchem andern, was neu ist, nicht allein sehr viele Worte Luthers, die bisher un- bekannt w^aren^, sondern bieten auch als die ältesten der vorhandenen Aufzeichnungen für den grösseren Teil der be- kannten und gedruckten lateinischen und deutschen Tisch- reden bis zum Jahre 15:^7 die von späteren Entstellungen und Zusätzen freie ursprüngliche Fassung, so dass wir nun- mehr mit ihrer Hülfe im Stande sind, in einem grossen Teile der späteren Tischreden das zu erkennen, was Luther an- gehört oder nicht. Sie sind daher ein höchst wertvolles Ma- terial zur Vervollständigung des Bildes, das wir uns von

1) Als Abschnitte dieses Tagebuchs, die bisher nicht über- lieferte Worte Luthers enthalten, dürften etwa 550—570 zu bezeich- nensein. Einige von diesen als neu bezeichnete mögen immerhin noch unter dem Wüste der späteren Tisch r. versteckt sein. Auf den ersten 15 <> Seiten des Manu Scripts findet sich das meiste Neue. Ganz natürlich, da Cordatus ja zuerst anfing Aufzeichnungen zu machen und dies eine Zeit lang allein that. Die bisher nicht be- kannten eolloquia pflegen oft gruppenweise aufzutreten. Als neu mögen auf den ersten 200 Seiten der Handschrift folgende Ab- schnitte hervorgehoben werden: n. 1-6, 14, 21, 25, 28, 29, :U, :r2, :i3, 51—53, 55—02, 64, 76, 80—85, 88, Ol, 97, 112, 113, 115—123, 129, 130, 133, 133«, 137—144, 154—157, 160—163, 106, 167, 172—177, 185, 186, 196, 197, 199—208, fast alle eolloquia von n. 212—238, 253, 267, 268, 272—281 (mit Ausnahme von 27«; u. 277), 303-306, 312—319, 322—337, :<39 (mit Ausnahme der ersten Zeilen), 342, 354, 363, 364, 367, 368, 369, 380, 386, 388-391, 4(»0, 402, 403, 405, 407, 423, 424, 425, 437, 472, 476, 480, 490, 491, 499, 501, 504, 514, 515, 525, 527, 540, 543, 544, 547 flf.

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dem gewaltigen Manne zu machen haben auf dessen Schultern die grosse Bewegung des 16. Jahrhunderts und ihre Entwicklung geruht bat. und eine höchst erfreu- liche Ergänzung zu dem Tagebuche des Antonius Lau-

Wie ist es nun. kann man weiter fragen, gekommen, dass diese wichtigen und umfangreichen Aufzeichnungen des Cordatus nicbt allem bis auf den beutigen Tag haben unbekannt bleiben können . sondern auch nicbt einmal mit irgend einer Silbe von anderen Tischgenossen luthers die ebenfalls Aufzeichnungen machten, wie Lauterbach, Mathesius ff.') erwähnt werden? Wie bat es ferner geschehen können dass Männer wie Aurifaber. Stangwald, Selneccer, Reben stuck. Kummer, so wie der Sammler und Zusammensteller der Hall Handschrift, Cordatus Namen haben verschweigen können, ohne auf ihn hinzuweisen, der doch mr einen grossen Teil des von ihnen herausgegebenen Stoffes tbatsächliche Quelle sein

m n s s t e .

Die Antwort seheint ^or allem zu liegen in der lateinischen Vor- rede Luthers zu den 1537 erschienenen ,conciuneulae amico cni- dam praescriptae'i). die sich, und zwar wohl nicht ohne Grund, vor diesem Tagebuche des Cordatus in der Zellerfelder Hdschr. im Originale Luthers findet. In dieser praefatio, die auch Stangwald und Förstemann und Bindseil ihrer Ausgabe der Tischreden Luthers haben Vordrucken lassen, beklagt sich nämlich Luther bitter darüber, dass die Wittenberger Freunde während seiner Krankheit m Schmalkalden iene Predigten, die er nicht fWr den Druck bestimmt gehabt hätte, sondern nur .snb coena et prandijs effudisse', veröffentlicht hätten. Unwilliir protestiert er gegen dies Verfahren und ruft aus: ,rogo tamen per Christum pios meos furcs. ne faciles sint ad edendum neque me vivo nenue mortuo. si quid vel per insidias me vivo furati fuennt n.e- arnm cogitationum vel me mortuo hal)uerint iam antea sih. comnium- catum. Iterum rogo, so schliesst er, nt sine me nihil menn. edat ullus araicus hoc et charitas et iustitia requirit.'

Diese Worte Luthers wird sich Cordatus zu Herzen genonmien

nXur einmal l.cgegneii wir einer «pnr davon. Nach einer Mit.eilung des Herrn Prof. Köstlin findet sich in dem Nürnberger Mam.scnpt des Vei. Dietrich S. «i die Notiz: Cordatus exscripsit. Dies «t sich auf n 22 dieses Tagebuches, wozu Veit Dietrich an der angegebenen Stelle eine Ural- lele hat. Auch als (iesi-nichsgenosse wird Cordatus in den späteren lischr. selten erwähnt. Vgl. z. B. Rebenstock I, 2si., Bindseil 11. 2iu, femer die Noten zu n. 1.(4.

378, 1406, 171(1. , .1 1 < !■»

2) Vgl. Festschrilt des Gymnas. zu Clausthal z. I.uth. Jui>. ». li.

42

haben. Er wird eben jener amieiis quidam sell»st gewesen sein, dem dit' erwähnten eoneiunculae sub coena et prandio znr Unter- weisung- mitgeteilt waren.*) Cordatus war es aueh vielleieht. der in seinem Eifer für Luther jene Indiseretion. welehe diesen in Ilarniseh braehte. beging. Hatte er wirklieli die Al>sieht gehal)t die von ihm gesammelten eolloquia einmal später zu verört'entliehen . s«» wird er naeh Euthers lltickkehr aus Sehmalkalden grlindlieii davon zurück- •rekommen sein, und als im Mai l.").'^7 der Uuf naeh Eisleben an ihn erging, hat er höehst wahrseheinlieh in aller Eile seine umfangreichen Aufzeichnungen zusammengestellt und geordnet. Luther schenkte ihm dann das Original der erwähnten praefatio dazu, die er. als er die Zellerfelder Hdschr. von kundiger Hand hatte anfeiügen lassen, seinen Aufzeichnungen als warnendes momento vorangehen liess. Er ist also mit seinen Erben den dringenden Bitten Luthers gereciit geworden. Er hat seine Aufzeichnungen weder selbst herausgegeben noch andern zur Benutzung überlassen und somit im (iegensatze zu andern Freun- den Luthers eine heilige Ptiicht gegen diesen erfüllt. Auch tür die Zeit nach seinem Tode oder für sonst unvorhergesehene Fälle will er sich sichern: „Qui me invito hec describit, tantum tali animo describat. quali ego simplici ac candido" ruft er n. L^:i aus und deutet damit ausdrücklich aut die Mr>glichkeit hin. dass einmal der Fall eintreten könnte, dass jemand seine Autzcichnuugeu wider seinen Willen, aber ohne dass er es zu verhindern im Stande sei, abzuschreiben Oelegenheit habe. Als teures Andenken wird seine Samndung in seiner Familie später aufbewahrt sein, als stete Erinnerung au den Mann, dessen Grösse schon die Mitwelt erkannte, so dass eine Reihe von ernsten und gelehrten Männern sich gedrungen fühlte jedes aus seinem Munde gekommene Wort nach den Worten Christi: , Sammelt die übrigen Brocken, auf dass nichts umkomme ^ durch Aufzeichnung den nachfolgenden Geschlechtern zu erhalten.

Dem gegenüber muss es nun aber wunderi)ar erscheinen, dass gleichwohl so vieles von den Aufzeichnungen des Gordatus in die s])äteren Tischreden übergegangen ist. Wir stehen hier doch vor einer nackten Thatsache. nändich der. dass wir sagen müssen, die Haupt- ([uelle für die älteren Teile der lateinischen und deutschen Tischt, ist Cordatus.

Wie ist der Widerspruch zu lösen." Eine direkte Benutzung

1) Vgl. oben die Note, welche Mitteihnigeii über «las Berliner Mauuscript der von Sebastian Redlich angefertigten Alisehr. einer risdiredensanmilung des Cordatus bringt, wo es heisst: „Conradus Cordatus ad D. M. Lutherum: Keverendissiuie Domine pater, Lhehret mich Ein kiirtze weise zu predigen I

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des Zellerfelder Manuscr. hat niemals stattgefunden. Cordatus und seine Erben haben das wird aus dem Obigen klar sein die lldschr. anderen zur Benutzung nicht Uberiassen. Wäre dies geschehen, so würde doch sicher einer der späteren Herausgeber lutherscher Tischr. Cordatus als Quelle genannt haben. Ferner wäre es doch unbegreiflich, wie einem solchen Herausgeber r,5(i 570 zum Teil sehr interessante und wertvolle eolloquia. die bisher noch nicht überlieferte Worte Luthers enthalten, von denen sich auf den ersten 200 Seiten der Hdschr. fast 200 finden, hätten entgehen sollen, abgesehen von den sonstigen so sehr erheb- lichen und zahlreichen Abweichungen, die die späteren Tischr. bei gemeinsam vorhandenen c(dloquiis im Veriiältnis zu Cordatus zeigen. Wohl kann aber Cordatus als eine i n d i r e k t e Q u e 1 1 e für die älteren Teile der späteren Tischreden betrachtet werden. Er sagt ja n. 133^ „imo viam alijs feci. quod idem auderent, maxime Vitus Theodoricus et Joannes Turbicida etc." Cordatus hat also zuerst und eine Zeit lang allein, dann in Gemeinschaft mit anderen Aufzeich- nungen gemacht. Unter diesen waren Veit Dietrich und J oh. Schlag- inhaufen, deren Aufzeichnungen Cordatus nach n. 133- mit den seinigen vereinigt zu haben hofft. Von den Aufzeichnungen des letzteren wissen wir so gut wie nichts, desto mehr aber von den bereits öfters genannten Aufzeichnungen Veit Dietrichs. Dieser sowohl wie Turbicida und auch andere, die Cordatus nicht mitkamen nennt, haben also eben- falls Aufzeichnungen über Luther, und zwar zugleich mit Cor- datus gemacht. Denn sonst könnte es n. 133=^ nicht heissen: ..nunc nemo nos imitatur". Aus den Aufzeichnungen dieser Männer, die vieles mit Cordatus zugleich aus Luthers Munde hörten und aufzeichneten, ist dann ein irrosser Teil von Veit Dietrichs Aufzeichnungen wissen wir dies gewiss, in die lateinischen und deutschen Tischr. unter starken Aenderungen übergegangen. Unter ihnen muss sich auch jemand befunden haben, der ebenfalls zugleich mit Cordatus. wenn auch wohl seltener. Autzeichnungen machte, die Kummer dann später, o hne V i e 1 d a r a n z u ä u d c r n . in seine Sammlung aufnahm. 8o kann man also Cordatus in seiner ursprünglichen Fassung sehr wohl als eine i n d i r e k t e Q u e 1 1 e tÜr die älteren 'J^eile der späteren Tischreden

ansehen. i ,

Es erübrigt noch der (irundsätze zu gedenken, die mich bei der Herausgabe dieses Tagebuches geleitet haben. Der Text ist. wie üblich, mit seinen Fehlern abgedruckt. Die Emendaticmen und Emendationsversuche sind in den Noten mitgeteilt. Die einzelnen Al>- schnitte des Textes sind aus jn-aktischeu Kücksichten mit fortlaufenden Nummern versehen. Stillschweigende Verbesserungen habe ich nur dann im Texte vorgenommen, wenn es sich um so geringfügige

44

Versehen handelte, dass deren Constatieruu^- und Verhe^iserun^- keinen Wert hatte. Eigennamen und soh^he Wörter, durch welche im allgemeinen ein Hinweis auf den Inhalt des Ahschnittes gegehen wird, sind gesperrt gedruckt. Ebenso ist die oft willkürliche Inter- y)unktiou da, wo sie falsch war oder zu Missverstanduissen Ver- anlassung geben konnte, beriditigt worden. Die zahUosen C«»m pen- dien sind meistens aufgelöst. Nur da habe ich sie im 'l^exte beibe- halten, wo sie seltener und ungewöhnlicher waren i)der unter rmständen auch eine andere Auflösung als die von mir gegebene zulassen konnten. An der Orthographie habe ich nicht gerüttelt. Auch wenn sie unrichtig war. mir aber etwas Charakteristisches zu enthalten schien, wie z.B. die Schreibart A b s o l o n . Amnion etc., habe ich es nicht t^r nötig gehalten darüber in den Noten etwas mitzuteilen. Endlich ist im lateinischen Texte nicht selten bei WiJrtern. die nicht nomina propria sind, ein kleiner AnfangsbucliHtabe gebraucht worden, wo der Schreiber des Manu8cri])ts sich mitten im Satze eines grossen Anfang- buchstabens, der den Leser nur zu stören geeignet sein würde, ohne allen ersieh tlichen G rund liedient hat.

Was dann den Commentar betritlt, so halte ich mich im all- gemeinen bemüht alles zu erklären, was der Erklärung bedürftig zu sein schien. Vielleicht bin ich darin etwas zu weit gegangen. Allein manche Note wird für den, welcher auf diesem (Gebiete nicht Fach- mann ist, von Wert sein, sei es auch nur um dem oft schwierigen Verständnis zu Hülfe zu kommen. Manches wird ja in den heutigen Commentaren, was wirklieh der Erklärung bedürftig ist, kluger Weise dem Leser ttberiassen. manche andere Erklärungen werden ftlr unnötig gehalten, weil der betreffende Kritiker dieselbe Erklärung aufgestellt haben würde und daher der Ansicht ist. sie sei selbstverständlich. Ob indessen ein solches Verftihren das richtige ist, steht dahin.

Ich weiss nun sehr wohl, dass ich mit meinen Erklärungen nicht immer das Richtige getroffen habe. Manche Stelle wird vi^riäutig ül»er- haui»t dunkel bleiben. Allein man möge auch bedenken, unter welchen Umständen dieses Buch herausgegeben ist. Es ist wahriich keine Kleinigkeit neben ziemlich umfangreichen Amtsgeschäften, die nicht vernachlässigt werden dürfen, J a h r e l a n g o h n e i r g e n d e i n e E n t - lastung und ohne im Zusaramenha nge arbeiten zu können ein derartiges Buch zu vollenden. Dazu kommt, dass es schwierig war am hiesigen Orte die nötige Litteratur zu beschaffen, (rlücklicherweise bot die Calvoeriana manches Wertvolle, (ileichwohl hal»e ich Wichtiges nur unvollständig oder vorübergehend benutzen können wie z. B. das Corpus Kef. und die Lutheri)riefe von de Wette und Seidemann. Ueber- haupt war die Arbeit an sich mit grossen Schwierigkeiten verknUpft,

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die teils dadurch eriud.t wurden, dass manches, besonders Theologisches^ eist der Vori>ereitung meinerseits bedurite. teils dadurch, dass es auf diesem Gebiete wenig Vorari)eiten gab. , . r. i

SchliessUd. drängt es mich alle« denjeuigeu menen besten Dank /u sagen, die miel, bei der Herausgabe des Cordatus mit Rat und That unterstützt haben, insbesondere meinem hiesigen Collegen Herrn Ober ehrer Dr. Polieh ftlr bereitwilligst geleistete HUlfe be. der Korrektur der Druckbogen und ftlr viele wertvolle sachliche Bemerkungen, ^er^r 1 Verwaltungen und Vorständen der f entUehen «.eke„ ,„(iöttingen,Halle,Berlin,WernigerodeundWolfenbUttel,

5 „lerrn Superintendenten Meyer in Burgdorf und « rosse m iarkoldendorf, sowie den Herren Professoren K*>« - - Halle Kawerau in Magdeburg und Wagenmann '" f »"'"f ^"' ^^ Herrpastor Frantz in Capelle bei Zörbig und dem Herrn Geh. Srat Prof. ür. Mejer, dem jetzigen Praesidenten des Landeskon-

'^'''1;:it';"rgr ^dieses Buch der Oeffentliehkeit mit dem he.. ,i..hen Wunsche, dass es dazu beitragen m»ge das Andenken an d n Mann wach zu halten .aus dessen grossem He«eu e,ne milc von Segen in das Leben seiner Nation eingeströmt ist'. Clausthal am Morgen des Sedantages 1885.

H. Wrampelmejer.

Verzeichnis der am meisten benntzten Werke.

1. Allgemeiue ileutsebe Biogra]>liie. Kxeiiiplar der ObtMberg- amtsbibliothek /u Cbiustbal.

2. Biblia sacra vuljj;. editioiiis ed. Leander van Kss. Tübinj^en 1824.

8. Brant, Seb. Narrenschiff, beransj?. von Zarneke. Leiijzi^ 1854.

4. Bttehmann. Geflügelte Worte. XI. Aufl. Berlin 1879.

5. Büchner. Biblische Keal und Verbal-Handcoucordanz. (i. Aufl. Halle 1840.

6. Cordatus, Conrad. Auslegung der Evangelien an Sonntagen fl'. Sampt einer Vorrede Phil. Melanth. Nürnberg 1554. 2. B. Kacui- plar der Ilerzogl. Bibliothek in Woltenbüttel.

7. Cordatus. Ursache, warunib Vngam verstört ist und jetzt ( bestreich bekriegt wird. Zwickau 1520. Exemplar der Herzogl. Bibliothek zu Wolfenbüttel.

8. Corpus Keforniatoruni ed. Bretsch neide r. Malis Sax. 18^»4 sq.

9. Dietz. Wörterbuch zu Dr. Mart. Luthers deutschen Schritten. P». \. Leipzig 1870.

10. Du Cange. Glossarium ad scriptores mediae et inrtniae latinitatis. Francofurti ad M(^enuni 1710. Exemplar der Calvoeriana.

11. Desid. Erasrai colloquia. Amstedolani apud Westenios. Ohne Jahreszahl. In meinem Besitz.

12. Evers. Katholisch oder protestantisch. 3. Aufl. llildesheini 1881.

13. Förstemann. Neues Urkundenbuch zur Geschichte der evangel. Kirchenreformation. Hamburg 1842.

14. Götze. XIV. Jahresbericht des Altmärk. Vereins tlir vaterländische Geschichte fl'. Salzwedel 1864.

15. Götzinger. Keallexikon der deutschen Altertümer. 1. Auflage.

Leipzig 1881.

16. Heinsius. Volkstbümliches Wrn-terbncli der deutschen Sprache.

Hannover 1818.

47

Herbst. Kncyclo])ädie der neueren Geschichte, Lief I— XXV,

(;otha 1880 s(i.

Herzog und Plitt. Keal-Encvclopädie für protest. Theologie, lloffmanu von Kallersleben. Gesch. des deutschen Kirchen- liedes. 3. Ausg. Hannover 1861.

Janssen. Gesch. des deutschen Volkes seit Ausgang des Mittel- alters. B. 1— IV. Freiberg 1876— 1885. Koldc. Martin Luther. Eine Biographie. 1883. Koldc. Analccta Lutherana. Gotha 1883.

Köstlin. Martin Luther. Sein Leben und seine Schriften. 2. B. 2. Aufl. Hlbcrfeld 1883. Köstlin. Luthers Leben. Mit Illustrationen. Kummer. Tischreden Luthers, herausgegeben v. Seidemann in den Noten zu Lauterbachs Tagebuch. Kurtz. Lelu-buch der Kirchengeschichte. Mitau 1868. Lauterbach, Ant. Tagebuch auf das Jahr 153S. herausgegeben V. Seidemann. Dresden 1872. Liliencron. Die bist. V(dkslieder der Deutscheu vom 13. bis 16.

Jahrb. Leipzig 1867.

Luther Briefe, herausgegeben von de Wette und Seidemann.

H. 1__V. 1825—1826. B. VI v. Seidemann 1856.

Luthers Werke, lierausg. von AValch. Halle 1739—1750. 24 B.

Exemplar der Calvoeriana.

Luther, Deutsche Tischreden, herausg. von Förstemann und

Bindseil. Abt. 1-lV. Leipzig 1844, 1846. Berlin 1848.

Lutheri collocpiia latina ed. Bindseil, l— 111. Nach der hall.

Handscbrift herausg. Lemgoviae et Detmoldiae 1863— 186().

Lutheri colloquia lat. ed. Kebenstock. IL B. Francc^furti ad

Moen. 1571. Fxemplar der (U'äfl. Bibliothek zu Wernigerode.

Luthers Werke. Francfurt und Erlangen. ♦i7 B. Deutsche Tischr.

B. 57—62.

Luther. Hpera lat. In der Erlangen-Francf Ausgabe.

Mathesius. Von des Ehrwürdigen in Gott Seligen fl'. I. Predigt,

2. ft*. Nürnberg 15(»7.

MülL'r und Zarncke. Mittelhochdeutsches Wörterbuch, l -IIL

Leipzig 1863.

Mvconius. lief Gesch., herausg. von Cyprmn. (iotha 17L).

Kanke. Deutsche Geschichte im Zeitalter der Keformatiim. 6. B.

4. Aufl. Leipzig 1867.

40. Schleusner. Luther als Dichter. Eine Jubiläumsgabe. Witten- berg 1883.

4L Schmeller. Bairis.dies Wörterimch. 1 -IV. Stuttgart und Tübingen

1827-1837.

17.

18. 10.

20.

21. 22.

24. 25.

2r). 27.

2S.

29.

36.

31.

3:;.

:;l

35. :\{\.

:;7.

38. 39.

48

42. Seckendorf. Historia Lutheranismi. Lip^. 1694. Kxemplar der

Calvoeriana.

43. Sleidani de statu Rel. et Rep. Carolo qiiinto iiiip. Commentarii. Franeof. ad M. 1568. Exemplar der Calvoenana.

44. Wackernagel. Das dentsclie Kirclieiilied.

45. Weigand. Deutsches Wörterbuch. II. H. Giessen 1878.

46. Zeitschrift des Harz-Vereins für Gesch. und Altert.

XIV. Jahrgang.

47. Zinkgret. Apophthegmata. Leipzig 1603. Exemplar der Cal- voeriana.

Ausserdem sind benutzt worden Kaumers Gesch. der Pädagogik, Menzel, Gesch. der deutschen Dicht., die Litt. Gesch. von Wacker- nagel, der Grundrisj^ zur Gesch. der deutschen Dicht, von G ödecke. das Universallexikon von Zedier, sowie das Gelehrtenlexikon von J ö c h e r.

Motto: Porro qni nie iuviln hec describit. lanlnm tali auinio (fcscrihnt, quali cqo simplici nc candldo, et landet mecum rerba Luther i magis quam A pol Unis miracula, Verha inquam nnn iantum illa seria et fheologicu, reru}?> eliam in spetiem ludrica et

U'l'ifl. Cortlatus Ta««'buch p. •"»:>.

1.

111 (hinndn Dens verlmm suuiu ])redicnt. addit rem. ut verlmm iiitclli'-Mtm-.'volut cum i^riMlicat cruccm so(iui verbum. Idc statim i)ost aiiditirm vcrln crncom cxiK'riuntur pi.j. Ita i)raedicata hde et qmHl iidom belli tVnctus s(M,uaiitiir. iicri imii p(>test. ut tide qms lustus sit et 1,,,, ..KM-a i.on laciat s„(. temiM.ro. Et nisi hec tiorot. yerbuii. Dei nemo intelli-erct. t'actiim «Miim vcre exinmit verlmm. Hoc vult ( hristus „iiinii dicit«). IkM« di\i vnbis. iit cum t'actmn tuent civdatis.

1) .loli i:{. \\K vcrirl. Ki. i. I>1- A. r>T. 7<;. p. «i:{s ,i. M.

IM-acccptoivm (i[\u>i\ tamcii lÜMMitcr vclU^m) imn fccit Dens, sed vult Oratoivm.

o ».

Oiimia ncccata spiritualia imiu'tuiit saiictiiicationem noimms Dei. ut <iM i.utct sc cohMV Dcum Saiictus, (|ui in vaiia reb-Kmc agit aut n]KM-atur sccun.lum traditioucs bomiiium. aut qui lalsum luramento per iLmmii cuntiniiat. aut qui per vcrba Sathaiiac talsa d<»ccus lactet et iuivt sc vciitatcm hei doccrc. i*cccata autcm coipoialia mm sie, Latro eiiim occiibMis. aut hi\uri<»sus aduitcraiis. mm sie i>cccat. sed sequitur sciisum caniis suac.

11 Vfint v:in:ic Itcli^'ion es, ('acroinoin:\c traaitioiics - inra-

uiriita .lortriiia lalsa ).. r.T.. ,1. M.. ^^o sirl. ^\vsr\hru (;,Ml:u.Ueii m al.NVOicheu- iU'Y ronii liinlt'ii.

4.

|->| Futuram ma-nam «mniium ivrum esse mutatiimem certum est (luT.tics cxplost» aut'vitiat.» ad aliquod tcmpus verlio. ipsum verbum rursus pracdicatur. \ ch.ti cum libcrarcutur Judci cai^tivitatc Habi- Ini.ica! scquuta est Moiiarchiae liabilonieae mutatm et vastatio. l rae- dieatu ex Si.Hi Euai.-elio. penjt llierusalem. Womae praedicato verbo Dei. Iloina cessavit esse Koma. (,)uiil aliml liabeiit exs]iectare (Jermani audieiites et coiitemueiites verbum l)ei')V

II Kinc alte Ihm.l liat als K'aii.DHMucrkiinir liln/uircliiirt: proplietia. M»- wcirluMid KrI. A. «i<>. IC..'..

1

Papa etiaiu prucUMis esse eossavit. SUiltiri.M cimii ost. (juod usijuc adlmc si.etio ivli-ioiiis tentat doeiiuMV. m"«»»»' lioinnifs mltdli-nnt im- imsturaiii^) esse Satauae. Vi h'utMUs staluli.v n-iimii snnii. sniiilis est stulticia. (ini:i hoc iioii puterit.-)

1) Ht'tru^s riiiischim--. 2) Vi;*!, i). «-''^ «l. M.

Leetione mniisit verlMnu in i»a])ntu. nm, pi'Medicatioue In su-- -estis euim seinper textns iMian-elij .vritatns est. .,«•;. Hi:m. n;;'";"!'- salvos l'actus') esse eertiiiii i^st ndest eiiini s:uiHii> ) n erln. L li nsl i •) vivitieans illud. quum vidt et in i\\h^ vnlt»)

1) Lies Factos. 2) I.irs Spiritus sauHiis. :5) .Inli. r,. iH. i Cor. ... r..

4) Vj^cl. i). OH'.Ml. M.

7.

|:»>1 NuuKiuaia iiia-is audax in mundiun veiiit mmm.ii est prardicMtin l>'Uili' niia Mosen töUit. id est le-ein \)v\ nln-u-at -i. M'i^d id:me nihil aliud est iiniun i.uliti.na \)v\ et reli-innem tnih-n- ^nus MUteui vationalis lionio eliuaininitrr l.oe ferat.^ Hin. nri.lKn.tnr l'an lu pcMpetuae (Mmtentiones cum .1 ndeis >). hinc (,u<M,ue lactun. est. M"nil 1 aulus n.aic audivit a pseu(h.i»n>phetis. et CnUatMe hnc causn nU cm ducpti sun et t(»ta Asia. ((uin et i])so niortuo male audnit nlu,unmdHi. qund saepe in (MirisostiMu«)^) le.iritur.

1) V-1 n f.:'.^» a. M.. wo (•> lu'isst: uulla uiiMnani iu n.iiH(lm.i vnuT ni:}-is vchcH»cHs A H ulax pranlir:itio M.ia.u Pauli, m<i:i s.mA vi.lctur ^;»)'-''';/''";;;"» »l'* ' ";; . rdi..i.mcu. ctr. ii.rna.l. wiinlc iu. olu-rn Al.>at/..' i.rac<liratio hrs>;- im.hi vVni 7u sti'lK'U M.in VlcI /u .li.-s.'u. uu^l .Uli tol,uvu.U«u Al.s,.i/.rn auri, Kri^ \. -v i:- ' U u s 11 -i) l'.^-r .lic (onriirt. .l.s Apo>t.l> Paulus um ^h'- Munrr- Xmciuäc u .Icrusalcn. s(»wic um au.lrru Uiriuasiatisrlu-u (.nurnulru nuI. Ku./ ^tuuiiuu 1";*'" ^ . ^ ^.j , ,j^ 1) . o I. ( ir\si»st»»Uiu>. -rl».

nui :UT /u Aiitio.-l.ia. :!'.»7 l'atriard. n.mi ('oustautiuoiM'l. uvst. Kh.

Si Moses nun ahle-asset se ipsum ah ulticiM sun Deute: isi) Snseitahit Dens prophetam. hunc audies. .,'ii^ unMuam pntuissct aut dehuisset etiam cre<lere Kuaniivlio.^ Hin.- nrta est ma.^n.t.ca accusalio Steft'ani \ct. »*.. quae ma-num mhur liahet a|.u.l nmnes Ju.laeos. Vudivimus (inquiunt) verha cnntumeliosa cnntra Mosen et )eum iusmn-i) Item adversus h»cum sanctuui et Le-em adsersus mshtuta. (not ine numerant articdns tidci. cnnt.a m"'«;^ t,;st.l.cantur peccasse Stertanum.^ Nee vane iln\i\vu^. visus est en.m hu,i.i adsersus Deum et (unnem sanctitatem Le-is. Lnei. eeren.uniarujn. personaium etc.-)

n Deut 1- i:. 1) A.-t. «;. 1:5. :;) Virl. llrluMisto.k 1. 'ish: iu prarsrutia Doc-tors roiiraa'i Coraati M. I. muita Wirol.at .Ir al.ro.txat.our l,-.s ,..-,( hr.stuu,

recitaus loiuu» IJoui. *^.

M

III IVedieare. necessitate salutis nun esse servandam le-em perinde sunt Juteis. at^ue lueris ( M.ristia nis « ). >^\ i^m>^ VV'm^<\u'^^\ Christuin n«m esse apium Dei .|ui toliit peccata mumli.

3

,) Iu aicsrr Koru. siuulos. Da os p. «141 .1. M. hcisst: 1a-vui nou mstiticarc, .M.rin.lc est .lu.lacis at.pu' uohis rssct, si .piis ti (c-at), Clir.stuui noii esse aouum dei <! a ilru -r . ic spät. 'reu dcuts.hcu TisH.nMlcu (Krl. A. :>s. 2T(>) Foloeiulcs uctPii: h; pv ..cu uu l Ichn-u. .lass .las (:..s..t/. l.alt.-u s.-i ni.-ht mU.j,^ .ur hcl.gkcM . wr .' U-r.lu.l.'U -Ici.-h so vi.-l uu.l s., .mu <;toss.t (;r:iu.;l /u lu.r.^u als wo u ^i; -r l.ci ;i.",(hrist..u pr.Mli^t.. uu.l sa^t.;. Christus wiir.. im-l.t (jom^s ^^^^^:J^ ,U.r W.'lt Siiu.lc trii-t. s.» Nvir.l aali.'r /u Icseu s.'m: at.pu' tucriut (m-. illa Ncrba)

Clü'istiauis.

10.

r-uilus liheiam Le-is ohsenantiam t'erre iM»sset aeipianiiniter. at h..c aeuue nnlchant .1 u'dei. ut nunc Papistae. qui modis »mmdnis v.dunt caevenn.nias suas servari np.u'tere al) e.» (pu salvus vult esse. ideo ut Judei. ita ]u'nhunt Painstae.M

1) Vjrl. 1». 041 .1. M. Krl. A. :>S. 2T«i.

11.

Privatus si Christianus es, ne irascaris ullo ') liominj. Iva euim ovh.n-t Ins weltlich Pe-iment. nicht in Kuan-eliJ oder eins emsameu Christen lehen.

1) l'iir Ulli.

Die EysentVessei-n audaces sunt blas]diemando. mm viriliter

audemlo.

h Kiu Pralil.r. .l.-r -Ici.'l.saui Kiscn /u iVcsscn v..ro:icht. ein si.-li selbst vor a.u. Ii!il.;.s;:.u ui..l.t 's.h..ucu.l..r Kric,.M-. \vi. «la st.-hct "h'-pn.. « . .vr uu eyu

ll'UI Marl.'ST.' U.MI ^.lUll.inn 1 ixiHf^'i. ' r^' ," , ^ , .,1 „"i

Vscu rr..ss..r ist, .l.r lu-yss.. ylnu .an.. s..hartt..u. Das amler t..vl wulUcr .1. I.vn.l. pr.M»lu't.-u I-VJ:. Ilji» Au.l.iv It.'l.-st.'ll.u 1mm Du-t/ p. o2.i.

vx

(Mnistianus duplici .»hedientia li-atur. Dei et sui Prineipis vi illae duae ..hedhMitiae mm s..lvuntur nisi (piamh» imnceps mandat ,,„.mI c.udra Deum esl . tamen emn') maiiis ..hedicndum est Ueo

(piam hominj.

I) i/us t u ui .'i s.-. Cluistian.».

14.

\:A \i\vn Kuan-elic.s amlio lactos esse sp<Misos nostros et s;pnnsas. ut dedi-nentur veteri nmdo ..Itam ') üare Sehora ribus-). i/U.n pna'ect.. id instituam, ut nini nmirahentes ventun sint in templum nihil I.is eantetur. .pinm D du armer Judas:^), ipsi didicerunt ade<. lilKM-i esse, ut m.s soh»s co-ant per «unnia servire eis. piuTo ipsi nee „nun. ulmlum Nulunt mdns dare. Inm <\n'AC ahs^ue et sine iis hahemus n„n lavent n<.his. Das ist au.di recht, den sie müssen die leuthe nicht sein, die \ ns nuudden lohnen,

I, |;i.s.M. ••) l.i.'s S,.|.olaril.us. :•.) Di.« Aulau-sw.^rt.' .les M»^enain,tou .|...hJli.:il-s. ;,l. llomuauu ^. rall.M-sl..l...u. Ccs.-l.. .1. ;'V!'^-''-. J-'^'td": ;; Ausu-. S. 'IMK Wa.-U.rua-.'l . .las .l.M.ts.-lu' KuvIum.IumI II . p. 4^^. Du MnU^

stroplu- laut.'t: , . . «i.

i) Du aruuM- .lu.las. was liastu ^cthou.

Dms .Iu .l.-iu.Mi ll.M-r.Mi als.. v.M-ratluu hast! Daruuil» uiustu I.m.I.mi iu .I.m* ll.'ll*' pciu. Lu.itVrs geselle uuistii ewig sciu.

Kirie elcysou.

•>

Am Sc-hliisst' seiner St-lirift _\\i(lcr Hans \V«.rM- IMl übcrtrii^^t Lutlu-r d'u'st' Strophe .'Ulf dt'ii HiTzou- Ik'inrlcli v. liraimscliucij-- W. A)v\ annc .Imlas" s,liuii bei W(»ltVaiü v. KsdicnlKuli. I'aivival -il!». 2:.. V-l. aiuli d\v Kclrnsart ..IriiiamU'Ui den .Imlas siuj^L'U". Historie v. Dr. .loli. Fausten Franktiirt i:>TT. \t. II, ilit.

15.

IndiiiiiuMi e^se iiuiuiunt Aualjaptistiic IntMutein puonnn luipti- zari. (luoil nun credat. «|iiasi veic scMiuoretur l)i<;imiii esse l{a]>tisiiM» illiiui, (|ui credit et lidein liahet. An lioe iioii esset ra]»en' (|m»d Dei estV Scdus enim Dens est ((ni Ijapti/at. nun eri^o i;ratis haptizat. sed ])ee- eatorem P>a])tisnii indi^nnni haptisat '). hno di-nnni danniatione hapti- zat, l<;-itnr (pii nun \ nlt enare ant deeijn ne dieat se l)a])tizatniii esse, qnod erediderit. Sed de iioe «^-lorietni-. |r)| (jnod ipsiiis Dei inanilnis sit ba]>tizatns. Sin en])i\eris rehaidisari V Ne«;as te a Den liaptisatnn» esse. (in(»d inipnne non t'eret Dens, eiiins (•])ns tn Innno initnni taeis. .Inssit enini in nomine eins IJaptisnii.-)

1) Hier lind zwiiiiial ,n-e^en Knde des AUsat/es ltai»tlsare tiir haptizare. V"-l. auch den tolii". Ahs. -) Man »Twartet: in nomine siio liaptizari. \ ^'I. Krl. A. .')7, CT, p. 641 d. M.

llaee aperta verlm. liaptisate onines -entes. item mandatiim Christi, et ad liee dno aeeedens exempliim Keelesiae. (piae intantcs ultra nulle annos baptizavit. nrüvnt me. ne illo modo credam Ana- ba])tistis. nee sinnnt nt rebaptizer.')

1) v}j;l. Krl. A ")T, t»7.

17.

Baptismnm esse o])«»rtet. nlMenn((ne snnt (Miristiani. et (Miristiani sunt, ubi est Baptismus. ()i)us enim suum non patitur Dens inane esse et sine (mini tVuetu, Si enim pluvia in (N^elo sine tVuetii non v^\. ipiar eorp(n-alis res est. et quam dens passim eadere sinit super onines liomines (luomodo sine t'ruetu erunt Saeramenta. (piae ordinavit et instituit \)v\\s lilijs suis, (pios san«;uine (Miristi «iviieravitV Saeramenta. liibliam. eertas eaeremonias (liristianorum etiam inter liaeretieos esse oportet, qui volimt ferre seu voeare nomine') dominj. Sine Ulis (piidem nemo, ne nomiiu' ((uidein est |7| in ])opul«» Dei. nee vere ne(|ue seenmlum spctiem. Talsa lides est o]ms hominum. ij;itur est sine bonis iVuetibus. At licbs vera (piae est o])US Dei immediate-), sine bonis operilms esse non potest. bleo wo <'-ott die Tanrte lest stehen, et pracdieari Kuan-eliiHi, haec non redibunt vaeua.

1) (jui noliiuT l'erre seil \ oeare noinen domiiii".-' \'ul. Krl. A. .*iT. (1^.

2) Innnediatiiin V

IS.

Quod Dens mandavit (ut ])raedieare, liaptizare. panem darc do- minieum) das ist nicht unser werck. et nos ea non lacimus.')

1) Vui. Erl. A. 57, r,»^.

19. Wir müssen vns Halten wie (iott. i\\\\ perdiditM et profmidit omnia. perdit coclum. terram. aurum. ariicntum Irumenta. Kt solem

suum sinit oriri super bonos es mah»s^ quorum semper maior numerus tuit quam bonorum. I) IVnlitV

Non putassem ju-imos meos ccnnmentarios ad Oallatas') adeo iulinni^s esse. O sie tau-en nvmer pro Ikk- seciüo. l'uerunt tantum pnma lucta mea contra üduciam operum.

I) VorUsun-en üUer den (JalaterUrief seit 1M(;, ^^'^^^}''^:'\'^^,''^'^^- in Fpi.t ad(;alatas |:.P.i. weitere Vi.rlesunn-en iil.er denselben l>rlct^V inter |...U-lo.iA zweite .\nsi;-al.e desselben bV^"». V;:l. Krl. A. ös^ :ib2.

•J1

Sera experientia est e\ lon-o temporis almsu. peiisi habens nuiuiuam i»erveuit ad experientiam.

et animus nihil

O)

ISl De ^iiii \uiial.tac') .li.-cliMt^i. Sc oaiii i>luiis (Inccre (|n:nii totnni Fii.iu-iMc icuimih cf iMniiiiMtionou. Vonet.nu.ii. pnmo (|.k.,1 .l.,„,. ri .latM ..ss..t.llla l^ma D.'i .Mratnra a Uco U 'i;.^«' '■'"•^";; ">-

aliis „luliorilMis >,. qi.a.n in ... inv.'i.in.ntnr. Torti.. al.umlo sat .•aiissarum in oa .■SS... ..t aiiian.tnr. .lun.l li.l.'u. n.m tranjr.'ivt th..n. Doin.lo .|n.i.l Mat.-i- .•ss.-t. .'t talis ,,ui.UM... .|iia.. .-it.. .Mm.Mi.oivt. et paieret .-ito etc.. i,„Mlia si s,.la inaritns sä.')»' .•„„t...ai.la.vt.u-. 1a.;ile sui.en.tur.nn N.tanac .lisei.lia.''!. .,nae |ilcnniMiiie .■lli.-erot inter Coiijujres.»)

A,, 1. 2,'l; l'.l,. l-n,' ,.. 1) l.i-s .lis..i,lh. r.) l.i,. Worte v.„,: ,,"'"1 h.l..n. - - pureret eito fehlen in den spiiteren Tiseliretlen iranz.

2:;. hnpiis onmis creatura est a]>erta pariter et abscoiidita. Es^ „in, .1., onmem creaturanr^). ut^'O Asino est Kos marimie\) ad manden- „,n objectus. Putat enim se toenum mandere. Kst etiam /^^^^ ;\r^^^^^^^^^^^ uia vident eam. AbsciUidita vero. quia non coiitemidaiitur m Cuatuia ereatorem.

n Kies .-is, v-l. die fol-enden Worte. 2) se. dieebat (Kuther). :\) Lies ut si. \) Kies Kos niarinus. Vi,d. Krl, A. ö7, 1.^1.

ei d

21.

101 Knsticis omnibus sum inimicissimus. quia cum sedeant in ,,,, ,',;. ;,.dietionis Dei. et minimas auf nuUas habc^mt ^-'^^^^^ V^- ,.,„,11 in onmilMis et maximis peccatis versantur. :^laiiistiatum xuo Pin 1 dili.at etiam peccantem. quum ij qu praesunt coacti et ! ... irio saepe peccant. ac tanto maius ac saeptus (pianto in mapue snnOiäJristratu ^(.Milari sive ecclesiasticoV Porr<» Tyranm Satanae sunt in terra vicarij.

ii:..

8i in MinistiMio Doi t't coniu^^io iion rssmi ;»l»iiviii. «|Un Imnio nesciret nie venissc. Tarturns nutcni csscni hoc ]\v;\v im. et iin|»ntii')iti;i adversus ing-ratnni ninnduni. nniiiduni lM;;itmiis. Non proptcr iiIIm pen'fita carnnlia. Dninil» icli nicht ein Dreck wnlt ::cl»en. sed pmptei* ipsnniniet niahnn mnnduni. (|noniani est contenjptnr Dei. et Idaspheniia eins et onmiuni. (piae vere Dei sunt.

Quis<|uis ]>rivatns. privata cuiet Sicnt Medicns nnn curat hnuii- neni. sed Soerateni. et nia -istratu«') curat corpus pulilicnni. Ideu in niaxiniu discrinnne versatur.

1) non curat V

'21.

[1()| Juristae in(piiunt. Deliiiire pericuh»suni esse \t l^cclesiasti- eoruni ])er]>etuuni ') esse dehet. Ipsoruni cnini est dnccrc «-erta Aliotpii (piid faciet duhia conscientia cnnsohitioneni roi^ans. si npininniluis re- sponderis nun lirnia ae certa doctrina/-)

I) rcn»ctuimi hcstiindi^r: A«l\. tiir in innMliimii. 2) Statt .lirsiT :u» Worte haben die späteren deiitsrlien Tisrlireden (Krl. A. r.j, JIT) «U-reu favt '.hm!). »»Ime auch nur irj^end einen neu«'n (ledaiiUen liinzu/ufüiienl

llieroninius') ne(pje Thenh^^us est neipie Kt'thnr. seil hnnm sirnilis illi. (pieni nostn» tempore Altensteiss noniinant. A Uiiustinus - 1 propter contentionen» cum l*ela^ianis ma^^nus elVectus est. et lidelis adsertur ^ratiae. (Ire^n»rius=M ('aerenn>niarius est. et adeo iustii-iarius ut peceatum esse mortale änderet statuere. si vel lioml»um <*asu emiseris. Amhrosius») vcro Simplex tidei. contra tiduciam operum adsertor-'); si eontradictores passus t'uisset. taeih' omnes antecelleret.

I) S<»i)]jr(»niiis i;iiNe>>iii> Ili(iui.Miiii> -rW. liU »xUr :M I /u Stridun an «ler Grenze von Dahnatien und raniionien'. :iT^ l'resltytt-r in Antin.liien. von :\^i\ l»is zu seinem 'Voi\v 12!) Vorstelier eines Klosters in r.etldelu'ni. 1) Aurelius Au-iistinus, ^Qh. :\h\ zu Tapiste in Numidien. 'VX^ V.isrliot" von lli).)»«. IJe-iiis iu Nuniidi.-n, -est. 430. H) (Irejror von Nazianz. j;eh. zu Arianzus ums .lalir :rjs, jr^st. :«•.»(». Kr wird in den deutscluMi 'i'isclir. ."»fters in Verlnndiini:- mit llieronx nuis. .\uirustinus un»l Ambrosius umi aiuhTcn eruiilint. Vj;!. Krl. A. t.J. |(»o. in.",. 117. I2L i) Ambrosius, geb. um :\Xy oder ;U(> zu Treviri, seit :{T4 liiseliof von Mailand, j^est. .m. 5) se. est.

'2\K

Eeclesiam esse, articnlns lidei est. «piod lide ctnnprehendatur. non oenlis. Adhee') Dens cam ahscondit miris niodis. nunc |lll pec- eatis, nunc dissensionihus. Krroribus. Nunc inlirmitatc. olVcndiculis. mor- tihns pim-uni et mnltitudine Impiorum etc. Adeo([ue abscomlit. ut ei etiani Ap(»stolorum in hoc opus Init-) dissensione. (piomodo est viderc in contentione Pauli adversus Tetrum-'M. Item in «lisscnsione Marci, Barnabae et Pauli. ^) Et tota Asia. lleirio multis nonnnibus cla- rissima, nun uh aliani canssam crcdenda est dc^eivisse a ])anlo. nisi

ut abscondita esset Kcclesia (piae eerte erat in Asia. sed in paucissi- nns. et (lui Deo crant coputi.'i

n \d bor' M- ut iHb- roiMiuvl.endatur. 2) Kies fueril. ;;) M'X'mudo est viUet-e L\;ie um. au.b sehen l.mnV Krl. A. r>. 1 r> ^s\. man s.ehct, da sich s!rauhisu.s.Nv..(;alat. KM. l) Art. KV:;'.). .) \ j,^l. ..um. ..

:in.

Fin ket/er iiiverso termino. heisst recht ein liotzer') von den (Int/eii die sicatdK'tcn ein i.i:licher eim sondern, vnd den er ybm cr- ,l;M-ht hath. Toi heiüni: ist apertissimus et aptus terminus. quo nomi- netiir haercticus.

I) (;otzerV In Ke/u- aiif d.-n (ir.htnkrn v-1. Krl. A. :.T. :J<i4 Absatz 2.

:;i.

Krfordi invenit Lntherns hunc versnm inscri]>tum ctu.perto ') antinuissimi lil>ri: , .• ^

\-.-rto in) -A.no,- .•! -Kon.,-,- .'nt. -üostiam' nutoi.i du-cns t.,tain \]M caliii-^i itiit Mtlvcisiis l'apaiii.')

1) I.,, ..l,....s...|,rn.lr V,.,> liml.t si.l. ^ui.li Ik., l.;.iifi-lmH, p. lü. Ul. .\- •", -H- jnloili in umli'Vi'in /,iis;iiiiiiiiiili;ui.üv.

■■VI

IlM V.'i-l.MMi D.n.iiui mai.ot in ctornnini». si.- e.nm vcrfit 1 „ilMM-n^ <>no.l a.l i.nn.as litnas attinot^l. Vn.vovsa .lisnplina mo- „a.ti.-a inani< rst Itnn vnlnnn Dial.oli nn.nct in Kinsn.j.is.

I, I,.. i„ V 1 l'.ui l,i:.. |i,r \Val.l>|.nirli .l.'sKiirmrsini .l"li. il.s l,cst:nt-

,i:.,^!:;;v^-.^:;!:;:i;!:;;;n;;;:'M,,:i^ü;!r!:,:;iK^^ v,.., ..,.„„, m... .,.

l'|dsi'oi>is.

1. 1

Moa MMi<l.n, sont.'nlia ost. nu.ltc.s rofros I sraol. <ini i.ossnu,

,T..niv,-nint salvatos .ss.' Moiiontos onin, ,nv<..-avorunt non.ou .le.

Nr r ..■.•'•ata la.-il. snnt oi^ ron.lonata. Vi. otur ant..m ...•.•ort., .

.«. .1. IX .!.• ....il.us s..rii,tu.n est. .'t .l.n-n.ivit .■...,, ,.at.-,ln.. sn.s M,

.r..- ....'.n^Mi.!.-. .,na ,.a..vs snnt .n.ntni. IH' ini.|n., A.-l.al. ...ap.jnm

!si....ni,;.n salntis ll-,it.!,- IH- a.l ,n-,,.l,...a,n '^^^^-^' ; ^"^^^t

i.niniliiinin V.^l.al..- Sal..m..n sat tosti.n.mi...-..m salnt.s l.ahet in

S..I" r..s,M,n.l.-l.atM .•-ntra n.c m. .,<"=• ogo .•ontcn-

ilclia.n Sal.i.n.i.ioin .lain..atn.n csso.)")

,, I K;„,i.' II ■•" H ^ U-. -1) Kn.l.'u, in. :i) I K.mi- -il. 2',l. 1) l.utluT

Krl. .V. •"»S:i'-"'. ''1, ■-"-• "'''' '^■'"' '"" A.-Ii:i'' "it.'i-. \ üI. i.ri. .\. i>i, i...

:U. !,„.. .nnt I..-X ot Kna nj:oli« .n. Ko^c a viti.js vnlt-) rop.-osso« i.ni.ios. et l,vi...o.-ita. ..pornn. ^j a.vot ,.or oa.n, nt s, aim.l n..ln.it \U\

quam operilms (Mms('(|iii salutein ex Ia\i;(' illa «liscaiit. «|iiar alMiiide (lescrilnt-*) opeia. Kiiaiitivlio antciii iMmsolatnr ') iiM'stos. iiilinii(»s, afflictos et oinnes. (iiios iiropheta miiiuTat Ksa: •*). i Ulis eiiim dn-itiir. consolainini Consolatione. (|niji vixo iviiiitto vobis pecrata.'') (^)iii(l aiii- ])liiis (lel)uit taeore Dens ([iiaiii Loi;e liuiiiiliaiv superijos et saiiare per Eiuin^-elium V

1) sc. (k'us. 1) Krl. A. .')*^, 2^5 „die luinilrti^rcii liiiu-liUT und \V» rklu-ilipir'. '.\) Anordiu'n , bcstiiuuK'ii. im Simif \oii pracscribcrc. 1) sc*, dcus. ."») Lies Esaias Hl (v. 1 :<). <i) Mattli. ü, 2.

35.

Ividens sa]nentiaiu (pia esse vulehat sua Catliariiia M. Creator lorniavit iiiaseiilmii lato peetoiv et iion latis t'einoribns. iit eapax sedes sa])icntiae esset in viro, Latrijiain vero (pia stereora eiieimitiir ei par- vain feeit Porro liee in taennna sunt in\ersa, ideo ninituni lial»ent stcr- coruni ninliercs, sapientiac auteni parum.-)

1) sc. (liiM'bat Lutlicrus. 'D Vcr^d. Krl. A. «il, Ji:.; :.T, '111.

F^riderieus ') dixit Se aniniadvertisse. ipiod. (piantocuiMiue sid)- tili invento ratioins aliipmd inveniri p«>sse-) et aldrndi ') siihtilins. snhnn auteni verlnini Dei esse*), (pnul invietuni staivt. et Kuan,:;-eliuni {ll| esse super oinneni eaptuni rationis. qund aniniadvertisset ex responsio- nibus (Miristi. velut illa est uiia de eensu-M, Item de Johanne, an Baj)tismus eins e eaclo esset aut non.''j

I) Fricilrich der Weise von Sachsen, ji-el». I UJ.5 /n lurj^aii, ^'»-st. I.')J.», Knrtiirst von i486 - 1.^2'». 1) \Äva ]MKsset. :{) Tür abstrndi. I) Vielli'ielif: s«d»ini

tarnen v. D. esset. :.) .Mattl». 22, 17-21. 0) Mattli. 21, 2:.. \'j;\. Krl. A. .7. 42;«1,S0.

M.

Quomodo nemo jxdest exprimere. (piam impia saerorum proplia- natio sit Missa, ita nemo dieere potest, «piantam illa peenniam per- derit et-) perierit per ipsam.

I) sc. (ptanta pecunia. Verj;!. Krl. A. (io, KM.

l\ursum ridens suam Catliarinam multilocpiium ' ) dicebat. an pracdieatura t«»t verba orancb» ])raemittere vellet .•' Aut midieres num- quam ])raedieaturas. (pna non orarent ante juaedieatinnem. Aut Deiim longa earnm oratione t'essum eas a ]>raedieatiMne proliibituriim."^)

I) ,,Kiu viel (Jescliwiitz", wenn niclit niii 1 r ii o(| na ni /.n lesen ist, Krl. ,\. t)l, 21.'> ..lachte er seintT Kiithen wejji'U viel Waschens und (lesehwät/es. 2) l>er (iedanke soll doch sein: Wii! die Weiher vor ilireni Predigen ni«'ht heten. so \verd«'n sie entweder niemals das Prediiren sein lassen, od«r wenn si«* vorher hrten. so wird sie (iott, durch ilir lauires (Jehet ermüdet, l»ald erhören und somit am l*redi<j;)'n liindern. Ks scheint daher in i>ra«'dicat iiras «•in Kchlcr /n sftrken un<l wird wul zu lesen sein praedicare desituras.

9

:a

Miilieres natura liabeiit inietoricam . quam mapn» studio viros niKutet ae(piirere. At lioe verum est in Oeeonomieis. In pnliticis enim nihil valet liaee Hhetoriea. et viri ad eam ereati sunt, non niulieres.')

I) V-1. Krl. A. (il,2i:>.

10.

|1.')1 DaniePj dixit. Anti Christum non euraturum Deum necpio mulierem. id ost Pai»am nee habiturum Deum nee leptimam eim.jui^em, Spreturiim reli-ionem. IN.litiam i»ariter et Oeeonomiam. Quem ad nu»- duni enim mulier ju-aeest Oeeonomiae. Ita (unnis Tohtia est pr(M)ter mulierem. et edueandam ex muliere subolem. Kt hoc vult dieere. Anti- diristum eontempturum le-es. ordinationes. statuta -i). iura omnia. nua-es bonos, Contempturiim re-es. prineipes re-na et idane onmia. »piae sunt eoeli et mundi et ma-nilicaturum tantum sua inventa.-^)

I) 12, 1. 2. 2) Corri^icrt aus: instituta. :5) Viil. Krl. A. r,<>. 177, aucli 2s7, 2')1.

41.

Valde exili ineoimiKMb» abseondit Deus sua dona. ut ipsa feteant«) hnniinibiis velut T heolo-iam abseimdit adoleseentibus. ]ier hoe. qiiod non habeant-) piiK:;uia sti]HMidia Theoh.p. quemadmodum a eoniupo areentur ipsi. non tam propter ma-na mala.')

1) Koeteant = \\\n'\ riechen. 2) üabentV :?) Vj;l. Krl. A. n. Iju.

lliil Petrus«) i>raedieat (Miristum in hoe iiatum esse, ut resti- tiieret omnia. id est ut nos redueeret ad eo-nitionem nostri. et m h«»e uniim obtriiditur nobis iiniversa ereatura, ut in ea eimtemplemur erea- torem. quod tamen Iit toelieiter. (|uum vel parum ^) lidei apprehendimus ex iirinio Artieulo lidoi.

I) Krl. A. :>s, II Kaulus, v^d. Kphes. 1, 1, Col. 1. 22. 2) In al.gcschwächter IJedciitun«; nicht viel.

(Jermanis nihil deest rerum «minia enim habent. At (piia i;-er- nianis deest seientia rerum et dilii^entia. idoo nihil habent, (piia rerum usuin non habent.')

1) Krl. A.ti2, IM.

II.

Quemadmodum patertamilias dielt suae familiae. Ksset , trineket, Last mich vmb euch sor-en. tanlummodo studi<.si sitis meae voluntatis Ita Deus mm curat, quid edas aut bibas vel ([mmiodo vestiaris. hed hoe re(|uiriL ut voluntati suac tc eimformes.')

1) Virl. Krl. A. r.u, :i«Mi.

t:..

Papa plane ex »minibus. (piae sunt in mundo, peeunias eudit. sohnnfantiiim \\'^]^i\^uu^ excejito. qiiod iUi nudi et sine peeunia naseantur. alioipii neqiie illis parsurusM ete.

I) In un-emcin weits<-hweiti-er Korn, tinden si<-h <\ieseihcn Cedanken Lrl. A. (.«•, 22N

10

u

17| Misericovs Dens propitius iiiilii sit |UMv:itnri et dot iiiilü gintijini vi sc'imUuniiii. iinnuliis iMiiin me Icnv noii putcsl ihmiuo cp» luiniduni.

.\<k'(» lionondmii est vitIm»'), nt. si NiiUMcni nimn's mii-cIos et iiudiroin divcrsmn') ndlu<|iUMitos. nun iimkIo doii iiinvcri (lohon'in :hI iioii ncdcMidum Jilicui loco SiTijdmac. M' aiUTs. nor|H(^ ciiiiM asucctu diiiiiaiidi ') osscnt \wi\\\v :iiiditu

rmii ctiani n(Mil<»s cladoro-M et

liti

•^)

.sr

i vitIk», \v:is UM

t (Juttcs Wort im Wi«U'rspriu-lK' stellt. :{) I/u-b fhuidL-rt'.

n Sulclu- liiirlit (Klii-rmciit) niiis> ni.-iii \(tr «Irin Wnilr (H»tl(

\) SC. iiiigL'li. •->) Vi;l. Krl. A. r.2. IM.

IS. Sicnt ip^r (liristiis sie ims >inims in niiiM<lM sei

licet iiivisiliiliter (Inistn rrediniiis immdiis nnii :i,i:in>scat . siciit M et

l(» srciindmn id l'.eec e.i:n

et i\\hm uns, (|M1

(Miristmii iiou Mi;n(>scil (|ui eerte est in imiiid<» src vohiscnin. -)

I)

Sic

) Miittli. 2^,2»». Kil. A. .."^, •»(•.

|)ii«i sunt in nnmdn (|nn

»rnni snllicihidine tenelnr (Miristianu

verlMini et npu

Dei.

"»o.

|1S| Tapa |Mist(|uain Dortnr esse desijt . laetus est serviis nien-

|)eeretalis ') eins teslilicantnr. In «iiiilnis nihil

Ina

>tndi;

sarnni. (jikmI Minni's

pcnitns a::it Tlieolo-icarnnj fenini . laetns serMis nieiisat

amplexns tst . rriinuni nt nninia a-al pn» sta^ilicnda sna donnna-

tione. Seenndnni. nt Ke-e- «r Trincipes per snninia odia e«»lli-et-)

ijnotiescninpie alietn ex snninns \nlt nnren*. In Imc aperte ntalus est.

In tertio anteni sno stndi<> (»iMMdtatissimnni aj^'it Satanani *i. cnni «piasi

henelieus solvit odia . (piae inter eos panl<> ante conllaverat. Neijne in') ante taeit. nisi «pinin id ol)tinnit »piod \nlnit. Tom». i\\uH\ vi-ri- tateni verln Dei penertit. In-e ni»n aiiit nt Papa, sed nt AntiCliristns. ei veriis Dei adversaiins."»)

l ) l.ics l)c«r«'t.iKs

saunn i'ii

lict

Zt'll.

;>) Vi;I. Erl. A.()<s 2i:{, :;t^».

•*) VcrltiiKUt, ;nu'iii;nHlri- hiiulrl , im Siinir v.m ) Siiiclt er auf's lioiuiru-listr «Im TcutVl. 1) l.ic^

i<l.

IMnlipi>tis Alel:'' Krasnins-) Kntentdanins di\it. rnsl(|nani pa-

treni Tlienlo-i invenernnt et lilinni addidernnt et spiritnni sanelnin

nt bellnni haberent mnnernni.

n riiilipi» Mclanclitliou (Srliuar/A-nl <»<lcr Scliwar/crtV. vim Wrurliliu 'iraf- «isicrt uml seit lö:',! stets Mclautiiuu u'rsrlu-ielu'iiK p'I». M'.>7 /.u T.ivtteii jii «ler l\hoiTn»talz, irest. l.)r.o. 1) l»esi«l«'riu> l'rasmus vmu ijottinlaui, irrt». I »«»7. ;rrst

>•>

läniT <ler Haupt Vertreter des Iluuiau

i>mus, «ler iceistreieliste mul ,i;etei«'rste

(belehrte seiner Zeit. Luthers (ie^ruer sc

it I.Vil. V-l. Krl. A.r.l, II

11

>_.

[T.»| Cnm (|ni< M.'), riiilippe wa-

iam't dixisset in Cnndeiis A niinsta nis -) ad V < Nvolt vlir anlalien.^ respnndit eontinn«» \ ineerc

I) Matthias Lau^'. Kr/l»iseholV vou Salzhufi?

')

2) i:.:;u. ;{) Pliiüititiim Mc-

laiithon.

1) Tel »er Matthias Lau

\-rl. Krl. A. (in. 121, :{;)<•..

>•>.

Salt/Iniruensis K]ns(M.inis eontendens endcni tenip<»reM enni

Ni^rinber-'^M. Kt nt vineeret. allepnd V)

Stnimer-). vin» Considari a niatiiiani illam ])eenniani. (piani re\

peraton pm sna rei

lempti

(me •').

Callornm eaptns ('ar«»l<> deilit Im- Dcind«' sninntniit. wie wolt vlir (Mieli

nn

lialten / Pespondit. (Jottdeni llenin wollen ^vll

(l

die sac

\d liaee Kaniiins'-) Das hette ntir ein

io(pud)atnr taiitns Kidseojjus de nei:-otio verlii Dei. de <|Uo tune

trovertebatnr inxta") serio

li betlielen. (laus wol i;esai;t. Seilieet sie

m-

^ maiiiio et niai:iio ])erienlo (i ennaiiiae. et

nin "iunnines andinnt s]>ein snam in Denin jionentes. ita lo(|nnntnr

Kpisco])i

II |:):u». 2| Dr. Heinrich Auerliadi. ;:"el». /ii

Auerhaeli iu der nlM-ri.fal/. 1 1^2,

pst. i:»l2.

Kr hi

ess (

iueiitlieh Strouier. wun

le l'rufessor und IJatslurr in Leip/i

>-i

>var aussenleui em

des KurtVusti II .l»»a<'him von

le IJeilie von Jahren in am

leren Diensten thätiii\ />.!». als Leihar/.t

jler/oti's (ieor;:" \on

a.l

r»randenhuri:-. des Kr/hiseh.ds Albneht von ^lain/.. des

n ..Auerhaehs Hof in

isrii n. s. w

Kr ist der Krhauer vo

Lei|»/.i •tl

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rss«

n 1

\e

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etnes

l'aust ein wt

:\) l»ass Stromer am

ist sons

7.U VI

hr diireh i»r. Kausts ..Fassritf und dureh die Kelh-rseene in ItlM'kannter inid no<-li heute hesuehter Ort -reworden ist.

'rir ^'Standen halt«-, dieu'ant sind s»-h\ver

h als {{atshcir in Diensten der Stadt Niiniberir -<

t nieht lu'kannt. i) Dir Worte von Salt/.ltur-ensis

rsteheii. Vielleiiht winl s<» zu lesen

icin : Salt/.luuui nsis l-,i>iscoiuis co

n

t «' ndens

eotlem tempore eiini >tronier vu

«>

Consuiari a Norinheri:-. iit vincent. allei:-anl

in ti IM t . niaünam ulam peeuni

im ete. Das wiirdi' heisscn

Der Krzhist-hof von Salz-

hur^' stritt SM Katsherrn Stromer von

h zu di'rselbeii Zeit (I .»;«•) auf <leni IJeii-hstap- zu

Auu'shiiri:' mit dt-m

NiirnlM-ri:-. und um mit seiner

\nsicht IJeeht zu hehaltcn

Mai

1 S(

hi<-kt (niimlieh iia<-h Aiiiishur-) .leiie -rossi

sairte er ."») Kranz /ahlti' im Daim-niriedeii von Camhray i:)2M jem

(;eldsumme ele

I. von rrankreich (löi:» I.MT). -etan-eii in <ler ^«1'»:^;]'' ^ '';\ -«.T''*- !"'"

(Jehlsumme (2 Mill.) ni<-ht für srnu

r.el'n'iuniT. sondmi tür die seiner Söliiu

die VI' l.")2<i im Lrieden \ on

Madrid als

(;eis»>ln j^estellt hatt.'. <i) Der ohenerwühnte Krzhiseh«»f,

von cum.

I

Mnndns non vn

) Wohl im Sinne

hol

o'K

id

en CM

It Denni lialiere luo Deo. nee Diaholnin i>ro Dia dtnr liaiuM-e viearios ipsornni Dapain et Ma^iiistratnm

1) Virl. Krl. A. :»T. 2su

»•).

|l!"| Ad pastureni in

/wieeaw. virnm optimniu II anssniann ')

lixit. :Mi vir. si inistnlaveritis e\ «nnni snbstantia niea. (iuaeenn(|ne vohis

ninmnni heiieplaeitnni mihi taeitis. Mn

mnnoda snnt ant neeessana.

niinns. sninine nie o

tVenditis. Cum enim res meae sint panpernm

4|no

motl«. vestra mm laeiam omiiia qnae ]»ossi(ie(»

I.

(Jnod atitem

n

\or mea liortnm em

it. sibi. mm mihi et contra me. mm pro me.-)

\t (|Uod cum ei;-o ') oinecissc

'm. Tnr lioc ei peninsistis mvitiV respo

n

lel»at. K^-o nee praeces eins terre i»ossmn ne<ine

n Nicolaus H:iussiii:imi. der Marienkirche in Zwickau.

la eliri mas. ' i

hsfii . l.'«21 rredip-r an

■tW. 1 IT'.i zu Frcilutr^- in '|:.:;l vertriehen. i:>>2 Hofprcdip'r in Dessau

;),>•(

12

Sii|Mriiit('inlriit in l'niluTu-, '^rs\. «lusrllist |..;;^. KiinT «Irr vrnr.iiilcsii'ii I rtiiiMlr LiitluTs. 2) sc. cmit. 'S) ('«»nljitiis. 1) I^mss rrau Kiitlir \\i«Ur «Im Willrii ilin-s

(ii'inalils cincii (iartni «erkauft linhc

lass LiitluT liolin hcstni \Vill«ii iii<'lit im

Stande ist sciiK'ii ln'i<lfu im SomnuT l.");il ans Zwickau vcrtricltciicii l'rciiiulrii Ilauss- maiiii uml ("ordariis so mit liarcm (leide aus/ulieltrii. wie eres wolil uewiiiisclit liiitte. ist sonst nicht hekannr. Das kleine <iiir Ziilsdorf hei i.eip/.i«;- kann hier nicht iccnn'int sein. Dieses iilu-rnahm Luther erst IÖ40 von einem llnider seiner Tran, .\iich der Ankauf eines Nachl»arli:iiischens nntdärtclien fallt in eine s|iiitere Zeit (I. MI), wiihrend die vorstehende Interrediin-r im .lahre I.Mil stattfindet. Vt»n seinem (larten siirldit Luther seit i:)2l idter. \>1. /. li. Kr.stlin 11, Hls. Mau vcrstiht darunter <,'e\\idiidicli den /.u seiner Wohnunj:: ^•ehJ»ri^en KlostiT}::arten. Dieser aher Itrauchfe nicht erst jrekauft zu werden, da tlas fn-i ^^ewonlcue Kloster nehst (larti'U Lutln-r vt»m Kur- fürsten Johann als IW'sit/. iiherlassen war. Ks sclu-int hier also ein anilerer von Luther käuflich erworbener darten i^viueint /u sein.

.(>.

Ad ine') eiiiii W item l>eri;a(' a^vrciii i»n»id('r Verlunn'), ((Uotios (lixit: Cordate. Si vos pecmiiMiu iion lialx'tis. c*,'n ali(|iint adliiic lia- beo cy]dios'') ar*;*eiiti'<>s.

I) Cordatun». 2) Vom \). Mai I-.21 bis Au;,'ust ln2.*.. :«) xv^fo^ ist nach «Icm

KtvuHjl. Mauiium ö !•.»,

eni

hohles (iefäss, Kufe*'. Wahrscheinlicher «Tscheint cy

uhus corrunii>iert aus der Torrn cyathos

Wi'lches wicdirnm auf das «griechische

xi'fdh*^ ..r.echer- zurilck/uflihren ist. Teher silhcrn«- in Luthers Ih'sitz lulindliche liecher vd. Ki>stlin 11. IT<», 1!»^. ohin-,. Worte sind aUo i:,2l oder ir.2:» i,^v

s ]) r o c

heu.

H

Cim\ c^oH ]u-aodicat(>rciu llaussniaiin pasiurcin /wiccaviac socinntiis fuissom. poindimi ot iiii;nituni et s(Mli<di(>snTii ambn dcseroiitos. dieohat-) nnhis ei assistefitüuis. Ntm taiii eliari essent inilii sexeenti douati llorein. (|iiaiii eliarmu inilii est iitrmn«nie vestniiu aMJsse. vns salv()S='). et iitniiiwuie lueeiiiii sedere. Taiita erat in viro ('liai'itas ]U'o\ini(>ruin.^)

1) Cordatus. 2) Luther. :<) llaussmaun inid ('«»rdatus waren in Zwickau

»Ui'hrere Male ihres Lehens nicht sicher i^ewesen

I) r<her die lanirwieri^i'en

Streiti^^keiten , die l.'»:5l zur Kntlassunjr von IlaJissmann uml dtnlatus aus ihren euitcTu in Zwickau flUirten vd. (mUzi': XI V. .lahresher. der .Vltmärk. Verf. f. G.

A

p. r.21f., K."»stlin 11 ]). 2Ts IV. Dl)i<,^es (iespriieh fallt also ins Jahr lö:n

f-Jll Quod ninltae privatae dissensi«ines et alia mnlta inenninnula

snnt in iinjierlo Koni de re^'iio partim inlinnu.

UM», lioe nun siluit Daniel'), enin loentns ost

1) Dan.

28.

)0.

Sententia illonnn . <|ni ])utant Caelibatnni in Ihm- invenisse Papani. ut ditinres n^dderet Saeerdotes, sine n\«nilms vivenles et li- heris. falsa est. Ter spetiem enim relii;innis. «piani prae se feit Caeli- Itatus. Papa sc et onnies suns ad sninmas opes snl»\('\it et tantain autlioritateni. nt reji'es lial^eat sni» pedÜnis suis.»)

1) Einige ähnliche (ledanken Erl. A. Ol, 29.J.

(•»n.

riiiii in

Imra mortis n<»strae exituros nos ])ortain exituri sint an

ü'eli Dei ' ). ut in smi

im Alnaliae nos det'erant. (piid eri;«» nie -j no-

eiiei

it. Oh niieli ein •ieit/i.i;er paiir jilaiit mit thewrun^

lia 11 s-^j mieli mit fussen

tritt. <Mler ein /orniüvr fürst mir den koi

Kill sc bar r- k.ndV

alnvvsset .'

I) Dies»'

auf Lu<-. M». 22 ansi)i«'lendeM Worte sin(

1 in dieser Form wohl nicht

verständlich. Ich \t'rmi

ite. dass Conlatus schrieh: cum in liora mortis nostrae e\i-

tiiros nos jMtrtam e\c»

ptur

1 sm

t aiiu-eli Dei. d.h. <la in unsi-rer Todesstunde

(Jottes Kn^i'l uiiN. wen

11 wir in <las Himnuls Thor ein«;-chen wollen, in Kmi)lan;

nehuH-n wer«

len. um uns in .\hrahams Sclioss zu traji:en u. s. w

21 Liir mihi. N«>-

eiTe

k.numt lMM('«»nlatus lifters mit «h'ui .\«m-. v.>r. Vielh'icht im Sinne v«»n scliä

ili«:*enV ;U rrspriin;ili«-h «in ..*^<

linar«hen«ler «1. li. ein «lerh anfahreu«ler. «iT«»ssthu«'n<ler

Hans (Mens«l0 «lerselhen l'>e«leulunii"

h)". «lauu ..Hehl <lur«-h Maul und (M'herde". viii. W«'ii;an«l 11 ]i. r>.M . In

it «h'i

n \«»niX«'U

lahrhiMulert «las Wort Hramarhas ((Jnjssprahler

mi

T IL'hhnthatenl. Viil. auch Lvsrnfresser n. 12.

I--I Auii'eres eireiim

C.l. AViteiibcr^-am faetos'i. n(m prot'^tllro^ tioiie dei essent ineepti. eiim ne<|iie plantam transfern

quod sine inv<»ea.. .. . . .

beeret (Miristiano Deo suo ante iion inv.K'ato. Quod autem murus adco ma-nus. l«»ni;us et altus destrueretur. (jui in um» aut alter«) anm»ne(|Ue aedllieatus esset. ne(|Ue ])(>sset reaedilieare. Inu- sii;num liabere traditionis. Deindc addel>at. In den -eferlielien Zeiten Hab ieli iiiebts für diese luekeii /n stellen, den e\nenn ]>ater noster.'^j

I) s.-. dic«'ltat Liitluriis. 2) Im .lahn- L"»«» le^^c Hans v«»n M«'tzs«-h. Kur- Inrstliclu'r Sta«lthauptmann zu Wittenherj;- neue Ih-festi-Minji-en «lort an. Im toluvn- den .lahr«' ir»:n wollt.« Mi'tzsch so-ar <'in«'n Teil «ler Sta.ltmaiu'r «■inreissen lass«'n. Da v«'rwan«lte si«-h Luther iM'im Kurliirst«'n fVir «lie um ihre Si«-herlu'it hes.»rj;-te Sta«lt Kiistlin II. I.'»2. Nach ('.»rdatus wan-n also bereits X«»t«lämm«' auf.u,«'

w«»rt«'n. «

li.' 1

»IS zur

Wie.l.'rherstellunii" der Mauer als Ersatz dien.'n s.tllt.'U. In

Ue.sem Zusamnu'nhan.u«' wiir.le als.» .puMl autem .listru.'retur mit ...lass ah.'r

eni^JTcnsM u«'spro.-h.'n

n w.'rd.'U s.illl«'" zu iilM-rsetzen s.'in.

(H.enst.'hemle ^Vort^• hat Luther ir»:n

CrJ.

Oiiidam <lieel>at .loliannis e]nstolam simplieilms verbis s.Miptam

esse, et laeile ]M»sse in

telliiii. Iliiie resp.mdebat Ja sie ist leielif . aber

niiMiiand nvÜ \iir naelidemd^en ')

1) ^;;•l. N'.'it Di.'tri«'li: «'»»lle.'ta .'\ c«»llo«|.

()

•o

Cum pullos reeei

der exeubat«ts Lutliero attiilisset uxor. diee-

bMut:") Si rustiei statum et e.mditioiiem suam intelli-ereiit. statim in nt. Ksse"^) autem in raradvs«.. esse Dei e..pnti«»nem

1'

il

»aradis.» esse

iibs.pie peeeatis. Hustiei autem a-iint in medio ereatiirarum «piibus Dens eonspieitur eti-.')

Dei

ex

II Lies «li.-el»:i t

)

S.'

pu

I.IS.

:{) Ahw.'h-h.'U.l KrI. A. r.T. I.V.i. 2"»2.

I.iith.'r .lenkt wohl an «hu V.tn .les V.r-il <J«'..r--. 11. ir.s: n fortun;.tos nnnmm.

sua si

Ihtna n«»rinl. N'i::!. au»-h Erl. A. ci. ;^"»2. :;:>:

(VI,

\-i:\\ Praetereuntes. ter repetitiim. faeit bexametrum versum eeiindmn nnmerum svllabarum pariter et sententiam. (piae eerte re

14

(juirit Sin)])(witmii. Apiiositmn v\ Mli(|iuMii post so <*asuiii.') Sic autem

t'ditiir:

l*r:u'tor«Mint('s ])rMot(M*ount e^* (sicut tliosjiurmii int'«Ksmii)

practe reu litt'S.

1(1 (Nt i.ü'nan. (jund istic sit ininssuiii es. l)icel>at-) autem talia esse ineidentia M. noii iiiiieiiiuin. «|Uo(l lUMjuit iii;:'eiiiuin. easus taeit.^)

(Miristiaui (MHiur.tur lenv tre> i>erse(Mitores. .Malos. peicuvs. cssiiiius, l'riiiii sunt rvrainii. (|ui ])erse(|uuiitur iios jjoteiitia. et L'eeaiit contra patreiii. euius est (»lunis jioteiitia scmi i^testas. Seeuinli

X X . . ' ! ..! . .......4^ 1. ....... .>.• .«.i 1 .iittiii.i Ki.iifi'^i ili\ iifiiii ^M I klollf 1*1 ll(

^)es^ ])e sunt til

»eeeaiiT eoMna p;mtMii. rmii> v^-i <Mmii> |i«>iiiiii<i .^\ u |f«>h .-•m.- . . «•..'. i <unt st'etarij. «jui jK'eeaiit liuniaiia sapientia e<»nti*a diviiiaiii sapieiitiaii lilij Dei. 'rertij sunt t'alsi trat res. (|Uoruni |>eeeatuin est e\ niern inalitia contra iHmitateni Spiritus sancti. Ideo peecaiit peccatuin irre niissihile. et sunt pessiini. Judas siinpliciter sunt. De «piilms Christus, ipii edebat etc.. in j>salinis et in Kuani;elio ultimo'» de eis-) (piestus est. Supplantant et ediint ]Kniein nostriim. id est audiiint ]>raedicationem n(»strani \ nd treten \ ns /u Tlnni mit t'ussen.-^'

\) l*s. II. I<». .It»ii. l;<. I*». -> \Vic«l«'rli(>limu' :in^ «Icni \'(>ri<rcn. :5) Ariiii lic'lics Krl. C.i». I Ir».

(•)<).

|24| IJespiciens coelum imcte dicebat. Kr muss ein i^uter meister sein, der «>n pfevler ein solclis i;-e\vell» i::epawet liat.h

1) \ix\. <l«n lii-i«!' LutluTs :m «U-i» Kanzler liii'uU vom .'». Aii^'. l."».'a». K.'.st- liii II.. p. -i"!.

llalient Mosenet proplietas, Si in-opter liaec verba .Vnabapti- stae dicereiit reccurrendum esse ad Moseii. IJespniidetur eis. Ihc i lin- stianis non loculum esse Cliristum Ne^jue liec statuit iil dncjrinam. sed recitat iiistnriam '). Ktiamsi putem soliim (Mirislum inierluisse. «piando Ihm* cnnti.i;it.

I) LiK-. Hi. p.i IV.

r>s.

si non esset remissio peccalorum apiid Deum. «» wolt iidi (seeunduin on»ne id. ijuod siim natura) (Jott -ern durclis leiister aus/wertVen.' )

1) \ -1. Kr!. ••:. i^o.

i\\).

Kapatus est re'inum deliitum omnilms Impijs et contemptoribus Dei, i\n\ dii^ni sunt iali rectore. ut vel iiiNili obediant liominj neque. qui H]»onte Deo nnluerunt obedire.')

1) Hinter iic(|iic scheint deo zu feiilen. \'gl. Erl. A. 00, 3SU.

i:

o

70.

|2."»| Ante suam i;lorilicationem m»biit .i;lorilicari (Miristus. Ideo more .ludaico orati«mem Dominicam praeposuit Apost(>lis. tanluni ]>a1rem adorans. Nunc autem m»n audimur nisi per Clirisiiim nj-'unles.')

1) V-l. Krl. A. v». 2»;.

7K

bdi haljc Christum vnd den Kapst annander uehaiiiien. drumb

bekommer ich weiter umb ni«dits'i. wiewnhl ifh mil /wischen thur

vnd an::«'! kome vnd i4'edreiii:t muss werden.

\) \\\'\.\.->^. l-'»' ..Uiiimih'r ich inirli weiter vinb iii«lits." I >ie iirs|»riiiii:-liclic \\>V\\\ i.ei ('..rtl:ini>. von «lern .Miltrlii. ItekimilMrii (in Not Itfili-il») :ihi;«'leilet . li:ii hin- iiiiraii^iiivc rMMleiitmii:- imd lieisst ..in Kimimrr sein.- Nui. l»irt/.. p. •.^:>o.

Ue^num Dei non est in scrmone. ist ni(dit allein wascherey'), Sed in virtute. qiiod addit c«.ntra livpocrisim. (piae dicit et i«Mpii1ur iiiiilla de bniiis npcribus et non lacil.

1 j Leeres ( iesfliwiitz.

Seilern duccre iuveiuMn'i uxorem est senem civiliter et natura- liter oceidere.-)

1) .liiireiMlIieii. --) \<linli<-lH-< Krl. A. ü I. l'.Mi.

71. \-2[\\ Du<» veniebant ad cum') Ma-isTri cum eiusmodi <piestione. .Vn Ke\ sine sjM'tiali motu Spiritus sancti rcvelaret ]K'ccatum hominibus. Ibic alter .-Mlserebat ne-abat alter verum esse. I'rinr innitei»atur verbis Kauli ad KnmaiiMX-M Ke::-cm esse re\elatinncm peccati. «pK'd alter dicebat .'ssc utticium ^piritiK sancti cum Ke-'c alio«iMi multos audire le-eni. «pii tameii non haln'rcnt revt'latiiUii'm jteccati. Ad (piae Doctor sie respondebat. Kos in ae«piiv(»catione termini le;L;'is ') laborare. alio.|ui utros(pie iusttts esse*), si univoce ') hxpierentur. Ke--em iptiir du]»liciter intelli-endam esse, rriim» ut tantiimmoib» scriptam. auditam. lectam. Sic h-'i-em non esse, «piae revelaret vim. id est stinndum peccati. «pieam|') abusum nmnes propliel a e ' ) corrii>erent. dicerentN. et non aiidislis mc'i etc.. Secundo Ke^-em esse verba Ke-'is una cüai motu spnitus sancti. «pii vim adderet" \erbis si\e scripturae Ke-is. Das einer sprecli e\ corde. .\<*h. das -ehet mich an. Do liab ich vnrecht -etliaii wider (;ntt. Deinde cum e-o>") urpMis dicerem. Ke-'cm aliud esse et " ) lep'in Dei (piam necesse esset vim suam habere, (pialeiii \ erb.-! humana nmi haberent. .\«ldebat Tria distin-ueuda esse. Ke-em scriptam. vncalem et spiritiialem. Scriptam in .piantum scriptam'-'). |'J7| esse trunco simdem. <pn nisi nrntus non nn^veretur. Ita Ke\. nisi h-eretur '•'). \ ocalem autem ivwlare peccatuin etiam impijs Adidteri enim aiidiunt sese peti. «piiim sex liim praeceptum audiunt sed vel Cimtemniint aiit etiam p<»st coiitemptiim perse«piuntur") ilbhl eis i.ppnn.'nrem Ke\ vero spiritiialis non est sine Mnectiniie spiritiiali ipsius spiritiis. mo\et enim cnrda non tantuiii. wi imn contemnaiit aut pnst coiitemptum )»erse.pi:mtur. sed ma-is ad contereiidum peccatum et resipis«'endum.

ir.

1) T.utlicnmi. i) Köm. :{. i'". -U Doiipclsiimi^iki-it drs .\iis<lrin-Us ..(Jcsct/". l) Tcbrij^tMis hiittfu su' lM'i<U' Ki'<-ht. •"») Kin«UMiTi«i-. oliiu- l>M)»itflsiiin. H) Li»'s tHUMii l:iiu. 7) Krl. A. .')^. "is*». wn sicli dieses (lespriicli in vititaeli :il»\veifli«Muler Form rindet, liat: lud den Missliraiieli straften aueli die Paplsti-n (!). ^) Viel- leieht dieentes. \)) /.. 15. .lesaias 12. 20, .ler. 7, 2(). 17, 2:t ete. 10) Cordatus. Darnaeli ist also i'iner der beiden Ma^nster Ciirdatiis ^rewesen. KrI. A. ')^, 290 ..Darnach da einer auf diese Wort dranj;-.*- 11) Vi»'llei»lit ae lejrem Dei. i>«»eh konunt in den» Latein der «lanialij^en Zeit naeli den Ausdr. der (Ueieldieit und Versehiedenlieit aiieh .d"t et vor. 12) 1 Mis jceseliriebene (u'.s.'tz, so weit es

o;cselirieben sei. i:V) Krl. A. „Das uv.M'hriebeiie, .so lern t-s p-seliriebeii aid drni Papier nn<l im i'.uclu' stellet, ist wie rin Klotz, was das IJewefreu belau-ct. bleibt da liejren, tlmt niehts. man b'se es (U'nn (!). 11) s<-. b-irem voeab-m opponeuti-m eis illiid (sc. sextum i»raeeeptiim).

Cinn aiitem (ohijcioiidi stiulioi uKMitioiKMii focisseiii ' ) verinn-inii Pauli ad TliesM. 2-): Vorhum a.irero in auditorilms. respoiidc'l>at='). IImc de KiianiioliiMiitellipMidinn esse, iumiuo illud (|nidtMii^) tantinu scriptmii ant vncalo verbmu ettieciv siiu» si)intn saiicto. I'orn» cum dixisseni'») talia esse vera. ac maxinie arridciv Sni'rnu'ris. (|ui vorlunii Di'i sub- sanuarent'')- di**<^'^>J»t'). iiane esse aliaiii (luacstiononi. scilicct an si*^) verb«) vocali aut s(M'i])tn co^rniti«» pcrcati auf i;Tatiao in Clirist«» )km'- veniret ad honiincs. vel an ununi ") seni)tnni aut vocalc. ut est scriptum vcl vocale. iustiticaivt aut rovchiret pcccatuni. Sivc pcrduccivt auditnres ad «^ratiani.

1) ('(.rdatiis. Krl. A. ."»s. 2!»o ..Da aber i'in«'r, allriii Interrielits lialluMi. (b'n Spnieh St. Taidi /um Tliessaloniebern anz«.,u- (!). '!) Tliess. 2, IH. :{) sc Liiflimis. I) se. verbmn ajcere in anditoribiis. :>) Cordatns. »;) .Mit spi'ittisflirn IJeberden verlir.hnen. 7) se. I.ntherus. S) I.ies sine. •>) Lies verbiim.

70.

[28| Si diccreni') nie ante decenniuni intclb'xissc .Missnruni iuiinetateni. Itcni cultus sanct«>runi. puri;at(»riuni (|U<m|Iic. et talia. vchit indul<;cntias. nicntircr. (|uanM|uani ad ninlta scicns et ])rudcns connivero voluerim-) quam c(Mitra<liccrc. I'utabam cnim \)vv rationcm hoc novum de verb«» Dci nei;'otium. <|uan- tum (|uantuni licerct-»), tependum esse <|uam revelandum. At ((uemadmudum /wiccaviani nunc«) \i malunt a.nere ciMitra ministr(>s Verbi. Ita nunc mecum ei^^erunt l'apistae. Kt etücernnt •). i[\un{ nunc sentiunt et dolent.

1) se. Lutlier. 2) Vi*'lleicbt malnerim. ."{) Hinter liei-ret selieinl ma^'is aus«;-efalli'n zu sein. \) Also ir.:M. Mit den Dienern «U's <;-öttlirlien Wt»rtes siu«l Ilanssniann und Cordatus und Soranus iiemeint. Vj;l. Ki'.stlin 11. 27s H. b) Lies efteeeriint.

77.

Nudis verbis Deus nou ]K»tuisset no])is aden commendarc miseri- cordiam suam. Kennssionem ]>eccatnrum et alia (|Uae sunt suac l»ene- dictionis. ut crederentur. nisi tam per ma^na et furtia cxemphi iUa nubis per \ erb um suum celel)raret. (phuiim primum est Adae et deinde reliipnuum . ut Davidis adulteri. Jnb mab-dicentis pariter et Hieremiae et alinrum multnnim.')

I) V--1. Ev\. A. :.s. 211.

17

7S.

,)■

IJ'.M Maledii-erc sonat in (iermanic«» duriiis (juam in Uebreo si-niticat autem tantnm ac si dicas. Das dich ein vni:luck bestlieli'j woK ich wünsch, das dir nicht wol n'ehe.'-j

i) /um Kample stellt. aiinTeilt, iilu-rlallr. V-;-!. Dietz L 2s2, ferner: ein ketzer, ein abtrinni^-er vn«l alles vnj;liit'k bcstrlic ylm. ludl.i (M-nae domini l.'»22 Ciijb. 2) V-1. Krl. A. r»^. 211.

r.

M

n

'rotns t.nb» Dapistarnm in acti«>ne consistil. Ana baptistarum Miitcm in passionc. mhI ist eins als liut das ander.') I) \«;1. Krl. A. »;o. :<s(..

Verus et ipsissimns scopns'). in«|uit Salonm (piem Kcclesiastem nniinant. est. .Mitte \ ädere, >^icut vadit. (pn.niam vult vadere sicut \adiL-)

I) l.uinisiert aus i.yo.uh. das uirklirlic und ciii-eutlielie Ziel. 2) \v;\. l'red. S.dom. :;. als (b-ssen llauptiidialt dii- obi-vn Worte: mitte vadere vadit anuvselien

wrrdru können. ,• i- i

hl einer vom Ar«-hi\i:it liodemann 1^77 lu ILniiioxri autp-liindincn IKindsclirift Lutln-rs aus dem .lahre ir)l.i fimb-t sirli Koljicndi's :

l'sus ps.ilit'rii »t scopus Cri'drns t.'uiatui «M tribulatiir. tribulatus ..rat it iiivocat. invoeans »'xauditur »t eon- solatur. roMsolatus -ralias a^-it rt laudat. lau.lans alios iustruit et doert. d(M-eus lior {•nur el promittit. promiittiis udnaiur «'t uruvt. <|ui m-dit mmanti »t i.rouiittruti. d.nuo .Mind.'m rireuliim .-urrit. V-l. auch Krl. A. r.2. J«i2. wo sich «bes.lb.n Ce- dankcu, wenn a.icli mit einer IJeilic v.ui Abw.-iciuin-vn tnnlen. Kbendaselbst »In- d«'Utselie li-bi-rsetzuni;- <les Thomas X'enatorius aus ^ürnber^^

Sl.

Ki^ni (piidem putu. plures in rure nnbiles et rectales in ciyitatibus Ducis (leuri;ii'i. (pii ex aninm beiie volnnt veritati Kuan-elij esse. <pi:ini sub nnstn. (dectove -) Idem senti»» de c(mtem]»t<n-ibus et perse- cutoiibus.'j

1) (M'ori;- von S.ulis.'U. -eb. i 171. -est. i:.:i"i. llerzoi:' in den altalb.'rtinischen 1 :i„deru von I I •.►'.« IV'.".». 2) Johann der Ih-sfändi^;*' . i;eb. Iltis, Kurlurst von |..2ri L-.;;2. ■'>) se. plures esse in ««ivitatibus Diu-is (Jeoririi (piam sub n(>stro Kleetore.

S-2.

|:!(»| l)nct«»r Lazarus SjuMi-ler') Norinberi;ensis nnus est, cpii Kuanpdinni invexit in Norinber-am, et hactenus. ut in ea maueret, unns elVecit.

1| Im- Lazarus .Spenuier. t^eb. 1I7',I. >ludierte in Leipzig- humanistis<-lu' und luii^tiscli.- \Viss.'n.-«-liaft. uest. I-VM. „Dem Nauu-u nach zwar l{at^schreilMM• zu Nuru- ber-- in Wahrlhit aber der Leid;»'r des -anzen (m .ueinwesens." An den \\ hliti-sten Akt^^'U »U'r L'ttormation. d«'r er zuiiethan ist. nimmt er hervorraiii'ncb'U Anted.

Ktiamsi ins nnnnihii stet a parte tua. nmnibns nrndis sitare debet Christiauu s.

tamen n>alum exemplum

•Wi

18

19

S4.

In pnn^lietia Li clitenstciii ') iiMlulm'-) Mtmarlius. ^\m lu« K't in hnineris staiitem Sntanniii et mamis iMitteiinMiMn rapnt eins. Lutherus est, l»orr(» cMim (iimlaui papista liunc iutvrp.vtatns osset ninucni dortn- nam eins et vitain ex Diabnln tuturain esse. resiMmdit l ImImmmis Me .. -crmanus frater '). h«»e mininie sie intelli-i «leluMV. sed iiia-is uitel- H-emlas esse adversitates. (juas Lntherns pateretur a Pap'^tis. a-eiite eos Sathana. et lM»e si-iiilieari i>er pedes incuiidKMitis Sataiiae. i\m\nx^ (MMienlearet l.utlieruiM et per maiius. .pnhns tmideret raput eins aut pilis trälleret.»)

Absatz isr\v«)lil als Krziililiniii- des Conlatiis :ml/iit:is«;cii

IUI liesti(»res') sunt astntinres (piain Inunines. liine est. (pianti» ounnes sunt inairis Uarbari. tanto sunt astutieres. Ilaee eernuntnr in

liist(»rijs liarhar«»ruin reirn«»ruin. 1) I/u's bcstiac.

SC».

Intcr apertam dei nhodientiam et Satanae nilnl est') pnlelirius superstiti(Mie. et utraiiniue-^) eodem studin excreent l.on.ines. (HMMlimtia Dei est (d)edientia lidei et huiiorum oi»eruin. OlM-dimtia anteni Satanae est ex intidelitate ad mala (»i>era et superstitiniiein.)

I) Im Shmo von int<T.'st. 1) ><•. i>lu'.Hci.ti:ini. :;) V-1. KH- A. .io. r.i. r,l.

\:^\\. r»7, \\n.

S7. Nullus est erro«), ipii nun appareat esse speti »sissiinus-). si per ratinnein irrueris in Verl)Uin Dei. Sie Manielie«. suus erm tuit sp,- tiosissinius de dunbus dijs sive principijs. Altern honn. n.alu altjMo, Cireunispieiens enim universain ereaturam Nidit m n„nMl|ns «pnddan. huni et (piiddam inali. velut in arhorilnis .piosdam Iruetus Imm.us. .,ums- dnm malus. In alijs vermes patres ramus ete. Purru .p.nd ii.rnli m tam erassumOerro'rem. eaussa tuit. i\xvA autprimun.articulnn.MmlH.il aut ncm traetavit. aut fri-ide traetavit. \-Vl\ .Vliu,,ui altrrun. Denn, nun admisisset. Simile tit in umnihus. «pn.s ratn. deeipit Decipit autem ijlus. qui toti vel in parte suis eo-itatiunilnis ml.aeivnl i't mm snii veriM) Dei.^)

1) HliT und iMTuaHi tiir .'rm,-. 2) Srl.r hlomlcnd, iK-strcl.tnd. S) (irob. \) \Vl. Krl. A. <;i. 114.

S8. Ori'-ini«) ln>e summum ne-otium UmmI \n deus esset antl.ur mali. Nos autem ne-amus Deum esse autl.uivm n.alurum. (Mvaturarum

,niin antl.ur est. at (^reaturae Dei utupie lumae sunt. Q"^»»^\^; '^" f^^^^^^^ .ie lunuin.ur eunsideramlus est Terminus autlnn- vel eaussa. KtleetUL ,.„iH, Dens nun est eaussa mali. licet (let ii..in(.l»us in repndmin sensum. sed seenndum id. Kt dimisi eos seeundum desideria e(»rdis eurum.-j

1, ononu's. -cb. .im isr. vm .Mc.xa.idricn, Presbyter 22s, o;est.2r>l /u Tyrus. •J) Psalm mTi-- !•<•

8*^

ilm dili-enter lej;eret librus lle-um. der s<d ein -ewalti-er pre- di":er werden.

90.

Medieina inlirn.um Matliematiea tristem T liet.lu-ia pecea- t(»rem laeit.')

1) V--1. Krl. A. r,2. Mvl.

|:;:;l Dens (»rdinasit. ut „mnes l.umines veseantur in sudure vultus ,nne .m atnne id ita urdinavit. ut. «p'i Inme sud<n-em mm vult- sudu- i;;.; ...Utur rem. malac. eunseientiae. Kt eun. Deus Lue urdmavit m noenam*. Idem nrdinat Satan, sed ]n-(.].ter Avaritiam.

<y\

Animae inanes artieulum .1 ustilieati<niis mm pussuiit ma-ni laeere. quia mm e.i;-ent illu.

\yx

m

\ntin„i .listiux.Ti.nt trii.lir.M,> TlH-oloj;):..... lu inoi-nniu. (luin. .lix...Hnl lustori.-;..,,. voli.t ' ) l.istovi:. ,mssio,ns (' ,v,st,. et .,m,U;n, s,-n,. = ) ;;:::„ K,unp.list.,-,un. I., SiM,l,.,li;-.un. ut si Chnst,..., .Uxcns y:^^^.^

In wnvMu Mxsli.-Mi.i, .|'i="' •'"'•'■t 1»'"'" 'l"-i<''-<'''" 'H'-'t"'- -^"M ;,|,. ,,i,, ,,n.,li^-.-sot/t.ntrs V.M..I.- v,.vl.nm. mu, vi.lt. ,„e sciuatn,. \., ,,„ vnit. 1).T l:.ss. l'-st .utou> illn.l UM.n.n.Misnm sn,,rM m.s.

N„ nh MOS nt ,„ulti S,-hw..vn,ori ,..vill:u,tu,- IN.r.; .pn .It.ovn

Ä illis sMiM. ll ^M>n. l.l..o,,lu.tM .li.-it. \.a, s.„nn.un,. \ ul.

sninnium.')

I) sr. est. 2) l »U' Srl.riftrii. :i| Lu's rimautur d.h. zu ertbrsc-l.en sucbon. 1) .bul. 2,2V Vi;l. Krl. A. "»T. 11.

*)t. \uimalia ereata sunt, ut diseamus ah cds aninialia 0 ^•<>^~f^ ,.1 tin.ere liine dieit (Miristiis^V Kstule prndentes sieut serpen es ete. \n n alinuid n.a.num in l.u. m.lns sip.ilieaMt qmKl eueulus pa- ':.::;. snui!. vun.. die passmucLen. quud --y' |-;J-- ^ „K'am respieiens vidi.^ Sip.ilieat autem. i\\xoi\ ImIm D«Mtuus mius

up]n'imunt.

1, Krl. \ :.:. r... «-»'t erUl'unn. inul trnvbt..u. 2) Matlh. 1«. Hl.

20

21

m

or,

t:i)is(M»i»i lualunt secmnlimi i".\])\i'A simM sii;»\itt'r \)vru'v in iio-

imno Satanac, (|iiain sa

Ivi liiMi ot manne in ntnninc Dnnmi) Si

VW

im ad universalem et privatam pacem ade«» cunsnlenMit nt nos.

aiis mansnri essent et sahi lorent m annna.

CoqMnv m (»piluis s

I) Nacli ihrt'in K(»i»t"«'. <l- li- ;i"f ilin'ui Sinn«- lu'st«'lu'iul

«Ml Won i(*li noch eins trovon mnss. wn

weili aus eini stein llawen s(»ns vui:;eli(H*sam.'^

1 ) Krl. A. i'i. 2[\>: <i r lior>;iiii

It ieli nnr eni i^cliursam •4 llal» ieli \ ei/.weilVelt an aller tVawen

<»,

>••>

M

ha ti

Isti versus staut in l'it: De für«. Cnuipet: ') et sunt al»s«|ne mni (luhio eontra Papistas:

(!oni]M)sito late jetenti «juaeso ei (Jui putas exelusuni. erinien per tempnris usuni.-j Id est, (|ui putat malum praeseriptinne honum lieri aut peeeatum vetn State lieri virtutem. Der s(>l ein Dreek essen.

I ) In I i r II l<i <l r tu It» ( Olli |M' t «■ II t i

2) \h'V /.wt'itt' \ iM's ivt rrlilcrlult.

il:i tlii' /wcitf Sill.v' in piitas lan.u- is

t. \ValirsrlM-iiili«-lM'r sind dir \'«'rsr mImt als

Ij'ouinisrlM h'st'ii:

IHK

l ilaraiif (i«'ut«'t du- liitcr|»uiiktinii iiinl <lcr L'ciiii liiu

so /ll

('(»ujposito latf, rctciiti «iiiacso ciha t«'. ipii piitas rxcliisimi. <rimrii |Mr

tmiporis iisnm. N'.u'l- )•• '-*' ''

M

wo SI«

ll •ilinrnlic \rrs«' liinliMi. IM«- KrUliininu-

ItT N'crsc «It'iitcn Liitlicrs loli;«'!!«!«' Worte ai

I. _Mil «'iiH'iii \\v\\ liiii rirflirinlriH Jr

ri( hei

■litc, l»itTi'. tVittorc «licli, wi'ini (

hl iih'inst". ist wolil zu iilM-rstM/ni. I >a

S Sol

sscii:

,l)ii sollst l)nM-k rsscu,

im «In iiH'iiisl . (lass »liirrli \'ci;j:lliniiii:' (prar-

scriptio) etwas \\l\scs zu etwas («iiteiii <m

Tni;-en(l werde". Die obi^^eii Verse sind weder im («»rpiis iuris ei\ ilis iiocli eanoni«

zu tiiiden.

ler ein X'erhreelien mit der Zeit zu einer

ll

<»S

Pura naturalia'). Sive terra naseenlia. enuNenit euere a<l eon

t edi

ll

servationem huninris naturalis. N'elut sunt pisa reecntia -)

rnma

pira ete.-')

1) N'i;l. Veit Dietrieli. Colh'eta «'\ Colloquiis. ilaiidselnüt dei NiirnI». Stadl- ItildiotheU p. T:i': l'ura naturalia sunt e terra naseentia. Ka eon\enil edeie ad eoii- servandiim liiimorem naturalem. Medi«-i ea tam<|iiam «-riida pn»liil>ent. id (piod mihi displieet. 2) Kriselte Krliseii. lliilsiulViicIite :;i X'ii'l )>. *>'■> d. M.

91

Mir hatt i;ntts weiss

') (dVt vhel ü-elallen aher it/ red«' ich \ hm

nu

ht

ein.

-)

I) (Jottes Weise 1) V^'l. Hrl. A. :>T. l-'.«".

HH>.

si inipii etiani letissimos dies diu*an1. nihil in\iden. aliud enim nihil illis e«)ntin^it ([uam pon-n. das man auU den k«»hl'j wirtlt snd

iKild darnaeh wird sehlaehten. Ilue jurtiitet cpiod Ksaias-j dieit. Sai;i-

nate. Sai;ina1e vietimam ete

1 1 her KoImI ist ein ,,i;eriii<:i

Wolinn-el'iiiide, Woiiulieliiilter für Tiere. Tier

liiitte

IUI

.lalirl

I. so viel NM«

tall (virl. W(^i-aud 1. '.tT'.. Sehmeller. IJaieriselies

Wr.rterhiieli ll. 2T:>). am

ll .relierzu--. Haube. he«'ki-. Kasten eines Wap'.n

.MülU-r l. ^.'..■».

l)as Wort ist al»i;'eleitet \(»n

Kol

s naili Mast- oder Seli wein es tall.

1) Piises Citat ist im Jesaias nn

dii' Stelle .lerem.

\1 I. :; \«»r. Pit's ist um so

lit aiifzuliiiden. Walirselieinlieli seliwebte Lutlier walirsclieinlielier. als es an einer

andern Stt-lle. wo u

Iti-r denst'llten (!e,u"ens

lirisst: ..hie Propl'«''*'^' haben sich am

taiid u'esiu-uelu'ii wird, nach Krl. A.r>T, H»7 h daran >;-estossen (dass es niimlieh den

lii.si'ii liut , den Frommen

hieeht in ili-r Welt ireht). schreiben viel davon, und

zciiit'ii danebtu an. wie <

lie l'runimen solch .Vei\:r«'riiis

iilM'rwinden und sich da-

w

id«r lri»sten solh

n. .\l^ .leremias s

doch den (lottloseii so W(t

hl. und <lie Veriic

lu-icht am 12. Kapitel [\. \): Woruinb p-hets

hter haben alle die FiUh

Aber

nimmt ein i>os

Kiid«

mi

t il

neben wie Schab', dass sie -::es(

r weiter sju-icht (V. .i): l>u lassest sie I

iilaclitet weiMbii, und sparest sie, dass sie -ewiir-i

inen, wie (

es

rei

W(

rdeii. havon re«

b'ii auch viel Psalmen (Ts. ^

V.l. t:'.)-. V-1. ('.»rd. p. ir.:{.

|;)r)| Kun (piidem sum (

et mahl omni

Ine

nuM

iiisorum liitela. Si enini ilh nie <>e( 1 .. ^ . I ' i ' ' ' ' I

IUI.

len Lant/kneehten'l inimieissimus.

lis a-ere sah Turea. aut Tartaris (^uam suh

•iderent, seireni. a «pn» sim ueeisus

nempe a Tureis. Christi inim

ieis. Uli aiiteni. (pii sunt.-'-)

II Pas W.ut Laiidskiietht (s»-it den ^lu

r.Iahren des |.'.. .laluli.) bezeichnet

iirs)M*iinLiTn'h einen

in U.iiserlichen Landen" iiiwo

rbeiien SJddner, aber in r>ezii'liiin,ir

Uli' die laniiin Spiesse «

ler SJddner wurde jem-r Name /

ll Kantzkneehl iim.ue-

bildet. woliir Wei,i:ani

1 1. |o:.:i einijjc«' llele<:stellen an

t'iihrt. 2) Vi:l. Krl. A. "»T, l.M».

loj.

Mieh wundert, das (iott so i;ute vm

l hohe ertznev in die drt'eke

i;esteekt hat Stereiis t

iiim poreinum. iiiaxime si sit a jHireo (

ilid

um

;ni-uinem restrini;it reeeptum in mannm. v.i\

Kiiiiinum valet eontra pleii-

resini 'l Humanuni s; I) Si'itenst«'<-heu

mat <mini;i vulnera.-j Kine alte Hand hat hinter pleiiresim beschrieben .vnd

iiu

hr". 1) Am Kamle st«'lit von eim r amb

i»-h noch mehr«'re am

Vul. Krl. .\

... wo S

reu alten Hand herrührend „Krt/.ney . lere iihnrKhe Kecepte als Zusatz linden.

lo:

Uaptismus (

lieitur si)iritiis lavaerum ju-opter siiiritum sanetum

(pii datiir vi promissninis. «piae es

t in verhis r>aptismi. Salvus ent.

li>l

P'

O (

Dii;n itas est. ( li-nitate halu-tur lihertas (pun

las tiir das best -ehalten wird Vl.i vul.^us imperat

i:;7| est vul^-i. \ hi reiinan

nohilitas \ In ver«> op dii;nitate.

I ) l'amen

tum ') in ipsa re ma;Liis lieentia

t pauei' Ihi pro di-nitate hahentur opes et

itima est IJespuhliea ihi virtus reputatur pro

lo:

>i nu

llam -ratiam hahemus a vieinis

nostris perseeutorihus Duec

<ieorr.io, eei

te haue hahemus ipiod tvrani

dile '^ua id tdtieinnt. ne

Se.

tariis impleatur hee Uegio,

22

KMl.

Noii intres in iiuliriuni (MUm ><en(» tun.') IImih* rt'inissio ]»: *\:^'-) hie orat, neoessiiriii ost, \wi\ taiitmii in ci-rlrsiMstii-ji ivli-inni', srd ot in Politia et OtTononiia. Inio in oninilnis statilms et jirtilici.js. riii rnini iiiiee non est quid jjotest eonstaivV lline est. (HUmI i'tiani Ktlinicus ille-') ])rünnntiat. Sumnuini ins. summa malitia est.

l) Psalm U;{, 2. 2) Aiil/iilJ>st'ii mit n-iiiissio |u'cc:itorum <|uam liif orat sc nsalmista. ■'>) Tcmiz: llcautimtlmorinmiios act. IV. sr. '». An nm-r an.U'mi Stelle sa^'t I.ntlur (Krl. A. 22, j:. I): Wir «Irr lU-i.lr 'IVrrntii.s sa-t .. as stmi-Tst lU'clit ist (las allrri^rössi'st Tiirerlit-. KrI. A. 2 », 2'»:, tiiliri rr ic.I.m-ji .Im Vers'^auf Sciuio /airiick. V^l". aiissmU-m Cic iW oiV. I, H», ,lcr snmmiim ms. smiima iniiiria hat. In sclir al.wi'iclM'iulcr r..rm Im-tct KrI. A. .•.^. 1^ I. I v". almlirlu- (.(- diuikcn. IHt Vers fimlet sieh aiieh Krl. A. t.2, 2M iiml lin. |!h..

lo7. Tanta portenta rerum et (luetriiiarnm iion «juamlilK't. sed mnito maximam mutationem mundo i»nmuntiaiir. Canssac mala«', syd parvar. maxime nie movent. Sed maximae (ut est ( "a iii pani ' ) «•onvicium cnntra spiritum sam*tum) minime. Sie enini in talilnis eo,i;iti» Lass i;vln'n ipua luK* snpni te est.-)

1) leher den Niederländer Campaiiiis. einen der itr(»te.stanti>eheM Aiiti- trinitarier der Uetormationszeit v.ixi. das Nähere n. l II '•. 2) Mit den h-l/ten Leiden Sätzen v-l. Krl. A. 57, ir,«i.

los.

[oS] V.^i) si liceret. jM^enam ab ininneis mris multo atiMeissimam. ot vimlietam sumerem al) inimieis Christi Silendn Kt ipse Drus n<>n lial»et majorem iram «|uam euni sih't.')

1) \<^\. Erl. A. •"):. lä»i. aiieh ".T. I K». 111, I 11 iV.

Trotz') Tetro, trotz Paulo Joanni-) et omnilms sam-tis «piod unum veriuim ex verho Dci totum iiittdlii^ant. «piia s^pinitiae eins non est numerus^')- nostra M autem velut ratio int«dleetus et oninia ') an non sunt eerto numero eompraehensaV

I) Trotz (Widerstand) sei i;-el)oten «lern l'etriis u. >. w.. dass sie IV. I>ie.s ^v-iirde etwa in dem Sinne stehen von Jeh uill es nielit zniielMii. dass Petrns W. aueh nur ein AVort aus dem Worte <;ottes -anz verstehen" IV. 2) l'.rl. A. .»T. I I Mose. 0 Psalm 117,'). h "se. sapientia. •'») \i"II'itht omnia alia. welelu-s

naeh (unnia leicht ati-^tallrii IcMiuite.

in».

Saneti intelliiiunt verhum Dei k(»nnen aueii davon reden. al»er sie lernens nieht aus. Seliolastiei de liae rc .Icdenmt exemplum Speram'). quac me se-") imjjosita. tota «luidcm \isii eoniprelienditur sed tamen mensa eontin.uit eam tantiim uno puncto.-')

1) Lies Si)haeram. eine Kn;;-el. 2) l.i«s mensae. .{) Der (i.danUe seheint folgender zu sein: In IVzu^* hlerant tiihren di«- Sehultheolo-i-n als P.eis|iiel eine KnuHTan, die man, wenn sie auf einem Tisehe lie-t. ihrem -anzen l mlaii^'»- naeh (darauf Ih'j^end) sieht, während der Tisch sie doch nur mit eniem Punkte be- rührt. Also ists aueh ndt dem Worte (Jottes. l- H..,.t •-.xm, vor uns. Aher nur etwas lernen wir davon. V^*l. auch Krl. A. "m. I I.

23

111.

|M,i stndui et ouidem dilii;enter. nee tamen unum v^^-'^^Y'' /^f , ... ':;;'i,? "totun\.onMUvhendi. Uine est. (,uod inlantdem doetr -

.? o m exeeXin» In o. (,u<didir quae s.io revolvo in ammo. et iKMii nomlum cxtisNiinu. n.. i niiidem n "vt me nonnilid.

l,.„„i„il,„s '"t'll'J^'^''''^ 7''"'". ' ,, , i,, ,.oelis' (im cuiiu I.;ut

•'■■ >■;* "t:i::ii;;;;'.''';',u 1 ou"''; '" im., U ;.:.„, ^.....t m suis

^'■'■'•1 '"''' "'^ ^ -.'tis u . .-uns.M.MtiaM statin, sul.inl.Tt.. <im. illc I,,„„i„„s ci,n,i SU,,, .•ofl, it iuuxi \" ; („nuau.i. ot ali.i

\,n-\n -ntci | l'M N ■"" /•" "' . iiiiiiic,"i ut s.-i icet su- e\-

„„, ,„|„ ,,„st t,-u...-nn .-aiut.. a .t j;\' '.''-;, „^i,,, ,i>„u... l.o.-

.,,i^'„„„, „„„ v.MT .l..l..-o.'n.. US ''•' ' ;^;, ,,„ ,t ,„stn. iuliv-

' 1, X .. i».,ii» f.it omni tuh's eordium noMioiuio. ».t n

'"!;"" ' '• 'itN V., v-v s .,l,s wa,- isty et u„u„, vo.-l.un. snu

.,„.„1 ou,„i.,.„ .litli.-illi...ui., est ,u .u„in snipt,..,., mwy, I |'racc('i>t<i.

, 1.»* i'";r-',i: »'s- ,::: '^i::;,::^ i:::^^:^^:^

Ut anteMuam ineiperent eon.Monan mulieies. oiaunr i. i

solt yhr ztivor sprechen.

„,,,,.. o,..n, sn„u.us ^■".-.;^--;;: i,i~ ;:;:;;;5;;,na;:")

ut < •'^l»'*.'*"^ '•...,,. ,,. Sed de har (juestUMie ecmvert - > sit

;!i5;'i;i;:5,,,lv;.s';: v;r^ <vt-'^ - -- """'■^-•^' '^'•^'^'••"^''^

nostrae seu tidci etc. •>>! vi.l-

n suche nach den. Verständnis der .n ^chon^^

'^•'^•»•^ >>'• '' '*•'' l^T^^^'^^'f' ". Wo t 's -i dai^u den. Zusannuenhanp- |i..lu., auch unleserlich ^•^•^^•''»''^'^•^•"*V , mmu 1 i 1 c will sa-en: leh -ehe iu du- „ach das Wort alumnantur /n /Hchen sem Lutu i ''' ; ,,.^.,aen. Ks ist "!|le Schule, in >Nvh'lu'r sie seihst /o^. u.eMil^ . .^^ ^^.^^^^^^ j,^,,^

„.,..,, ,n hen.erkcu. dass der '"7.;-;;,^^; uJt^^udl ist das Jr in der ersten aie Silbe na vertreten ^y'«'''*^'- ^ '* ^''\::, . iJ ,^^^^^^ i) Hinter manilms tehlen

Sill.e jenes Wortes sehr ''''''»^'^''^'l' ^ .. / T' ^ ^.,,,a •) er-ieht als Kriränzun-: .•in paar Worte. Per /;-':;-;:!; ^ ;;/;':, ^Uew/Is^lseh^ sotorr hinzu. M 1 iu- pater mens e>i. •' i>\.<"5^ si Vmo. »u •> W) Luther. KM \ -l. n -'.v

Inihi. V-l.n.r.o. ■^><■^^•^ '''"■''••\...,,; -^7;;,i,,;i;,[t' leherzeu-uu.- u, der Lehre. IllCordatus. 12) .i/.'/t""/"t"^^' ^"'''-^ (..NNismu.

Liirti

«•Ii u"r

24

l.'i) I)»!' Nit-iU rliiinU'r .lull. (';i iMiKiM ii.s ans M.u-.si'Irk in <Ur hün-or hiirtii;- kam |.">"J^ aus ( .ilii vcrtrirlM-n iiadi Wittrnln-r::'. w.iv l.'.i'.» in Marlmr;: mit anwcst-ml nnd trat nacii riiu-ni rciicn Vcrkt'lir mir «Icni schon damals <lrs AMalis vcnliiclitip'n (ii'uri«' Wit/il in Nirmv.uk im März l.'>;;u in cinrr Srhritt : ('«mrra Lnrln- ranos et onnu-ni [tost Ajm»sIo1os niiindnm. dio vy zurrst (Küsilin 11. liid} liamlsriirit't- licli vcrljrt'itct zu iialK'ii sclicinr. Itcsontlcrs .i;:i*jr*'i« die TrinitÜrslrlirc auf und riilinitf sich völli<:;cr (icwisshcit in dir Lehn', da er seit d»'n Ajuistcln der erste sei. (h'F <lie Walirheit \\i«'(h'r entdeckt lial»e. Canipaniis endete tiaurii;*. Nach zwaii/.ii;"- jiihrii^er harter (ielaiiu-ensciiatt starl» er. u:ehen,uM von Kummer unddram. im Kerker zu rleve l'iTI. II) .i?,tinn<f nnc'/v. I ."> ) l^iest' drei iidiahlicii zusaninun.u'eht»ri.tren Abschnitte lassi'U sich eheiilalls zeitlich hcstimnu'ii: Ks werden \oii Lutlu'rs Kimlern Hans und Ma^-daleiic erwähnt. Krsterer ist lö'ii». letztere am I. Mai ir>2'.l irelMU'en. Seines am 7. Nov. l-^iM <xv\i. Sohnes Martin wird noch nicht i;'eda<-ht. I>arnacli würde di»'ses (iespriieh itn Allgemeinen in die Zeit vom I. Mai l.")-.M» i»is zum 7. No\. l.'t.'Jj zu setzen sein. 1 >a alier ( onlatus, der an tUniseUieii Teil uemMumen hat,

sich nach seiner Knthissunu' in Zwickau vom .luli od<'r An:

I ((Jötzi", .lahreslier

p. «»7) his zum rriihjahr !.').{•_» in Wittenher«; authielt, so muss ohenstehende l'ntcr-

redun«;- in der Zeit noui duli oder Auicnst ir»:<| l»is zum 7. Nov. d

esst'liien

Il>

.lahn-

also |.');;|, statt iret'unden lial

»en.

\'er;;'leicht man schli»'sslich mit (Ur Lanzen l>ar-

stellun^*, wie sie Cordatiis ilherlielert hat, die s|»;ifiren deutscln-n 'lischreden, die Krl.-A. .">7, II meistens nur di'ui (iedauken nach Aelndiches in weitscliweili;:erer Form hrinii'en . aher von i'rau Käthes rnterhn'chun;»". der Teilnalnue dts Cor- datus U.S.W, nichts wissen, so winl man nicht zweit'elhat't sein, wo hier «lie ur- spriini;liche und riehtiire i'orni des Lutherschen Textes zu suchen si-i.

II J.

[n| Ciiiupa uns '4cnl>it ailMTsiis oniiu's (is riiiin titiilus est iilni sui')) als wider sirli scIUs iiiclit <|iu'iiia«lnMM|iiin ipso i»ntat. l'liira eiiiin scrihit iMuitra sc «jiiaiii (MMitra nimH's.-i

I) her richtige Titel di"s IJuche.s ist in der \ori;;'en Note ansii-j^el

»en.

■.') ( am-

jianus Ihu'h wird <»tters hei Luther erwähnt, vi;l /.. W l'.rl. A .»7. I.t!»: «in. ;{2l t)l,<ltV. nhensteheude Worte Luthers stt'hen ehcnlalls im innern Zu.sammenhauiC« mir n. II L a. h und sind deshalb auch wohl l.'».{| jii'S| »rochen.

n

.Vus den Worte is enim titidns est lihri sni krninte man >«-hliessen. dass ('am|»anus lluch bereit: I"»;{| dur<-h den I)nM*k verbreitet ucwesen sei. wälu'end ^onst erst \on dem iMuck« desselben im .lahre I5:<2 etwas bekannt isr.

II:;.

^lartinus Cellariiis'j onniil»us inodis iikhmiui rnutiMKlehat. iiicaiii vocatiimcm-) niajoivni osse quam Anost(»lonnii llniniiics eiiisimuli vaiii sunt et superbi (,|ui tanieu eis liam* innataiii sn)K'rlMaiii et iiiali- tiani tortioreni Taetani in aniinis suani prarstiiiiidiniicin. pleroplioriaiii voeant"*) et spiritus sancti certitiidineni.

I) Martin ("ellarins, ins Stutt.i;"art j;-el»iirti;;", schloss sidi l.»-'l di-n Zwickau« r Lropheten an. Vi;-!, über ihn K.istlin L "•-'-'. •» 1'^, 7r>»i, ^Hi. Kr ist nicht zu v«'r- vvechseln udt .lohann Celiarius, Prot". d«'r hebr. Sprache zu Leipzig;, uml Michael Cellarius, Lredii::i'r in Auusbur:,^ (Seckendort", hist. L. index 1). J) Ihrnliin^-

:{) Dieses (J<'S]>räch «^ehru-r zu n. Li."». Wd. p. :«^m d. M.

II i.

Fiselie ;;'eli<.reii ins \\a>ser. Kill Diel» au .ual.m'Uii Der TeutVel in die Helle. Drunib liellV man vlir keinem, sie irelmremi doidi dabin.')

I) In abweichernler F<»rni KrI. .V. «il, :U I

11

Cum iiissu prim-ipis') venisset-!) in eivitatulam (Mial;L ut mcmeret I 121 ("arnium ') et alins (.xpu-natores imapnuni passini posuerant nianus. pedcs eai»ut. euiusdam ma-nae imaiiinis. erueitixi. eireiim am- boncm. «pn. aseendeiidum erat eoneioiiatun» Lutlieri». de (pia audaeia ( tiamsi vidiementissime \)vy eam Nerbo eins mei

fuisset eonimotus. tamen ne um» ■) itinnem leeit. sed pacilicis verbis de t<»leranda eruee

i>rai'(

lieavit et de (.hedientia debita ]nineiinluis.''j

\) Fri«drichs des Weist-n \oji

ac

hsen. 2) sc. Lutherus. im Au^'ust i:vJT

) Kahia in 'Thüringen.

l) Kim

dte Hand iiat in ('arol(»st adiuni verbessert.

l»r. Andreas l'iodenstein. .^enann

t Karlstadt \ ou «ler Stadt Karlstadt in FranUiui. seit

|..u:» Maji'ister der IMillosophie in Wittenberir

L")|(i Ur. der 'Theol(»^ie- dann Froi.

laselbst. I.')J1 ITarrer in Orlamiin»

und Frediuer «

stiiruur und SakranuiitU'rer seines

nach einem vielbewiiMeu

scheiiU (|uide»n aus^'elallen zu

in abweichender Form. Matthesius

b'. in demselben .lahre als F.ilder

_ \mts entsetzt und Landes verwiesen, stirbt er

Leben IT. II als Frof. zu F>asel. "») Am Knde (Ur Zeile

■in. <•) l)ensell»en Vorfall erzählt, wi-nn auch

Frediut V. ^<» mit dem F»euu'rken. dass er die

llrzähluni:- selbst aus Luthers Munde vernouuuen hab»'

lli'

Deinde eum eiio'i eertus. (pu»d nun tiimu'e illerum ln»minuni lissct intern»i;asseni quo atleetu nmtus silcre \oluisset. res)»«»ndel)at-). pcrbiam fuisse contra superbiam. et superbissiim» s])iritui ipsorum. j (li.ib.dieus erat, ita par pari rcterendum fuisse.")

I I ( oTilatUs

1 LutluMMe

Hält.

man ><»

•„clten müssen (nändiidi dem unerträ^Ticlu

Hiernach hat also aur

h ('(M-datus die Schihb-runii- Jenes

(deiches mit (Ueichem ver >tolze der IMhlerstürnuT ücucnüber).

Un

ins .lahr l."»'il irehörem

Vortälles aus Luthers Mund«' ,u«h<"»rt.

ha nun Mathesius erst von l."»"J'.» an m

Witteuberi:: ir»'Wesen

isi. Cordatus sich aber am

h während de^ «-rsten «Quartals de

llien .lahres ( V-l. < J'dz«-. .lahn'slu'ridit p.ti'i) dort aulhi« It

s«» s

iud Lullurs Wort«

wohl nu-ht \«»r

•_".)

:espr

h«'l

I. es si'i «

leim

iSS «

r nM'hr«'re Male sich ülu-r «

hn-

««'

l»en (;e^«'nstaml aus^t-spn»«

heil hat, s«» «lass ('«»rdatiis bereirs lö2l - In'iri währeml

s«uu's ers

reu Aufenthalts in Witt«'nberji- «hivoii hörte.

Kt

II

Das edelst kleinot einer Stallt ist seire. (pn.d ]u-ineeps ei taveat

s«'in' q

m»d non liabeat i;ratiosum dominum, summum eins malum

esi

11^.

1 1:»| Ins sedentium. de <pio ut ipsi b»quantur. ci ei:o taeeam

nune novi mei amiei seribunt est (>uod autem dieunt. nie ins illml

niiniquam pati \oluisse. II«»e seeus sensi a (

leeennio in tanta turba

«•Oll

tradifentiiim Deinde. dieat Caesar, respondeat Fapa. si n«.n si

m

passus ins sedentium,')

II Luther s«-li.-ini «Tic V«»r-än.i:v in W..rms I-Vil vor .\u-en zu liabt-n. FebeT

«lie I kein

M'ZH

e si«

hunj

welch«' die W«»rte: ins s««leiitiuni

cribunt haben, vermag- ich

lu-r«' Auskunft zu -•«•ben. Vi«'llei«lit ist aut «be in «

d«'r Not«' zu n. 1

» )

aniretllhrt«' Zusammen

kunft «l«'s Kurlürsten .lohanu und d«'S llerz«».us (M'<»ri;- zu (.rimma

(.lull i:»;M) an.LT« spielt, w«»

Luther in Sa«

hell (Morus Scliw«'iii:en .u«'b«)t«'n war. Line

l)Osond«T«' juristis«-h«' F)ezi' hiüi-; hat, wie

h hör«', das ins s«Mlentium nicht

26

11!».

auf

P(K'iia ]KUMiinarin milla est. (juod \v\ divitvs siiit liniinnos a(*(|uisitaiii uhMni(|iU' luruiiiaiii non nia-iii iKMulaiit. Toriia autiMii i.irn*»- iniao. Ict^ii corporis auf capitis, propriac sunt pnonac.

n\

1 -J« K

MulieruiH ]>ra(Mlic*ationos taiitmmiiodo tristes tacimit, «piia sunt

exartritvs, et ciini voritatviii l(M|Uiuitiir. s/o (Mitteilet sie n

Im V

(M'a

l»at

luteiii Ihm* iioiiiiiie hm

]>etuo o])tiina \ er erat virtute.*)

(IS {(»i^iis») \ \»>ri><. «jinlMis ipsa per- ha eins iiiteVturl»al»at -i. Kt 1). loiias eacleiii

I) /

oyor-,

) \'ul. II. ii*^ mi(

l 1 1 1 .«. :t) l)ii' Worte VMu: voi-ulmt virtiit»

SIIK

l als liciiHTkiiiij;- «Ics Conlatus aiit/.ntasst

II.

l>r. .Iiistiis Julias. ciu-iMitricli .I«m1ucus

IM

U-r Jost Kocli N(Wtlinsaiius, p-li. I ri.i in NonlliaiiMi

.liirist iiinl riu'oluj.;»-. ciiHT

der tivucstni sitiif /u WiltfiilKT Liitlirr In Marhur^

FivinnU' mi.l \-itVi-stin (MJiiiltVn l.iitlirrs. IM'» UiUtor .l.r liiivrr

IW-h'itir auf «l* r IN'isr nadi Wurms, lii'.i mit

i:.2l Lutlurs

\h'M) in Aii;;:sl»iiri;* anwcsm

(l. I*)!! SiiiMiintiinlrnt In llalir

|.*)1(; in Kislfhcn hei laitluTs Tutlc /iijifcp

n, i:..')! liulitrciliu^rr in Kulmri:-, .u«'st. l.'»')»

als (MM-rptarrcr in

im Fiirstmtunu' Kulmr^'. der Tliat uft <l:i / wisclien.

lOher-lnsiieUtur der iViinkiselien Kir»lien in dCii deiits«'lien l iseli ■-.•«l r n si»rirlit Jonas in

Kisteid an der Werra um

IJl

[ll| Queeiiiuiiie de trinitate. aut pers«.naruui «»ri.^iue iii diMiiis loeiiti sunt ])atres, liue diliiieiiter speetavernnt. ut trinitateni allirnia- rent aeternani esse, et in ea nnllnni teni)nis aliu<l esse «piani praesens, non praeterituin nee futurum, lline est. .piod dieiint patreni seniper euerare, seniper nasei liliuni. Spiritum sanetuni seniper pioredere a

patrc et tilio

Xisi sua niairna niisi

1 •)•) rie(n(lia uoIms servasset ' ) Iii Mi am. ipsa sine

dulii

o au

tliore Satana diu interijsset tantus est inimieus eius. et li«

i»e

non sme eaus

liui

le versum.

i, (piaiidn etiam a Papistis audi\it in templis hoare-) l)i\it Dominus d«»niino nie(» •) (piem certu seivit ei ojim

illaturum danina. «piae iiiiiic sentit.')

I) sc,

l)en>

Tste Satz iilinlieli KrI. .\. •'»■

) r.uare (.Vorlr). l:uit selireien. 1) l's.ilm I !<•. I. 1) Der

IJ:

Iv-(» saeiie s(deo eoiitendere eum l)e(» uieo de Christo et dieeri

'I'u deus mens, virum. <pie nulii proposuisti eredendum

m Cliristum esse et vnlnisti voeari lesiini. In liuiie ern(» eredam et eonsistam in illn

wie ein armer sunder usipie m lineni.

IJt. [toi Fere ridieulum est Deuni ii(»s (|ui sumus eam et sanpuis. mutuo hello et pui;nae eommisisse eum taiii fnrti et maiiiio spiritu. oualis est Satan, Kt nuo<l alia arnia nohis in man

US non

tradidit ad-

versus tantam potentiam. nisi i

hi unum. istie alterum verhiim Seripturae

(piod lide ai)i»rehendamus, e

t sua*) tanta malefaeta NCrh«. vineamur

ihiH uuiss -rcw

isslieh den irrossmeehti.ü-en -eist von hert/eii verdrewssen

ri**.

27

\t in hae puiiiia inprimis ditlieile est. Dialndum ju-o Diaholo airnoseere. Nenn» enini verhis asse(|ui potest. ciuam varie sc illa maledieta maiestas transmiitet. C(»^'nito autem Satana. (piod Satanas sit. t'aeili verho super- hiam eius (Muifundimus dieentes, Lcek mich in arss vel Selieiss in die hrueh-) vnd hen^s an den hals/..^)

Das muss ii. s. w

vnnainus

wir u. s. \v. Der Nachsatz, beirinnt init^ Vielleicht ist alter zu lesen ut sua (ejus) tanta malefaeta Verhu

1) sc. et «iiiud sua (für ejus), dass

2) hruueli. llüftenltedeekun

iM'inkleid; si sneit im liemde iinde

Um och. Pare. 127, im lianj^eT diu l»ru«»ch um diu bein, Liedersaal v. Lassberjr 1 1, -jr.s ililirt dieselbe Furin nur aus Alberus (Uarfuser MCniche

.{. ll<». Weiiium

Nr. ."t.'io) an. Die späteren deiitsclu-n 'risehredeii (Krl. A. <)<>, li) haben Hemde tür U Manche ähnliche Ausdrücke Luthers, die für unser (ic-

rnc II

fühl

ei»ens(( <

lerb wie abstussend sind, kommen

iiich bei Cordatus

V o

r freilich in weit Itesc h n k te r em Masse

als in den deutschen

Tisc II reden, w«» s

ie besonders inStücki'n. die d iese mit Cordat n s

msani überliefern, sich sehr oft als späterer, n

;reni (

ii errührend er Zusatz aiiswi

icht von

Lutl

isen. .lene Derbheiten

das ist 1

icr

iier /AX

b cd e n k en

fanden in der damali^^en Zeit, wo Luther die S]»rache

i n e s V o 1 k e s r < d e t . eine e n t ixv u- e n ^' c s e

s 1

sie soirar

tzte lU'iirteilunii'. Man hielt

\N

ie Seekendurf an der in <

1er Vurrede erwähnten Stelle

berichtet, für iruti' Witze. Andi'rst-its ist es w(>

hl zu beachten, dass

lie stärksti'n' derartitren .Vusdrücke in <ler IJe^^el nur dann bei

Luther vorziikummen pflej^en. wenn c

r mit dem 'i'eufcl selbst oder

mit d»-n Werkzeugen und Werken desselben z u thun zn halien --laubte Dann iM'herrscht ihn das Cefülil. dass das Prineip der lUtsheit und (;emeinheit nicht anders «renannt zu werden verdiene jils in der

Sprache des (ie meinen s(

II

zu

nd

sei 11 e m

Abscheu ueii«'!! den büseii

Ibst, uimI es drän.ut ihn seiner Verachtun<i- Feind »len stä r k s tcn A usdriick

„.. leihen. Dass ("ordatus endlich Jenen Ausspruch Luthers (.'ben falls nur im F>ewusstsein des schwersten Ernstes n ied erj^cschricben

hat. dafür bür^t uns ( Motto.

las Seite l die!?em Tairi'buche vorircsetzte

12:

Omnes «pios eolhuiuentes jiassus suni Sehwermeros ]>er summam et praesumptissimam audaeiam adorsi sunt'}. A(hle etiam summam eerti- |hi|tudinem «|uae tamen tandem faeile eonfusa est. Sie a(h>rsus est me (minium prinius ^lareus-). (pie eum u

Itimo '). ut a suo eejito') de- ;istereL respondehat. dot seihs s(d mir mein lere nielit nemen. A (pto eum deni(pie siitnum postulassem dieehat me satt siüiiorum visuriim. N(Mpie hine suspieahar maluni seditinnis. (piia sinii»lieiter et eandide lo(|Uehar eum eo. et ideo dieeham ad eum. Mein (Jott wirds (U^nem (Jott wo] verhieten. das du kein /eichen thusL Kt cum inti'r alia por- tenta verhorum dixisset. Se statini ad prinium (Muispeetum ita homines eopioseere, ut eis etiam animorum eoptationes posset revelare. Ideo ro-aham. ut animj mei eo-itatiimes reseraret. ad ([uod a

u-

ilaeter statim resp(»ndehat. Ale niine id volvere m annno. i\\u

Kl sua

vera esset Doetrina. Cum autem eun id n(\i;-assem esse verum. 110

»lui

tum ei. lieet r(»-anti. hoe dieere. i|U(id eii-itarem. nisi eras r(MliJsset Kedeunti dieeham. <|U(»d res erat. Ilahueram enim tum in aninn

naee

vei

ha /aehariaeM. Inerepet in te D^nninus. Satan eti

Paulo p(,ist ad eeavianus Uli

/ui

eum I 17 1 loipii oportere (pu

ri

nie \(Miit ille Nienlaus Storek'M. illius Ma-ister i eum haee de Maren dieeham. resp(mdehat. Mar

madniodmii ipse vellet. ]s Storek valde deha't nianum alpia iilenam salvare ]M»sse homines. Ne(iue (iuie(iuam

28

cflicii'ham (li(HMi>. talcm ;H|uaiii satis ctticacciu cssi' ad niHTaiKlam sahik'iii lu-optcr adiiniftuiii VCrlnim Dci. <|U«mI lim« iiiaudaivt rt tact'ivt.

lN»st illos vciiit anihonim discinuliis M unt/crns ). <^)iiaui ill»» tucM'it siijutIhis vi clatissiuiai' (Inctriiiac. ihmiu» ol«M|ni |M»t('><t.

lN>st limic veiiit ad iiir <|iiidani tnrnat«n-N. prolcs Marci. <|iii dixit l'atn- iiKMis iinsit uw ad tc Cni cii«»'» <v>ins est paU-r rniisV l)('Uf< r('S|Muid(d)at. vi cp»"'. Kt iiumis patiT est. cri:-«» sinims tVatn'S <^iiod iptur mmcimn fers a cnimiinni patro nostmV DtMiiii iiiimdo valdc iratiini ('>iso. So oiiiiii Nidissc. dic(d»aiii '"). dnimniMiuandaiii iiiairiiaiii. in

(|iia imdti coinpotatoivs se(

lissciit (,)iiil>us Ih'iis adstitlssct diiolms eis

(lii;itis conmiiiians. Kx (|iio \i<n imnciinii smnii ci tinssc rov«

latiii

II

Ciii OiTo"). ante im

tal

la sc

Ire. Sin aiiteiii lialuM-et ad nie nnviini et

privatmn. Ii<»e dieeret. Kx inn\ersa seriptura notuni esse Peiini niund»» iraseiV Ad iiaee ahi.jt iratns. <(Und nninitioneni (-(»nteninereni.

l'iito aiiteni. nie istiiisiniMli Imniines ]»essiini"i plns niiims Sexa- inta. VA vidi, onineni superhani doctrinani ipsonini alneetani esse et

peri/)sse. ut judvereni terrae. N'eliit et Ca rol«>sradi.|. <|U

i lis|

um ni-

i)us niodis seniper voluit ut uns u sul)i,jeerenius

0

nines suae tloetrinae nos

<^)ii(mI »«erte taeere non jiotuinius. Keli<iiiani l)edientiani eurporis niei vel rerinn. <|Mani jiari studio atfeeta

l)at'-), eriro eerte nun

neirassem Caeteruni Doetnnae suae

o

hedire nuliii. (|uia iH»n delnii. et pmpter tlnrtrinani meani

dieo euni (Miristn. Doetriua niea non est niea. >e(l eius. (|Ui niisit UH''-*) Non nnssuni iu'itur eani |»rostituere. ut inundus

])it. Ita exereitatus iinproliitate niinistroruni Satanae mliil nioveai perlia 1)las]dieniia (^nnpani (piae et ipsa i»auln pust ruet. et al)il)it

en

Sil

in loeuin suiiiii."

I) Für adorti simi

Die rcrr»'«-tfonii :ul.»rlii> simi i>t Imi Ci«-. mihI Caesar

II U'

lit -Thniiirlilidi. In iU'U llaiHlsi-liriftfii «lallir liiiiitii;- a«l<»rsiis smn An «li.'s.T

Strlk' kann tolloqiii supplitTt \v»'r«U'ii im Simir yuii ,sn riMliinsj:*. O'ltT «s Ni .uu'" zu tT^iin/cii, iia« '

iM'^ianmu ilire liiti-r- )i .\iial»t;;ir dri* IoI-tikUm Worii-: >ir

ulorsiTs r<t UM', im Siini«' von .^it- ,<;TitVrii mi<-li air. rcl»ri--t'ns liat Cunlatiis p.:i^T, w«» »licscIbt'iHii'spriicIic in ainlmr Form vurkommru, .anm» l-'.iT | i:>2J) a<l ort u s r s t inr Marens ilh'-. 2) Marens l'lM.mas StiUmer ans Klsterlu-r-- l>ei /wiekan. stmherte

2) M a rens rinmia in AVitNMiber;;-, mir Melanrlioii lietrenn«

let, eim-r der s<);r«'iiaimten /wiekaner l'ro-

l)hcti

XI von

1521 nnd |.".22. Vul. Kr.stlin I. :)2ii. M^. ^<M, ^«Mi.

) I

s wird \vi*

>lil

/n eorriirieren sein »ini, enni nltinn» roji'art-m, iit a stio (-nri

res

l)ond('!t:it. I) ("oi'ptnm. rnti-rneiimen. •"•) Zaeli. A, 1

to desisterel. •1) \h'V Tnelimaelier Nie'olans Storeii war das Hani»t der Zwiekaner i'roplieten. 7| rii«.maN Miin/er, rriMlii;-er in Zwiikan, 1521 \ve«ren l'i'ilnalime an dt-n l mtriehen «ler Z\\i«kan»;r l'roi»Wten entlassen, 152.5 i'farrer in .Mistädt in Saeiisen-Weimar, 1525 Anliiiirer im r»anernkrie«'-e anf dem 'IMnirin^-iselun Srlianplatz»'. liin-erielitet naeli der Nn-derla-:»'

s) U'elM-nstoek II, 2M': eivis (|nidam 'I ornator

der lianern Itei Frankenliansen. Erl. A. «11, 2 »nnser l»resler-

1);

IS i|ni(

lam Wei Cortlatns weist wold daran!" hin.

(la.ss Tornator zn lesen nnd als nonnn |.rupriiini antziilassen ist. IMeser

I (iann ein Solin des Marens i^enannf. Oder soll |n-oles lilnss « Marens hrzeielnien

w

ird

inen .\ n liii n lii- r <le

'•>) se. respondel»am

|o) Lic«^ dieel»at. 1 1) Cordatns

seliriel» walirs('lieiidi<-li posse lern

12) Kr.stlin I, TT.»: ..Karlstadt war von Jeher

datiir liekannt, dass er aneli Kt>stlin I, 754 , wo

(iro.sehen lind l'haler sehr hoeh zu sehiifzeii wisst

V«d.

hrriehtet wird, wie Karlstadt naeh dem lianernkrie^^«' in

.seiner Not j.ntiiers Miilt'e nnd Filrspraelu' trotz der vorher--e-an.:,^»'iien litterariselun

fr Sielie schliesslieli nnt»n n. I2'>. li'.) .loli. T. Ui. II) Alle ol.i-en

ins Jahr I5i2. V'H. K.istlin

Fehden anrn

rntern'tlnn:r»'ii mit den Zwiekaner l'ropheten lallen

den unter 2 an^iitÜhrten Stelh'ii, sowii

an

stc

die obigen (iesprilehe erhehlieh ahweiehen.

Frl. .\. «.l, I, 2; til. 7:5. Mit der iMr

llnn"" der deiitselmn Tischreden stimmt Cordatns i>. 15^7 zh'mlieh ültereiii. während

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\)('\\y^ n<»ster Dens est (pii non curat, hin» aliijeit iirnia et operatur in inlirniis. Ideo (phM|iie taeilius (ita iit milii li(*eaf Impii de Deo) e<in- vertif liMiiiineni inlantili aetate. (piaiii uns senes. (pii penitus iniinersi smiiiis reiiiin Satanae.')

1) Vj^H. Frl. A. 57. 12»i. 12s. 15;

wo sich ähnliche (le(lank(;n linden.

1J7. 1 1*»| Dens nun nu\ it re«;ere niunduni «piia niundus nun vnit Deuui lialiere. nei* pati reetureni. sed ^^atanani. «pii et novit niunduni reuvre. AI den lurlli') liat dutt. das er niiindiini \iid Satanae re«iniini in iiiiindo zu drunien-) mhI piiher stusset. wens sies zu ,i;r»d) iiia(dien.

1) ohne Zweifel liii loiihel .»der t'ortel {\^\. p. 17'.». wo Jortel'. p. I'.K'., wo urtel steht) oder auch lortheil. IMe letzte Silin- scheint aus N'ersehen ans- -•elasseii ZU sein. Frl. A. <;■'. 2 \'ortheil. 2) l>ati\ IMiir. von: das «Irnm. Ende

tück. lirin-hstii<'U. m-neie Form dasTrumm. IMiir. <lie Trü^mmer. KrI. A. «in. 2 T r li m m e rn.

US.

Sieiit IiHJaei pust tri<iuuni «dditi erant ealaniitatuin. «pias jiassi «M'ant in .\e.i;i]itu «t nialeliat') si'«Min«lnni alVeetiis et desyderia sua in «•a esse, «luani se«Mindmii v«duiitateni Dei ai;vre in des«Mt<i. Sie nun«

l'u-iunt au«lit<>r«'s imsln Satiiri. «d «pn o

Iditi

iint unera. «piinus suh

p:ipa pressi sunt. Inveniuntur «ppMpie «pii niall«Mit suli pai»atii \ivere ipiani in liliertat«' Cliristi.-)

I) Li

es

m

alehant. 2) lymit:»' ähnliche (Jedankeii in ahweichemh-r Form

Frl. A. 57. :{2I

\'2\K

iiiel

Munt/.er. Karlstad. Canipanus et siniilis lariuae') liuniines sunt inearnati IHalMdi. nun «Miini aliu vertunt siias e«ii;itati«»ues

(pnini a«i iiu«'en(

ilinii et s«' vin«lieandiini. et «Mini istiusin<»di Inunines in [«Miipure et lue«» pa«'is plus audent et praesuinunt «piaiii <li«*i jiussit Ita-) iiiaiiis tiiiii«li sunt «piani Inuin» «-rediM-e p«dest. |r»«)| ll«»e n«»ii ') expertus. Ciiius tiiiKuis liurreiuliini exeni]dinn vi«li in ('ar«ilustadiu. «pii euin in aedihiis nieis tenipure r«'Iei;ati«tn is sua«' jilures «[Uain «»««t septi nia iias

«»

') ins«'ijs uinnilius liuminilius. liaintaret. et veniente imIiius Kleet«»re n«>str«»'') ]ier inuiteni Alhis. i])se tenestrani a«lil>at et nie piaeseiit«' sjuM-taliat versus p«inteni ]ier traetinn Trianiiiduni''). «pii erat intra \ itra iuiinia intt'p-a') seil «diiterN ahiliat. Cni eiiin dixissem. eiir aliin't. respuiuhdiat pallens «'t tremens"), ne a «piu«|uani videretur. S«Mli«-et «MHiitaliam tuliiim «'a«lens. de «piu M«>ses'") lucpiitur. e«unmuiiere uteun-

ipi«» tiiiiurem. at Siiermerus ]»l:me timere. ulii niilla esset u«*easiutim«>ris,

)

n .\ehnlicher Art. 2) liier s«-luiiit einCedanke zn fehlen wie in tt-mpon

peri«-nli. .{) Fies Hoc enim (ans n: r-^ «

nim. wie Cordatns dic^ses Wort ab-

zukürzen plh'iit. w«'h-hes mit n

n

on verwe<'hsilt winl) expertus sc. sinn.

I) Woclu'll

) Kurfürst .bdiann der F.estäiidi;;«' von 1525 |5:i2. r.) Ihirch «'in

lr«'ie«dviu«'s Loch. l>i»' Form triani;iilus. i, m Itei Frontin. 7) WcIcIh-s sich iint«'r den Classcheiben befainl , «li«- sonst all«- heil wann. s) Sofort. !l) s«'. se abir«'.

;onitns folii \<»lantis, et it.i fiident (piasi

10) I

,e\ illciis

!(i: tern

■bit

cos

la«linm, cadent niillo persetpieiit«'. \ i;l. ;in«li IValm '.»«i, 5. C: lo:5. 15. Kl. s«»wie

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das hv'kamitr Kiivlicnlicd \uii (;r:iiii:uni (i;vl». 1 |sT. j^cst. I'ill): ..Nmi loh. luciii Sccl, den Homi, wo es V. :{ licisst: „Kr kiiinr das arm (JcscliUclitr. lud \v»'iss. wir sind nur Staub, (Jlcicliwic das (Iras vom llnlitr, Klii lllum und t'allrud Lau lt. Krl. A. «»2, 4 kommt zweimal der Ausdr. vor «ein rauschend blatt". N'ii'l. auch Krl. A. r.-i. ITi. 11) Dass Karlsta<lt uarli deui r>auerukri<'«::e eine Zeit lau;;- uiltlcidiu- \ on Kutlu'r srlltst in seiuem Hause verhor^-en j;elialt»'U si'i. wird nur uoeli \ ou Matliesius. I'r«'d. \ 1, '.»s herielitet. Naeli Kiistliu 1, 7.") I verwejidrt sii-li Lutlu'r für Karlstadt heiui Kurllirsteu. der dann dem eluMuali«j:eu Pfarrer /u Orlaiuiinde «gestattet .i^^'^'en das N'erspn'cheu sirh rulii^- verlialien zu wollen in Keujher*«- seinen Wolnisifz aufzuselilap'U, eine Krlauli nis, von der er liis ir)2'.M;elirauc]i macht. Daut'^H'u wird tlir den Jiouio miser", den Luther eine Zeit lan^ hei sich verhornen gehalten liahe. der ehenfalls durch Teil- nahme am iiauerukrieo-e couiiirouiitticrte Theologie .Martiu Cellariiis ^-ehalten. V^l. Köstün 1. slll.

KiAritud«) aniini. (iiiam tristiciaiii vorant. et iiinrs sind p'- scliwistcr viid kindcr iiiiteiiiandcr. Imo Salonion') iin|uit. Tristiria inultos i^erire. et iion esse tristieiam in ea. Adversns (|nani in (1er- nianieo prnven)inni hahent satis ])ulcliruni. (Jnter nintli ist llallnT leib.

l) Kcclesiasticus (.les. Sirach) MK 2.'> heisst es: .luultos ciiiui occidit tristicia, et uon est utilitas in illa. Hierauf dürften sich Luthers Worte hezieheu. \';:1. auch Eccles. :is. l'.Mi. Krl. C.i». 1 1^, wo ein iihulicher (Jedaiikc lu ahw cicheudcr Forui sicli findet. l>as Sprichwort auch Krl. A. »in. ITiO,

l:U. |r)l| .Vuiiustini sententia est. Le^rni inipletani viribus rationis non instilieare, sieut neiiue nioralia ojjera iustilieant i;entes. At si aeeessisset si»iritns sanetus. tarnen opera lei;is instilieare. Campa nns pn» iiae sen- tentia simins') eins est, et hoc addit. bnie nun esse tiniendani i;eben- nani-), (|uae sequebi tantnni est mortis, non iti'ni ]MK'na peeeati illins. ([ui hie lei^^eni inijdevit. At (|uestin ([uae eontravertitur nun est vlex-*) iustitieet vel o]>era rationis aut opera (piae vocant nioralia. Sed de hoe eontrovertitnr. an lex hieta in sidritu saneto instilieet. Kt respon- sio est. nou. Dieimns enini honiineni. (pii virtute sjdritus saneti totani </